{"id":17004,"date":"2025-08-25T00:00:21","date_gmt":"2025-08-24T22:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=17004"},"modified":"2025-08-25T17:53:01","modified_gmt":"2025-08-25T15:53:01","slug":"von-der-tragik-des-nihilismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=17004","title":{"rendered":"Von der Tragik des Nihilismus"},"content":{"rendered":"<p>[25.08.2025]<\/p>\n<h3 class=\"p1\">Zum 125. Todestag des Philosophen Friedrich Nietzsche<\/h3>\n<figure id=\"attachment_17006\" aria-describedby=\"caption-attachment-17006\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-17006\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/255_3403_rgb-1024x574.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"574\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/255_3403_rgb-1024x574.jpeg 1024w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/255_3403_rgb-600x337.jpeg 600w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/255_3403_rgb-300x168.jpeg 300w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/255_3403_rgb-1536x862.jpeg 1536w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/255_3403_rgb-2048x1149.jpeg 2048w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/255_3403_rgb-678x381.jpeg 678w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-17006\" class=\"wp-caption-text\"><b style=\"font-size: 16px;\"><br \/><\/b><b style=\"font-size: 16px;\"><\/b><\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\">\u201eBessere Lieder m\u00fcssten sie mir singen, dass ich an ihren Erl\u00f6ser glauben lerne: erl\u00f6ster m\u00fcssten mir seine J\u00fcnger aussehen!\u201c Spott \u00fcber das Christentum und zugleich Sehnsucht nach Sinn dr\u00fccken sich in diesen Worten von Friedrich Nietzsche aus. Der geniale Philosoph und Dichter starb vor 125 Jahren am 25. August 1900 in Weimar. Am 15. Oktober 1844 wird Friedrich Nietzsche als Sohn eines Pfarrers in R\u00f6cken (Provinz Sachsen) geboren. Er ist noch keine f\u00fcnf Jahre alt, als sein Vater stirbt. Seitdem wird er ausschlie\u00dflich von Frauen im Geiste protestantischer Fr\u00f6mmigkeit erzogen. Der \u201ekleine Pastor\u201c ist sein Spitzname. Doch der sensible und hochbegabte Sch\u00fcler verliert nach und nach seinen christlichen Glauben. Als Student der Theologie und klassischen Philologie setzt er an die Stelle des Glaubens die Philosophie von Arthur Schopenhauer (1788\u20131860). Bereits mit 24 Jahren wird Nietzsche als Professor der klassischen Philologie nach Basel berufen. Dort vertieft sich auch seine Freundschaft mit dem Komponisten Richard Wagner (1813\u20121883). 1872 erscheint Nietzsches Schrift \u201eDie Geburt der Trag\u00f6die aus dem Geiste der Musik\u201c. Damit bricht Nietzsche nicht nur mit den altphilologischen Vorstellungen seiner Zeit, sondern er beginnt jetzt seinen eigenen Weg als Philosoph. Allerdings ist es ein sehr einsamer Weg. Denn f\u00fcr die Fachwelt ist er erledigt. Zudem ist er gesundheitlich angeschlagen und wird darum im Fr\u00fchjahr 1879 mit Bewilligung eines bescheidenen Ruhegehalts entlassen. Seitdem lebt er als \u201eherumziehender Fl\u00fcchtling\u201c, in einfachen Hotelzimmern hausend. Sein bekanntestes Werk, \u201eAlso sprach Zarathustra\u201c, das in vier Teilen erscheint, schildert seinen philosophischen Gedankengang. Nietzsche enth\u00fcllt die von ihm empfundene innere Br\u00fcchigkeit seiner Zeit und zeigt, dass die Welt \u201enihilistisch\u201c geworden sei \u2013 dass ihr also kein Sinn innewohne, keine tragende Wahrheit, keine Moral und keine Religion. Nietzsche: \u201eGott ist tot. Wir haben ihn get\u00f6tet, \u2013 ihr und ich! Wir alle sind seine M\u00f6rder!\u201c Der Philosoph m\u00fcsse nun \u201eneue Werte auf neue Tafeln schreiben\u201c. Das f\u00fchre zu einer \u201eUmwertung aller Werte\u201c und der Mensch werde zum \u201e\u00dcbermenschen\u201c. Hellsichtig sieht Nietzsche die Konsequenzen seiner nihilistischen Philosophie voraus: \u201eDie Zeit, in die wir geworfen sind, ist die Zeit eines gro\u00dfen inneren Verfalles und Auseinanderfallens. Die Ungewissheit ist dieser Zeit eigen\u201c. Anfang 1889 erliegt er in Turin den geistigen und k\u00f6rperlichen Strapazen, die ihm sein Kampf gegen das Christentum abverlangt hat. Nietzsche wird in die Basler Nervenklinik gebracht. Ein Jahr sp\u00e4ter holt ihn seine Mutter zu sich. Unter ihrer Pflege und sp\u00e4ter der seiner Schwester Elisabeth F\u00f6rster-Nietzsche lebt er noch elf Jahre in geistiger Umnachtung.<\/p>\n<p class=\"p1\"><em>Reinhard Ellsel in gemeindebrief.de<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[25.08.2025] Zum 125. 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