{"id":17336,"date":"2025-11-26T00:00:26","date_gmt":"2025-11-25T23:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=17336"},"modified":"2025-10-30T23:40:06","modified_gmt":"2025-10-30T22:40:06","slug":"mit-dem-herzen-hoeren-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=17336","title":{"rendered":"Mit dem Herzen h\u00f6ren (3)"},"content":{"rendered":"<p>[26.11.2025]<\/p>\n<p>Wissenschaftlich betrachtet k\u00f6nnen wir deshalb h\u00f6ren, weil unsere Ohren Schallwellen von au\u00dfen auffangen und diese in elektrische Signale umwandeln, die dann vom Gehirn als Ger\u00e4usche verarbeitet werden. Unser Gehirn macht das Wahrnehmen von Kl\u00e4ngen und das Verstehen von Sprache \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-16436\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/edda_boehm_ingram_20250325-300x374.jpg\" alt=\"Edda B\u00f6hm-Ingram\" width=\"300\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/edda_boehm_ingram_20250325-300x374.jpg 300w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/edda_boehm_ingram_20250325-600x749.jpg 600w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/edda_boehm_ingram_20250325-820x1024.jpg 820w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/edda_boehm_ingram_20250325-1231x1536.jpg 1231w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/edda_boehm_ingram_20250325.jpg 1402w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Das H\u00f6ren verbindet uns mit unserer Umwelt, erm\u00f6glicht Kommunikation und f\u00f6rdert soziale Interaktion. \u201eVier unterschiedliche Ohren gibt es\u201c, sagt der Psychologe Friedemann Schulz von Thun, der in den 1970er-Jahren anhand dieses Bildes ein Kommunikationsmodell entwickelt hat, das bis zum heutigen Tag nichts an seiner Aussagekraft verloren hat. Das Anliegen von F. Schulz war, Missverst\u00e4ndnisse in der Kommunikation einerseits zu verstehen und andererseits zu vermeiden.<\/p>\n<p>Zur Veranschaulichung folgendes Beispiel aus einem Beratungsgespr\u00e4ch mit Wolfgang S.:<br \/>\n<em>\u201eWir k\u00f6nnen Sie nicht schon wieder finanziell unterst\u00fctzen, so sehr Sie sich das auch w\u00fcnschen! Bitte nehmen Sie meinen Rat endlich an, ein Haushaltsbuch zu f\u00fchren! Nur so wird es Ihnen gelingen, einen besseren \u00dcberblick \u00fcber Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben zu bekommen und Ihr Geld besser einzuteilen. Die Vorlage daf\u00fcr habe ich Ihnen ja schon bei unserem letzten Gespr\u00e4ch zukommen lassen.<\/em>\u201c<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn Wolfgang S. sein <strong>Sach-Ohr<\/strong> einsetzt, erinnert er sich daran, dass wir bei unserem letzten Gespr\u00e4ch intensiv \u00fcber das Haushaltsbuch gesprochen haben \u2013 er hat es einfach vergessen, es tats\u00e4chlich auch auszuf\u00fcllen.<\/li>\n<li>Mit dem <strong>Beziehungs-Ohr<\/strong> wahrgenommen kann die Botschaft auch bedeuten, dass Wolfgang S. den \u201eversteckten Vorwurf\u201c h\u00f6rt und sich denkt: \u201eWie kann sich Frau B\u00f6hm-Ingram nur derartig dreist in mein Leben einmischen \u2013 ob ich ein Haushaltsbuch f\u00fchre, ist doch wirklich mir selbst \u00fcberlassen!\u201c<\/li>\n<li>Mit dem <strong>Selbstoffenbarungs-Ohr<\/strong> h\u00f6rt Wolfgang S., was mir in meiner Funktion als Diakoniebeauftragte wichtig ist: n\u00e4mlich ihm eine Hilfestellung anzubieten, die es ihm erm\u00f6glicht, selber aus seiner misslichen Lage herauszukommen, indem er sich k\u00fcnftig einen besseren \u00dcberblick \u00fcber seine Einnahmen und Ausgaben verschafft.<\/li>\n<li>Und dann ist da noch das <strong>Appell-Ohr<\/strong>, mit dem er vor allem die Aufforderung h\u00f6rt, endlich ein Haushaltsbuch zu f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses 4-Ohren-Modell von Schulz m\u00f6chte ich um die f\u00fcr mich wichtigste Dimension des H\u00f6rens erg\u00e4nzen, n\u00e4mlich: Mit dem Herzen h\u00f6ren!<\/p>\n<p>\u201eMit dem Herzen h\u00f6ren\u201c beschreibt die innere Haltung des Zuh\u00f6rens, die das Herz als Zentrum des Denkens, Wollens und Entscheidens nutzt, um die Anliegen anderer wahrzunehmen. Es geht darum, nicht nur oberfl\u00e4chlich zuzuh\u00f6ren, sondern tiefgreifend wahrzunehmen, was einerseits mein Gegen\u00fcber bewegt und andererseits, wie das Geh\u00f6rte bei mir ankommt.<\/p>\n<p>Das \u201eh\u00f6rende Herz\u201c ist offen und empf\u00e4nglich, nimmt wahr und l\u00e4sst sich ber\u00fchren, ohne zu urteilen.<\/p>\n<p>Ein \u201eh\u00f6rendes Herz\u201c ist Basis jeden guten Gespr\u00e4ches. Mag f\u00fcr mich das, was der andere mir gerade sagt, noch so vorwurfsvoll oder verletzend sein \u2013 wenn ich mir die Zeit nehme, in mich hineinzuh\u00f6ren, welche Gef\u00fchle das soeben Gesagte in mir ausl\u00f6st, dann werde ich nicht vorschnell eine Antwort geben, die ich m\u00f6glicherweise im n\u00e4chsten Moment bereue.<\/p>\n<p>Ich bringe dadurch nicht nur meinem Gegen\u00fcber die gebotene Wertsch\u00e4tzung entgegen, ich achte durch diese Vorgangsweise auch auf mein (Wohl-)Befinden, und das ist mindestens genauso wichtig!<\/p>\n<p>Gott schenkt uns allen \u2013 wie es einst dem Wunsch K\u00f6nig Salomons entsprach \u2013 ein \u201eh\u00f6rendes Herz\u201c, um SEINE Worte tief im Herzen aufzunehmen und danach zu handeln. Wir m\u00fcssen dieses Geschenk Gottes nur noch annehmen!<\/p>\n<p><em>Diakoniebeauftragte Edda B\u00f6hm-Ingram<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[26.11.2025] Wissenschaftlich betrachtet k\u00f6nnen wir deshalb h\u00f6ren, weil unsere Ohren Schallwellen von au\u00dfen auffangen und diese in elektrische Signale umwandeln, die dann vom Gehirn als Ger\u00e4usche verarbeitet werden. 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