Sonntagsgruß 31. Januar 2021 – letzter Sonntag nach Epiphanias

[30.01.2021]

Was bleibt?!

Liebe Mitglieder und Freund*innen unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Ist es Ihnen/Euch aufgefallen? Der Christbaum steht noch in unserer Schaitbergerkirche. Wir als Team haben entschieden, dass der Christbaum in diesem Jahr bis zum Ende der Weihnachtszeit, das ist eben der letzte Sonntag nach Epiphanias bzw. (in Österreich vor allem in der Katholischen Kirche) „Mariä Lichtmess“ (2. Februar) stehen bleibt. Gerade im heurigen Jahr erschien es uns sinnvoll, den Baum noch etwas stehen zu lassen – als kräftiges, Zuversicht ausstrahlendes Zeichen für all jene, die in diesen kontaktlosen Wochen ohne Präsenz-Gottesdienste vielleicht doch einmal den Weg in unsere Kirche finden.

Was bleibt von Weihnachten (denn irgendwann muss der Baum nun mal weg!) – von Weihnachten 2020 und ganz allgemein? Was nehmen wir mit? Oder … wäre es nicht viel angenehmer, es sich unter dem Christbaum, in der heimeligen Heilig-Abend-Stimmung, so richtig gemütlich zu machen? Frei nach dem Motto „Ich will nicht, dass es aufhört. Es soll so schön bleiben. Alltag, Sorgen der Welt – bleibt draußen!“

Das Team von Jung-und-Alt hat die Brücke geschlagen zu einem der Bibeltexte für den kommenden Sonntag – hier die „Freestyle-Kurzfassung“, im Original nachzulesen bei Matthäus 17,1-9: Jesus geht mit drei Jüngern auf einen Berg. Oben angekommen gesellen sich hinzu: Mose und Elija – wohl als Erscheinungen. Petrus, völlig „illuminiert“, möchte drei Zelte bauen – je eines für Jesus, Mose und Elija. So schön wäre das. Doch nicht mit Jesus – es geht wieder hinab, es gibt „da unten“ noch genug zu tun. Auch ein leiser Hinweis von Jesus selbst auf die herannahende Leidensgeschichte bietet der Text. Vorher meldet sich noch Gott zu Wort und weist sehr klar darauf hin, mit wem wir es zu tun haben: mit Gottes Sohn, „ihn habe ich lieb“, „Hört auf ihn!“

Ja, es gibt wahrlich genug zu tun. Im Kleinen wie im Großen. Es ist noch nicht die Zeit, es sich verklärt gemütlich zu machen auf dem Berg oder unter dem Christbaum und „das Leben da unten/draußen“ zu vergessen. NOCH werden wir gebraucht. Die weihnachtliche Gemütlichkeit hat ihre Zeit, Gott sei Dank immer wieder. Doch schauen wir uns um – auf Jesus hören, ihm nachfolgen, Zeit mit ihm verbringen bedeutet auch, sich den Herausforderungen im Großen wie im Kleinen zu stellen. Den Herausforderungen dieser Welt, die für viele Menschen alles andere als ein sicherer und gemütlicher Ort ist. So hat Jesus es uns vorgemacht. Von Beginn seines Lebens an.

Ich weiß nicht, was Du Dir mitnimmst/Sie sich mitnehmen von „Weihnachten 2020“.
Ich wünsche uns allen aber, dass „irgendwas bleibt“.

Susanne Zippenfenig und das Team von Jung und Alt

Der Sonntagsgruß als pdf zum Herunterladen