{"id":2985,"date":"2017-09-22T16:40:52","date_gmt":"2017-09-22T14:40:52","guid":{"rendered":"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=2985"},"modified":"2020-08-16T10:41:22","modified_gmt":"2020-08-16T08:41:22","slug":"gemeindebrief-herbst-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=2985","title":{"rendered":"Herbst 2017"},"content":{"rendered":"<p>[2017-09-22]<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7845 alignleft\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/dusiehstmich.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"232\" \/>\u201cDu siehst mich!\u201c \u2013 so lautete das Motto des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Berlin und Wittenberg Ende Mai dieses Jahres. Dahinter steht die Geschichte von Hagar, der Magd Saras, der Frau von Abraham. Weil trotz der Verhei\u00dfung Gottes Sarah zun\u00e4chst kinderlos bleibt, zeugt Abraham auf ihre Initiative hin mit Hagar einen Sohn, Ismael. Doch aus Eifersucht und Neid \u00e4rgert und vertreibt Sara die schwangere Hagar und sp\u00e4ter nach Isaaks Geburt Mutter und Sohn. Doch Hagar darf erleben: Gott l\u00e4sst sie nicht im Stich und schaut auf sie. Und sie lobt ihn: \u201eDu bist ein Gott, der mich sieht!\u201c (1.Mose 16,13). F\u00fcr mich ist das eine sehr tr\u00f6stliche Geschichte f\u00fcr Menschen, die unterdr\u00fcckt werden, die Neid oder gar Verfolgung ausgesetzt sind. F\u00fcr Menschen, die fliehen m\u00fcssen, die wenig wertgesch\u00e4tzt werden, die eine gering bezahlte Arbeit haben. Ja, f\u00fcr Menschen mit einem geringen Selbstvertrauen, wenig Mut.<\/p>\n<p>Zu diesen Menschen geh\u00f6re ja auch ich immer wieder\u2026<\/p>\n<p>Die Erfahrung von Hagar will mir die Augen \u00f6ffnen und mir Mut machen: Gott ist da und sieht auch mich. Auch wenn andere mich \u00fcbersehen oder nur das Schlechte in mir sehen. Auch wenn ich mich selbst kaum im Spiegel anschauen kann. Auch wenn ich zweifele, ob Gott mich \u00fcberhaupt wahrnimmt\u2026 Doch: Gott sieht auf mich in meiner Not, sieht meine Tr\u00e4nen, meine Verzweiflung, sieht mich in meinen Zweifeln, meiner Angst. Er sieht mich aber auch, wenn es mir gut geht und ich froh, ja wenn es mir fast zu gut geht, so dass ich auf ihn oder meinen Mitmenschen vergesse, mich nur noch in meinem Gl\u00fcck sonne\u2026<\/p>\n<p>Gott sieht mit verst\u00e4ndnisvollen Augen auf mich. Mit den Augen der Liebe und Achtung, ja mit Augen der Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>Gott wei\u00df, was ich n\u00f6tig habe, und l\u00e4dt mich ein, ihm zu vertrauen, seinem Dasein und Mitgehen zu glauben.<\/p>\n<p>Wenn Gott mich so sieht, dann kann ich auch mich selbst anders wahrnehmen, dann bekomme ich einen neuen Blick auf die Menschen um mich herum, auch auf meine Umwelt. Dann sehe ich mit den Augen Gottes, sehe Freude und Leid, merke, wo Menschen meine Unterst\u00fctzung, meine Zuwendung brauchen.<\/p>\n<p>Kann vielleicht auch sagen: Sieh mich doch nicht so an, sondern schau auf mich, wie Gott mich ansieht und ich versuche, dich so zu sehen, wie Gott es tut.<\/p>\n<p>Christliche Gemeinschaft ist<\/p>\n<p>also eine Art \u201eSeh-Schule\u201c. Gott gibt mir mit seinem Wort, mit seiner befreienden, froh machenden Botschaft eine neue Brille, um mich selbst und andere in neuer Weise sehen zu lernen.<\/p>\n<p>Mit neuer Kraft nach dem Sommer lade ich euch zum Schulanfang in diese Seh- Schule Gottes ein! Vertraut Gott und seinem Lehrer Jesus Christus!<\/p>\n<p>Euer Pfarrer Peter Gabriel<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hallein-evangelisch.at\/bilder\/20170901_Gemeindebrief.pdf\">Der ganze Gemeindebrief zum Nachlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[2017-09-22] \u201cDu siehst mich!\u201c \u2013 so lautete das Motto des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Berlin und Wittenberg Ende Mai dieses Jahres. Dahinter steht die Geschichte von Hagar, der Magd Saras, der Frau von Abraham. 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