{"id":13976,"date":"2023-11-17T10:03:46","date_gmt":"2023-11-17T09:03:46","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=13976"},"modified":"2023-11-17T10:06:22","modified_gmt":"2023-11-17T09:06:22","slug":"sonntagsgruss-zum-19-november-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=13976","title":{"rendered":"Sonntagsgru\u00df zum 19. November 2023"},"content":{"rendered":"<p>[17.11.2023]<\/p>\n<p>Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!<\/p>\n<p><em>In den Wochen vor dem Beginn der Adventszeit bedenken wir im evangelischen Glauben die Endlichkeit des Lebens. Wir erinnern uns an Menschen, die uns schon zu Gott vorausgegangen sind, und besch\u00e4ftigen uns mit der Frage: Wie wird es denn sein nach dem Tod, wie wird Gott uns begegnen?<\/em><\/p>\n<p><em>Im Mittelalter stellte man sich Gott und Jesus als Richter vor, der die Menschen je nach ihren Taten belohnen oder bestrafen. Martin Luther hat dem Gottes Barmherzigkeit und Vergebung der menschlichen Angst entgegengestellt und uns ein anderes Gottesbild eingepr\u00e4gt. Auf der Grundlage dieser Erkenntnis lesen wir auch den biblischen Spruch f\u00fcr diesen Sonntag aus 2.Korinther 5,10a: \u201eWir m\u00fcssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Ja, ich muss mich am Ende meines Lebens verantworten f\u00fcr mein Reden und Tun, aber ich hoffe auf einen gn\u00e4digen Gott, auf einen, der zurechtr\u00fcckt, was ich falsch gemacht habe, der liebevoller auf mein Leben schaut als ich selbst oder meine Umwelt das tut. Diese Zuversicht befreit mich von jeglicher Angst vor dem Tod. Und sie befreit mich dazu, jeden Tag neu zu versuchen, im Sinne und in der Nachfolge Jesu zu leben \u2013 davon handelt der nachstehende Sonntagsgru\u00df zum Evangelium des Sonntags.<\/em><\/p>\n<h3>Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr<\/h3>\n<figure id=\"attachment_13368\" aria-describedby=\"caption-attachment-13368\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-13368\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Peter-Gabriel-300x350.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Peter-Gabriel-300x350.jpg 300w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Peter-Gabriel.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13368\" class=\"wp-caption-text\">Peter Gabriel<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>\u201eWas ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Br\u00fcdern, das habt ihr mir getan.\u201c<\/em> (Matth\u00e4us 25,40b) \u2013 dieser Satz stellt f\u00fcr mich den H\u00f6hepunkt des Evangeliums und Predigttextes dieses Sonntags dar.<\/p>\n<p>Mit dem sogenannten \u201eGleichnis vom Weltgericht\u201c macht Jesus deutlich, worum es ihm beim und im Christsein geht. In meiner Begegnung mit, in meinem Handeln und Reden gegen\u00fcber meinem N\u00e4chsten entscheidet sich, wie sehr ich im Sinne Jesu lebe und ihm nachfolge.<\/p>\n<p>Wenn ich ihnen Gutes tue oder sage, zeigt das auch, wie ich zu Gott stehe. Wenn ich andere Menschen mit Worten oder Taten verletze, sie nicht respektiere oder bel\u00fcge, dann gehe ich auch ohne Achtung und Liebe mit Gott um, beleidige oder verleumde ihn.<\/p>\n<p>Der N\u00e4chste, das kann ein Mensch sein, der mir pers\u00f6nlich sehr nahesteht, eine, neben der ich zuf\u00e4llig im Zug oder im Wartesaal zu sitzen komme, oder auch einer, dessen Not mich beim Einkaufen oder in einer Gespr\u00e4chsrunde \u201eanschreit\u201c, wo ich merke: dieser Mensch braucht Unterst\u00fctzung (seelisch oder finanziell), braucht jemanden an seiner Seite, der zuh\u00f6rt, der Zeit hat.<\/p>\n<p>Jesus macht deutlich: in jedem anderen Menschen begegnet mir er selbst und damit auch Gott.<\/p>\n<p>Gott ist also kein abstrakter Begriff, keine nicht fassbare Macht, sondern er begegnet mir ganz konkret in jedem Menschen auf dieser Welt. Denn alle Menschen sind nach Gottes Ebenbild erschaffen, in jedem und jeder steckt Gott drin.<\/p>\n<p>In ganz besonderer Weise hat sich Gott im Menschen Jesus Christus verk\u00f6rpert. An seinem Beispiel kann ich begreifen, wie Gott sich seine Menschen \u201evorstellt\u201c, wie er sich w\u00fcnscht, dass wir Menschen miteinander umgehen.<\/p>\n<p>Denn das geh\u00f6rt auch zum Verh\u00e4ltnis Gott \u2013 Mensch: es ist ein Liebes- und kein Abh\u00e4ngigkeits- oder gar Sklavenverh\u00e4ltnis. Gott lenkt bzw. diktiert nicht, wie ich mich verhalten soll, sondern er hat mich mit der M\u00f6glichkeit der freien Entscheidung geschaffen. In seiner Liebe w\u00fcnscht er sich jedoch sehr, dass ich in Verbindung mit ihm lebe und in Respekt und Zuwendung mit meinen Mitmenschen umgehe.<\/p>\n<p>Jesus l\u00e4dt mich ein, mich immer wieder dieser Liebe Gottes zu \u00f6ffnen, mich als sein geliebtes, gut geschaffenes Kind zu begreifen \u2013 und dann liebevoll, achtsam und unterst\u00fctzend auch mit Menschen in meiner Umgebung umzugehen.<\/p>\n<p>Das will auch ich immer wieder aufs Neue versuchen!<\/p>\n<p><em>Euer Pfarrer Peter Gabriel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[17.11.2023] Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde! In den Wochen vor dem Beginn der Adventszeit bedenken wir im evangelischen Glauben die Endlichkeit des Lebens. Wir erinnern uns an Menschen, die uns schon zu <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=13976\" title=\"Sonntagsgru\u00df zum 19. 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