{"id":18548,"date":"2026-07-09T00:00:07","date_gmt":"2026-07-08T22:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=18548"},"modified":"2026-06-05T11:32:52","modified_gmt":"2026-06-05T09:32:52","slug":"wenn-zeit-zu-schnell-oder-zu-langsam-vergeht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=18548","title":{"rendered":"Wenn Zeit zu schnell oder zu langsam vergeht"},"content":{"rendered":"<p>[09.07.2026]<\/p>\n<p>Wie teilt ihr eure Zeit ein? Habt ihr immer genug Zeit, oder wird euch manchmal auch die Zeit knapp?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-12655\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/yvonne_ennsmann_2023-300x318.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/yvonne_ennsmann_2023-300x318.png 300w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/yvonne_ennsmann_2023-600x636.png 600w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/yvonne_ennsmann_2023-966x1024.png 966w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/yvonne_ennsmann_2023.png 1232w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Bei mir ist das eigentlich immer unterschiedlich. Es kommt nat\u00fcrlich auch darauf an, was genau ansteht. Wenn ich etwas nicht machen will, aber machen soll, dann zieht sich die Zeit sehr in die L\u00e4nge. Aber wenn mir etwas gef\u00e4llt und ich mit vollem Eifer dabei bin, vergeht eine Stunde wie ein Wimpernschlag \u2013 bei euch auch?<\/p>\n<p>Aber heute geht es um die Zeit, die man sich manchmal nehmen sollte, weil man es sonst bereuen k\u00f6nnte, sie sich nicht genommen zu haben.<\/p>\n<h3>Maria, Martha und ein voller Haushalt<\/h3>\n<p>Ich erz\u00e4hle euch heute die Geschichte von Maria und Martha, sie ist aus der Bibel. Die beiden waren Schwestern und hatten auch einen gro\u00dfen Bruder namens Lazarus. Lazarus war ein guter Freund von Jesus. Jesus kam eines Tages mit seinen J\u00fcngern zu ihm auf Besuch. Da k\u00f6nnt ihr euch vorstellen, dass da ihr Haus ganz sch\u00f6n voll wurde!<\/p>\n<p>Unsere liebe Martha machte sich schon den ganzen Morgen Gedanken, was sie denn nicht alles noch machen und herrichten musste.<\/p>\n<p>Anfangs hatte ihr Maria, die kleine Schwester, noch etwas geholfen und war zum Brunnen gegangen, um Wasser zu holen, aber kaum war Jesus angekommen, lie\u00df Maria alles stehen und liegen und hatte nur mehr Augen und Ohren f\u00fcr Jesus.<\/p>\n<h3>Stress, Erwartungen und der Moment des \u00dcberlaufens<\/h3>\n<p>So hatte sich das Martha nicht vorgestellt. Sie schwitzte und bekam innerlich gro\u00dfen Stress, da sie ja alles perfekt machen wollte. Umso mehr wuchs ihr Unmut auf Maria, bis ihr schlie\u00dflich f\u00f6rmlich der Kragen platzte.<\/p>\n<p>Sie gab gerade Jesus etwas zu essen und er dankte ihr und lobte sie, wie gut es denn nicht schmeckte. Martha sah ihn missmutig an und sagte: \u201eEs w\u00e4re noch besser, h\u00e4tte ich nicht alles allein machen m\u00fcssen!\u201c<\/p>\n<p>Jesus fragte nach: \u201eBesser?\u201c \u201eJa besser!\u201c schnaubte sie. \u201eAngemessener f\u00fcr jemanden so wichtigen wie dich!\u201c<\/p>\n<p>Jetzt wurde es still im Raum, aber Martha merkte es nicht und redete sich in Wut: \u201eDu hast wohl nicht bemerkt, dass meine Schwester mir die ganze Arbeit \u00fcberl\u00e4sst. Seit du hier bist, hat sie nichts getan, um dir zu dienen. Sie hat einfach ignoriert, was ich tue, um es euch allen bequem zu machen und es ist klar, dass sie es von selbst nicht merken wird, wie hart ich allein arbeite! Das w\u00fcrde sich nur \u00e4ndern, wenn du ihr sagst, dass sie mir helfen soll!\u201c<\/p>\n<p>Ihr k\u00f6nnt euch vorstellen, dass nun die Luft im Raum ziemlich \u201edick\u201c war. Auch Maria bekam gro\u00dfe Augen und starrte ihre Schwester an.<\/p>\n<p>Jesus hingegen legte sein Essen auf die Seite, sah Martha mit einem bedeutungsvollen Blick an und sagte: \u201eMartha. Martha, bitte \u2013 setze dich doch hier her zu mir.