Bible Wear – Mode in biblischer Zeit

„Kleider machen Leute“, so war es auch im Altertum. Eine Ausstellung in der „BIbelwelt“ in Salzburg zeigt, welche Kleidertypen es in biblischer Zeit gab, welche Materialien verwendet wurden und zu welchem Zweck man sie trug. Einiges kann auch anprobiert werden.

Textilien gehören zu den seltensten Funden bei Ausgrabungen im Orient, aber anhand von Abbildungen auf Rollsiegeln lassen sich das Verschwinden und Entstehen neuer Kleiderarten verfolgen: so das Auftauchen und Verschwinden des Zottenkleides, das Aufkommen der Hemdgewänder oder die Ankunft der Hosen aus Persien. Der Schutz vor Hitze oder Kälte hatte kaum eine Wichtigkeit, wichtig waren Reichtum und Ehre, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, oder auch Freude, Trauer und Schande.

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist eine Rekonstruktion der Kleidung des Hohepriesters von Jerusalem. Neue Forschungen haben hier Spannendes ans Licht gehoben. Wir sehen Königskleidung mit Wulstsaummantel, oder das Sackkleid, das in Trauerfällen oder als Ausdruck der Umkehr bei begangenem Unrecht getragen wurde. „In Sack und Asche gehen“ ist ein hebräischer Ausdruck, den wir auch in unserer Sprache kennen. Bis hin zur Unterwäsche, die man damals trug, spannt sich der Bogen der Ausstellungsstücke.

Die Ausstellung kann bis 15.2.18, jeweils Do – Mo von 10.00 (feiertags und So erst ab 11.00 Uhr) bis 18.00 Uhr besucht werden. Gruppen können unter 0676 8746 7080, bzw. bibelwelt.at@gmail.com Führungen bestellen.

Unterstützt von der © Stiftung BIBEL+ORIENT (Freiburg Schweiz) und dem Jüdischen Museum Berlin. Gefördert durch die Otto Gehmacher Ges.m.b.H. & CO KG.

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