Sonntagsgruß 11. Juli 2021

[09.07.2021]

Liebe Mitglieder und Freund*innen unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Herzlich grüße ich euch am Beginn der Schulsommerferien mit dem Wochenspruch aus dem Propheten Jesaja (43,1): „So spricht der Herr, der sich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Diese Zusage Gottes an sein Volk Israel, an die Nachkommen der Stammväter Abraham, Isaak und Jakob beziehen Christ*innen auch auf sich und ihr Leben!

Etliche haben diesen Vers als Tauf- oder Konfirmationsspruch gewählt, bei vielen Taufen und Trauerfeiern wird dieses Wort dem Täufling bzw. dem Verstorbenen zugesagt. Er umgreift also das ganze Leben vom Anfang bis zum Ende – und darüber hinaus. Ja, Gott hat mich geschaffen und wunderbar gemacht – das glaube ich aus tiefstem Herzen. Immer wieder stehe ich staunend vor dem Wunder und dem Geschenk des Lebens, das nicht aufgeht in naturwissenschaftlichen Erklärungen.

Gerade bei der Geburt eines Kindes erleben Eltern das immer wieder.

Aber so sehen es auch viele ältere Menschen, die dankbar auf ihr Leben und auf Gottes Mitgehen schauen.

Mein Leben ist mehr als Essen und Trinken, als Arbeiten und den Alltag bewältigen. Mein Leben ist auch geprägt vom Ausgerichtet-Sein auf Gott, auf mein Zutrauen, dass er mich begleitet, mir Kraft gibt und Sinn schenkt.

Diese Gottesbeziehung geht von Gott selber aus, ein Gott, der mich liebt und es gut mit mir meint. Ein Gott, der mich bei meinem Namen kennt, lange bevor ich gezeugt und geboren wurde.

Wenn ich darauf vertrauen kann und auf Gottes Beziehungsangebot antworte, dann brauche ich keine Angst zu haben. Denn Gott ist ja da – auch in den Stürmen des Lebens, in Zeiten der Enttäuschung und des Leides, ja selbst im dunklen Tal des Todes. Gott erlöst und befreit mich vom Kreisen um mich selbst, von meinen oft unruhigen Gedanken, meinem Gefühl, nichts wert zu sein, es nicht zu schaffen, oder auch von meinem Übermut, ich könne eh alles, brauche nichts und niemanden.

Ja, ich bin und bleibe Gottes geliebtes Kind und gehöre zu Gott. In seine Hand bin ich eingezeichnet und eingeritzt. Das gilt ein Leben lang – und auch im Tod und über den Tod hinaus. Wie tröstlich und Mut machend!

In dieser Gewissheit des in-Gott-geborgen und von-Gott-getragen-Seins wünsche ich euch allen einen gesegneten und erholsamen Sommer, in dem ihr Gottes Dasein und Segen spüren mögt,

Euer Pfarrer Peter Gabriel

Den nächsten Sonntagsgruß gibt es mit Schulbeginn am 12. September!

Der Sonntagsgruß als pdf-Dokument zum Nachlesen und Ausdrucken