\u201c<\/p>\n<p>Martha erschrak etwas. Irgendwie sch\u00e4mte sie sich f\u00fcr ihre harten Worte, aber auch ihr Pflichtbewusstsein hinderte sie daran, also sagte sie: \u201eWie k\u00f6nnte ich? Nur die H\u00e4lfte deiner Freunde hat etwas zu essen. Wir k\u00f6nnen sp\u00e4ter dar\u00fcber reden, es tut mir leid.\u201c<\/p>\n<p>Jesus sah sie liebevoll an: \u201eIch wei\u00df, aber ich will, dass alle das h\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<h3>Martha zwischen Pflichtgef\u00fchl und Unsicherheit<\/h3>\n<p>Martha sah sich besch\u00e4mt um. Vermutlich dachte sie, dass Jesus sie jetzt vor allen anderen schimpfen wird. Sie atmete einmal tief ein und w\u00e4hrend Jesus weitersprach, setzte sie sich neben ihn hin.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt nichts, was dir peinlich sein muss\u201c, ermutigte er sie, \u201eDu hast das wunderbar gemacht.\u201c<\/p>\n<p>Er gab ihr seine Hand und fuhr fort: \u201eDu machst dir viel Arbeit und k\u00fcmmerst dich um viele Dinge. Und das ist wertvoll. Gastfreundschaft ist sehr wichtig. Und ich bin dankbar f\u00fcr alles, was du tust.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas verdienst du \u2013 und noch mehr\u201c, antwortete sie leise.<\/p>\n<h3>Das Gespr\u00e4ch \u00fcber das Wesentliche<\/h3>\n<p>Jesus fuhr fort: \u201eDeine Absicht ist die beste, aber nur eine Sache ist wirklich n\u00f6tig. Das Wichtigste von allem ist, dass ihr alle meinen Worten gut zuh\u00f6rt. Das ist das Entscheidende und deine Schwester hat das erkannt. Eine gute Entscheidung, die ihr niemand mehr nehmen kann.\u201c<\/p>\n<p>Martha fragte: \u201eWie meinst du das: \u201anehmen\u2018?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDein Essen, deine Gastfreundschaft\u201c, redete Jesus weiter, \u201edas ist wundervoll, aber das wird vergehen, so wie der Rest der Welt. Meine Worte werden aber nie vergehen. Maria hat sich f\u00fcr ein Festmahl mit ewigem Wert entschieden.\u201c<\/p>\n<p>Nun sah Jesus alle im Raum an und richtete seine Worte an alle: \u201eBitte versteht mich alle richtig: Ich kritisiere Martha nicht. Anderen zu dienen ist wundersch\u00f6n. Taten sind gut! Du tust, was deiner Meinung nach von dir erwartet wird. Und was du tust, ist wertvoll!\u201c<\/p>\n<p>Dann lachte er etwas auf und sah auf Maria, w\u00e4hrend er weitersprach: \u201eUnd Maria h\u00e4tte dir ruhig ein wenig helfen k\u00f6nnen!\u201c<\/p>\n<h3>Vers\u00f6hnung und Einladung zum Leben<\/h3>\n<p>Er wandte sich wieder Martha zu: \u201eAber h\u00f6r zu! All das soll dich nicht davon abhalten, ganz mit mir zu sein. Und den Freunden, die ich mitgebracht habe. Ich lade euch zu etwas ein, was besser ist! Setzt euch zu meinen F\u00fc\u00dfen, h\u00f6rt meinen Worten gut zu und genie\u00dft sie, wie eine Mahlzeit, noch nahrhafter als jedes Essen.\u201c<\/p>\n<p>Am Ende lachte er wieder und sagte noch: \u201e\u00dcbrigens: Ich m\u00f6chte auf keinen Fall Marthas wunderbares Essen verkommen lassen. Also wenn ihr alles verstanden habt, lasst uns ihr danken und essen!\u201c Da lachten alle auf.<\/p>\n<p>Maria entschuldigte sich bei Martha. Diese l\u00e4chelte nun sanft ihre Schwester an und umarmte sie ganz fest.<\/p>\n<p>So und jetzt nehmt euch alle Zeit, geht raus und genie\u00dft das Wetter, die Sonne, das Wasser, die letzten Schultage und die wohlverdienten Sommerferien und den Urlaub.<\/p>\n<p>Vielleicht findet ihr auch noch etwas Zeit, um Gott f\u00fcr das Gute und die Sch\u00f6nheit um euch herum zu danken.<\/p>\n<p class=\"p1\"><em>Eure Yvonne<br \/>\n<\/em>Quelle: Evang. Gemeinde Hallein, Gemeindebrief 2026-2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[09.07.2026] Wie teilt ihr eure Zeit ein? Habt ihr immer genug Zeit, oder wird euch manchmal auch die Zeit knapp? Bei mir ist das eigentlich immer unterschiedlich. 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