{"id":18527,"date":"2026-07-08T00:00:47","date_gmt":"2026-07-07T22:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=18527"},"modified":"2026-06-05T09:54:44","modified_gmt":"2026-06-05T07:54:44","slug":"zeit-fuer-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=18527","title":{"rendered":"Zeit f\u00fcr mehr"},"content":{"rendered":"<p>[08.07.2026]<\/p>\n<figure id=\"attachment_13505\" aria-describedby=\"caption-attachment-13505\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-13505\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Edda-Boehm-Ingram-300x296.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Edda-Boehm-Ingram-300x296.png 300w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Edda-Boehm-Ingram.png 596w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13505\" class=\"wp-caption-text\">Dr.in Edda B\u00f6hm-Ingram<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie schnell doch die Zeit vergeht! Im Urlaub, am Wochenende oder immer dann, wenn wir mit lieben Menschen Zeit verbringen, scheint die Zeit im Laufschritt an uns vor\u00fcberzuziehen. Daf\u00fcr zieht sie sich in die L\u00e4nge, wenn im Arbeitsalltag notwendige Dinge zu erledigen sind, die nicht gerade zu unseren \u201eLieblingsbesch\u00e4ftigungen\u201c geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>In der klassischen Physik (also in Zeiten vor der Relativit\u00e4tstheorie) wurde die Zeit als absolute, universelle und unver\u00e4nderliche Gr\u00f6\u00dfe betrachtet, die gleichm\u00e4\u00dfig abl\u00e4uft. Aber wie wir pers\u00f6nlich die Zeit wahrnehmen, unterscheidet sich stark von dem alten physikalischen Verst\u00e4ndnis von Zeit. Unsere individuelle Zeitwahrnehmung wird stark von den jeweiligen Emotionen beeinflusst. Wenn wir mit etwas besch\u00e4ftigt sind, das uns Freude macht und Abwechslung in unsere t\u00e4gliche Routine bringt, achten wir weniger darauf, wie viel Zeit diese T\u00e4tigkeit in Anspruch nimmt. Dadurch scheint die Zeit schneller zu vergehen, als wenn wir vor lauter Langeweile bei Routinet\u00e4tigkeiten des Alltags st\u00e4ndig auf die Uhr schauen. Eine wissenschaftliche Studie legt zudem nahe, dass auch Dopamin \u2013 das Hormon, das uns gl\u00fccklich macht \u2013 eine wesentliche Rolle hinsichtlich unseres individuellen Zeitempfindens hat: Diese Studie zeigte, dass eine erh\u00f6hte Dopaminproduktion, die bei positiven Erlebnissen auftritt, die innere Uhr des K\u00f6rpers verlangsamen kann, sodass die Zeit wie im Flug vergeht.<\/p>\n<h3>Zeit f\u00fcr mehr = Zeit f\u00fcr mich?<\/h3>\n<p>Was aber fangen wir jetzt mit der Erkenntnis an, dass wertvolle Zeit viel zu schnell vergeht und sich der Alltag mit seinen Routinen oft unertr\u00e4glich in die L\u00e4nge zieht? Wichtig ist es, gerade im Alltag \u201eZeit f\u00fcr mehr\u201c oder vielleicht besser noch \u201eZeit f\u00fcr mich\u201c einzubauen und nicht darauf zu warten, bis das Wochenende oder der Urlaub endlich da sind. Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass es nicht sinnvoll ist, vieles, was mir Freude bereitet, auf die Pensionszeit zu verschieben \u2013 da bleibt dann im Laufe des Lebens so einiges auf der Strecke, was mir den Alltag erleichtert und bunter gestaltet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Ganz konkret hei\u00dft dies, sich in der Alltagsroutine Zeitfenster einzubauen, in denen ich ganz bewusst etwas mache, was mir wirklich gut tut: Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft statt mittags \u2013 vielleicht sogar am Arbeitsplatz sitzend \u2013 sein Mittagessen einzunehmen; 15 Minuten fr\u00fcher aufstehen, um das Fr\u00fchst\u00fcck mit meiner Familie in Ruhe genie\u00dfen zu k\u00f6nnen; in meinen Terminkalender zumindest 2x w\u00f6chentlich einen halbst\u00fcndigen Termin \u201eZfm\u201c (Zeit f\u00fcr mich) einzutragen und diesen Termin genauso wichtig zu nehmen wie alle anderen Termine, die ich eingetragen habe.<\/p>\n<h3>Steht die Zeit still?<\/h3>\n<p>F\u00fcr viele Menschen, die mit ihren Anliegen zu mir als Diakoniebeauftragte kommen, spielt Zeit eine \u201eandere Rolle\u201c: Wenn sie beispielsweise arbeitssuchend sind, verbringen sie viel Zeit damit, einen Job zu finden, alles andere r\u00fcckt in den Hintergrund. Rasch wird diese Situation zur Routine und die Zeit scheint in dieser schwierigen Lebensphase fast stillzustehen. Auch wenn Geldsorgen den Alltag pr\u00e4gen, bleibt wenig Zeit, um den m\u00fchseligen Alltag und die Sorge, die Familie wenigstens mit dem Allernotwendigsten versorgen zu k\u00f6nnen, beiseitezuschieben \u2013 die Zeit schleicht dahin, nichts geht weiter!<\/p>\n<p>Im Laufe der Beratungsgespr\u00e4che frage ich die Menschen immer, was sie denn konkret tun, um selbst wieder Kraft und Hoffnung zu sch\u00f6pfen. Diese Frage irritiert viele, bis ich ihnen begreiflich gemacht habe, dass sie nur dann ihr Leben nachhaltig zum Positiven ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, wenn sie zuallererst gut auf sich selber schauen. Und beim \u201ebesser-auf-sich-selber-schauen\u201c greifen dann manche dieser Menschen auf das Angebot zur\u00fcck, sich von DALETE-Freiwilligen unterst\u00fctzen zu lassen. Allein die Gewissheit, dass es jemanden gibt, der sich \u201eZeit f\u00fcr mich\u201c nimmt, war in so manchen F\u00e4llen der Anlass f\u00fcr eine positive Wende im Leben dieser Menschen.<\/p>\n<p>Ich bin unendlich dankbar daf\u00fcr, dass viele von euch ihre \u201eZeit f\u00fcr mehr\u201c auch immer wieder DALETE zur Verf\u00fcgung stellen!<\/p>\n<p><em>Diakoniebeauftragte Edda B\u00f6hm-Ingram<br \/>\n<\/em>Quelle: Evang. Gemeinde Hallein, Gemeindebrief 2026-2<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-18533\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/diakoniewerk-1024x730.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"730\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/diakoniewerk-1024x730.png 1024w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/diakoniewerk-600x428.png 600w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/diakoniewerk-300x214.png 300w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/diakoniewerk-1536x1095.png 1536w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/diakoniewerk-2048x1459.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[08.07.2026] Wie schnell doch die Zeit vergeht! 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