{"id":14155,"date":"2024-01-12T10:02:05","date_gmt":"2024-01-12T09:02:05","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=14155"},"modified":"2024-01-12T10:03:01","modified_gmt":"2024-01-12T09:03:01","slug":"sonntagsgruss-zum-14-jaenner-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=14155","title":{"rendered":"Sonntagsgru\u00df zum 14. J\u00e4nner 2024"},"content":{"rendered":"<p>[12.01.2024]<\/p>\n<p>Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!<\/p>\n<p><em>\u201eAlles, was ihr tut, geschehe in Liebe.\u201c<\/em> (1.Korinther 16,14) \u2013 so lautet die Jahreslosung, das biblische Leitwort f\u00fcr das Jahr 2024!<\/p>\n<p>Was so einfach und selbstverst\u00e4ndlich klingt, ist gar nicht so leicht\u2026 Wie schnell denke ich schlecht \u00fcber jemanden, stolpere \u00fcber meine Vorurteile, rutscht mir ein unfreundliches Wort heraus oder ich gebe jemand nicht das, was er oder sie gerade dringend br\u00e4uchte. Manchmal gehe ich auch mit mir selbst nicht liebevoll um, arbeite \u00fcber meine Grenzen, traue mir nichts zu\u2026<\/p>\n<p>Weil ich darauf vertraue, Gott liebt mich bedingungslos, bekomme ich immer wieder neu Kraft und Mut, seine Liebe an mich selbst und andere weiterzugeben.<\/p>\n<p>Der Sonntagsgru\u00df will Euch mit hineinnehmen in eine ganz konkrete Jahreswechselreflexion aus der Krankenhausseelsorge.<\/p>\n<p><em>Eure Pfarrer Peter und Jens-Daniel<\/em><\/p>\n<h3>2. Sonntag nach Epiphanias<\/h3>\n<p>Liebe Mitglieder und Freund*innen unserer Halleiner Pfarrgemeinde!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9965\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/auswahl_IOS_IMG_4521469210919-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/auswahl_IOS_IMG_4521469210919-300x200.jpg 300w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/auswahl_IOS_IMG_4521469210919-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/auswahl_IOS_IMG_4521469210919.jpg 1210w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Es war am Vormittag von Heiligabend. Ich durfte gemeinsam mit einem Gesangsensemble in der Halleiner Krankenhauskapelle eine kurze Andacht feiern, die in alle Zimmer via Video \u00fcbertragen wurde. Symbolisch haben wir das Jesusbaby in eine Krippe dort gelegt: In Menschengestalt kommt unser Gott uns nahe und bringt uns Segen.<\/p>\n<p>Daraufhin sind wir von Station zu Station gezogen, mit dem Angebot den Segen der Krippe pers\u00f6nlich sp\u00fcrbar zu machen. Mit Unterst\u00fctzung der Betriebsratsvorsitzenden und den Pflegenden \u00f6ffneten wir alle T\u00fcren. Weihnachtsgesang klang in die Zimmer hinein, w\u00e4hrend ich mit einem Segnungs\u00f6l \u2013 eigens gemischt vom Apotheker meines Vertrauens, mit Myrrhe und Weihrauch \u2013 Patient*innen, Angeh\u00f6rigen und Pflegenden ganz pers\u00f6nlich Gottes Segen zusprechen durfte. Dabei zeichnete ich mit dem \u00d6l auf einem Tupfer ein Kreuz auf Stirn oder Hand. Am Tupfer konnte jede und jeder dem Segen nachsinnen.<\/p>\n<p>Ich erlebte bewegende Begegnungen. Von einer m\u00f6chte ich genauer berichten: In ein Zimmer auf der Palliativstation, der Patient hatte mich zuerst nicht sehen wollen, wurde ich hineingebeten, als wir eigentlich schon am Gehen waren. Nach kurzem Gespr\u00e4ch bot ich die Segnung an. Der Patient konnte nicht mehr sprechen, signalisierte allerdings, ausgesprochen durch die Angeh\u00f6rigen, diesen empfangen zu wollen. Tr\u00e4nen flossen \u00fcber sein von Leiden gezeichnetes Gesicht. Auf die Segnung hin hielten wir einen Moment die Stille aus. \u201eIrgendetwas scheint Ihnen gerade noch sehr zuzusetzen?\u201c versuchte ich der dichten Atmosph\u00e4re Worte zu geben. Weitere Tr\u00e4nen antworteten. Die Kinder des Sterbenden erkl\u00e4rten, dass nicht alles friedlich verlaufen sei in diesen letzten Tagen. Aber: \u201eEs ist, wie es ist!\u201c<\/p>\n<p>Dieser Satz ersch\u00fctterte mich erst einmal. Ich nickte, w\u00e4hrend ich angeregt nachdenken musste. Schlie\u00dflich erwiderte ich nach einer weiteren Zeit der Stille: \u201eVon Herzen w\u00fcnsche ich Ihnen, dass Sie aufrichtig annehmen k\u00f6nnen, wie es ist. Die g\u00f6ttliche Geisteskraft, die in Krippe und Kreuz wirksam geworden ist und f\u00fcr immer wirken wird, will sich darum k\u00fcmmern, wie es werden wird. ER begleitet Sie und alle Ihre Beziehungen!\u201c Wir verabschiedeten uns, alle Beteiligten sichtlich bewegt.<\/p>\n<p>Diese Begegnung hat daraufhin meine pers\u00f6nliche Jahreswechselreflexion gepr\u00e4gt. Ich finde inneren Frieden in der Annahme: \u201eEs ist, wie es ist!\u201c Dar\u00fcber hinaus wird unser Gott \u2013 der \u201eIch bin, der ich bin!\u201c \u2013 mit seinem Segen darin wirken. Ich bekenne vor Euch, im Blick auf das noch junge Jahr 2024, die tiefe Zuversicht: \u201eEs wird, wie es wird.\u201c Denn unser Gott geht, arbeitet, lacht, leidet \u2026 und lebt mit.<\/p>\n<p><em>Pfarrer Jens-Daniel Mauer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[12.01.2024] Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! \u201eAlles, was ihr tut, geschehe in Liebe.\u201c (1.Korinther 16,14) \u2013 so lautet die Jahreslosung, das biblische Leitwort f\u00fcr das Jahr 2024! Was so einfach und selbstverst\u00e4ndlich klingt, ist <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=14155\" title=\"Sonntagsgru\u00df zum 14. 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