Sonntagsgruß 29. August 2021

[27.08.2021]

Liebe Mitglieder unserer Pfarrgemeinde!

„Christus spricht: Was ihr getan habt einem von meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Mt. 25,40b)

Auch dieses Bibelwort, das uns in die neue Woche begleitet, weist auf den Inhalt unseres Gottesdienstes hin.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Er hilft einem Mann, den Räuber halb totgeschlagen hatten. Vorher waren schon zwei Männer vorübergegangen, ohne zu helfen.

Unterlassene Hilfeleistung würden wir das heute nennen. Wir brauchen so ein Gesetz. Vielleicht nicht alle. Die einen überlegen nicht lange, sind mutig und geschickt und tun genau das Richtige, um einem Menschen in Not zu helfen, gar sein Leben zu retten. Die anderen haben Angst, etwas verkehrt zu machen, können kein Blut sehen oder sind selbst hilflos. Wieder andere schauen einfach weg und kümmern sich nicht. Sie denken sich vielleicht: Selber schuld; man soll sich eben nicht in Gefahr begeben. Mut und Geschick braucht es, um recht helfen zu können.

Mut, um den inneren Schweinehund zu überwinden oder auch die Angst, es sich vielleicht nicht zutrauen zu können oder gar selbst in Gefahr zu geraten.

Geschick, um in der jeweiligen Situation das Richtige zu tun. Beides gelingt besser, wenn wir es trainieren, bis uns helfen zur Selbstverständlichkeit wird.

Allerdings: Gut gemeint, ist nicht immer gut.

Eltern und Schwiegereltern meinen es oft von Herzen gut, wenn sie ihren Kindern behilflich sein wollen. Aber es kommt nicht so an. Da ist dann die Enttäuschung groß. Einfühlungsvermögen ist erforderlich, um den, dem man helfen will, nicht klein zu machen und herabzuwürdigen.

Wenn es gelingt, unser Helfen, dann gilt uns der Satz Jesu: „Das habt ihr mir getan“. Da habt ihr Gottes Liebe spüren lassen. Dass Sie das recht oft erleben dürfen, wünscht Ihnen Ihr

Wolfgang Del-Negro

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