Sonntagsgruß für Sonntag Jubilate

[23.04.2021]

Liebe Mitglieder unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2.Korinther 5,17)

Halleluja! In diesem Moment, als ich schreibe, schaue ich hinaus aus meinem Bürofenster, das bereit für den Frühlingsputz ist. Die letzten Sonnenstrahlen strömen in unseren hinteren Garten und verschenken eine aufbauende Kraft an Büschen und Bäumen, das Gras und die frisch gewachsenen Gänseblümchen und den Löwenzahn.

Der Schnee ist endlich geschmolzen und obwohl es momentan nur 11° Grad hat, ist der Frühling explodiert vor meinen Augen. Die Abtenauer Blätter sind noch kleiner als die Halleiner, aber trotzdem sichtbar, und meine kreative Nachbarin gestaltet ihre Terrasse und ihren Garten mit Lust und Laune. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

Es ist unglaublich was alles um Ostern herum passiert; nicht nur eine Explosion von Farben und neue Lebenswesen in der Natur, sondern auch eine neue Lebensweise für uns Christen und Christinnen. Wie mein Fenster noch auf mich wartet, habe ich auch auf die Auferstehung sehnsüchtig gewartet, und ich bin nicht enttäuscht worden. Denn bin ich nicht allein. WIR sind neu, gemeinschaftlich.

Vielleicht ist es mein Alter, oder, dass ich jetzt mehr Ruhe erlebe als in den vergangenen Jahren… Vielleicht ist es wegen einer vertieften Selbstwahrnehmung oder eine blühende Dankbarkeit? Ich weiß es selbst nicht. Aber diese heutige Botschaft, dass wir neue Kreaturenin Christus sind, ist wie die Sonnenstrahlen auf dem Gras. Es ist erwärmend, aufbauend, beruhigend, erfrischend, erwartet und notwendig.

Unsere Gemeinde blüht wieder auf. Unser Wintermantel wird ausgezogen und die neuen Lebewesen und Lebensweisen wachsen und zeigen ihre neue Energie und Farben. Wir kommen mit neuer Kraft und Schwung zusammen nach allem (Positivem und Negativem), was im letzten Jahr für uns auf oder zugedeckt hat. Änderungen, Lektionen, Geschenke, Ängste, Freude, Trauer… alles was ins Leben dazu gehört, Christus hat dies auch erlebt. Er ist mitten unter uns durch und nach dem farbenlosen Winter gegangen und er macht uns neu, stärkt uns, vertieft unsere gemeinsamen Wurzeln und, vor allem, ernährt uns mit seiner Liebe. Wir sind niemals alleine. In Christus sind wir täglich neu, das Alte ist vergangen.

Es ist fantastisch, dass wir nicht warten müssen, wie meine Fenster!

Euere Schwester in Christus
Suzie Arensmeyer