{"id":11583,"date":"2022-10-07T00:00:14","date_gmt":"2022-10-06T22:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=11583"},"modified":"2022-10-07T16:29:42","modified_gmt":"2022-10-07T14:29:42","slug":"mein-name-ist-pepper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=11583","title":{"rendered":"Lass dich ber\u00fchren&#8230;."},"content":{"rendered":"<p>[07.10.2022]<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 15\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-11652\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/edda_boehm_ingram_F-507x600.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/edda_boehm_ingram_F-507x600.png 507w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/edda_boehm_ingram_F-253x300.png 253w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/edda_boehm_ingram_F.png 592w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p data-wp-editing=\"1\">\u201eMein Name ist Pepper, ich bin ein Roboter. Fu\u0308r 3 Wochen wohne ich gemeinsam mit an Demenz erkrankten Bewohner*innen im gemeinsamen Haushalt. Ich animiere sie zu Bewegungsu\u0308bungen, aber auch zum Geda\u0308chtnistraining. Daru\u0308ber hinaus erinnere ich sie an die Einnahme von Medikamenten und an Essen und Trinken. Meine Mimik, Gestik, aber auch meine Sprache wirken noch nicht so natu\u0308rlich wie bei euch Menschen und weil sich meine Oberfla\u0308che aus kaltem Plastik nicht wie warme Haut anfu\u0308hlt, werde ich auch kaum in den Arm genommen oder gestreichelt. Fragt ihr euch jetzt, ob mir das abgeht?\u201c<\/p>\n<p>Humanoide Roboter &#8211; so wie \u201ePepper\u201c \u2013 werden bereits in den unterschiedlichsten Bereichen zum Wohle der Menschen eingesetzt. Vor allem im Pflegebereich und in der Betreuung von Senior*innen ko\u0308nnen sie dazu beitragen, dass Ta\u0308tigkeiten des allta\u0308glichen Lebens verla\u0308sslich erledigt werden. Menschen, die in betreuten Wohneinrichtungen leben, ermo\u0308glichen sie beispielsweise, la\u0308nger ein selbststa\u0308ndiges Leben zu fu\u0308hren. Was diese Roboter aber nicht ersetzen ko\u0308nnen, ist, die Sehnsucht jedes Menschen nach Beru\u0308hrung und Ko\u0308rperkontakt zu stillen: Eine liebevolle Umarmung, ein warmer Ha\u0308ndedruck oder aufmunternde Worte \u2013 das tut Ko\u0308rper und Seele einfach gut und bleibt uns Menschen vorbehalten! Die pandemiebedingte Einschra\u0308nkung von Ko\u0308rperkontakten und die damit einhergehende Beru\u0308hrungsangst haben unser ko\u0308rperliches und mentales Wohlbefinden u\u0308ber eine lange Zeit negativ beeinflusst. Fast 2 Jahre lang galt das Ha\u0308ndeschu\u0308tteln als eine eher unangebrachte Begru\u0308\u00dfungsart, bei Umarmungen gibt es heute oftmals noch Bedenken und ein Ku\u0308sschen auf die Wange darf nicht mehr allen Freundinnen und Freunden gegeben werden. Das Anfassen von Oberfla\u0308chen und Gegensta\u0308nden in o\u0308ffentlichen Ra\u0308umen ist am besten auch noch heute zu vermeiden. Letztendlich ist uns die Desinfektion der Ha\u0308nde inzwischen genauso gela\u0308ufig geworden wie das oftmalige Ha\u0308ndewaschen. Jedenfalls hat uns der Alltag in Zeiten von Corona schmerzlich bewusstgemacht, welch hohen Stellen- wert die gegenseitige Beru\u0308hrung fu\u0308r uns hat und zu welchen Folgen Beru\u0308hrungsmangel fu\u0308hren kann.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p>Immer wieder erlebe ich in meinen Gespra\u0308chen mit Menschen, die um Unterstu\u0308tzung und Rat bei mir anfragen, wie rasch eine Vertrauensbasis aufgebaut werden kann, wenn ich es schaffe, mich durch mein ehrliches Interesse an den geschilderten Lebensumsta\u0308nden von meinem Gegenu\u0308ber beru\u0308hren zu lassen und meinerseits dann &#8211; durch aufmunternde Worte und durch das Angebot von konkreten Hilfestellungen &#8211; Ru\u0308hrung bei meinen Gespra\u0308chspartner*innen auslo\u0308se. Beru\u0308hrung ist essenziell fu\u0308r unser Wohlbefinden und wir wissen heute, dass fu\u0308r die gesunde Entwicklung eines Babys intensiver Haut- und Blickkontakt notwendig ist. Aber auch wir Erwachsenen brauchen diese Formen der Beru\u0308hrung, um uns wohl in unserer Haut zu fu\u0308hlen. Auf psychischer Ebene bringt ausreichend positive Beru\u0308hrung ein Gefu\u0308hl der Sicherheit, des Vertrauens, der Verbundenheit, der Identita\u0308tssta\u0308rkung und der Kooperationsbereitschaft mit sich. Umgekehrt kann jede Beru\u0308hrung, wenn sie nicht gewollt ist, unangenehme bis traumatische Folgen haben.<\/p>\n<p>Ist man aufmerksam und achtet (auch) auf seine eigenen Bedu\u0308rfnisse, kann man auf ganz andere Weise beru\u0308hrt werden, als wenn man mit seinen Gedanken vo\u0308llig woanders ist. Deshalb bleibt achtsam gegenu\u0308ber euch selbst und euren Mitmenschen! Lasst euch \u201ein der Seele beru\u0308hren\u201c durch die Begegnung mit anderen Menschen, dem Kontakt mit einem Tier oder den unterschiedlichsten Beobachtungen in der Natur! Auch das Gefu\u0308hl, von jemandem wirklich geho\u0308rt und ernst genommen zu werden, das Ho\u0308ren von Musik oder das Betrachten von Kunst kann unsere Seele tief beru\u0308hren. Nicht zuletzt ist es aber auch das Gebet, das unser Herz beru\u0308hren kann, weil im Zwiegespra\u0308ch mit Gott seine unendliche Liebe zu uns Menschen so deutlich spu\u0308rbar wird!<\/p>\n<p><em>Diakoniebeauftragte Edda Bo\u0308hm-Ingram<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[07.10.2022] \u201eMein Name ist Pepper, ich bin ein Roboter. Fu\u0308r 3 Wochen wohne ich gemeinsam mit an Demenz erkrankten Bewohner*innen im gemeinsamen Haushalt. Ich animiere sie zu Bewegungsu\u0308bungen, aber auch zum Geda\u0308chtnistraining. 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