{"id":6291,"date":"2019-04-09T22:53:31","date_gmt":"2019-04-09T20:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=6291"},"modified":"2019-12-18T17:15:39","modified_gmt":"2019-12-18T16:15:39","slug":"es-gibt-nicht-das-marienbild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=6291","title":{"rendered":"Es gibt nicht \u201edas Marienbild\u201c"},"content":{"rendered":"<p>[2019-04-09]<\/p>\n<figure id=\"attachment_6300\" aria-describedby=\"caption-attachment-6300\" style=\"width: 350px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6300\" src=\"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/fa05-4103-458x600.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"459\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/fa05-4103-458x600.jpg 458w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/fa05-4103-781x1024.jpg 781w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/fa05-4103.jpg 926w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6300\" class=\"wp-caption-text\">Pastoralassistent Robert Golderer begr\u00fc\u00dft die G\u00e4ste und den Referenten des Abends.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Unter dem Thema &#8222;Ich sehe dich in tausend Bildern &#8211;\u00a0Mariendarstellungen einst und heute&#8220; stand der letzte Vortrag der Fastenaktion 2019 im Pfarrzentrum Neualm. Pastoralassistend Robert Golderer konnte als \u00fcberaus kompetenten Referenten den Di\u00f6zesankonservator der Erzdi\u00f6zese Salzburg, Pfarrer MMMag. Dr. Roland Kerschbaum begr\u00fc\u00dfen. Nachstehend die wichtigsten Ausschnitte aus dem interessanten Vortrag, die uns vom Referenten dankenswerter Weise \u00fcberlassen wurden.<\/p>\n<h3>Einbegleitung<\/h3>\n<p>Im Gedicht des Romantikers Novalis (Georg Philipp Friedrich von Hardenberg 1772-1801), &#8222;<em>Ich sehe ich in 1000 Bildern<\/em>&#8220; wird Maria lieblich ausgedr\u00fcckt. &#8222;<em>Doch keins von allen kann dich schildern, wie meine Seele dich erblickt. Ich wei\u00df nur, dass der Welt Get\u00fcmmel, seitdem mir wie ein Traum verweht, und ein unendlich s\u00fc\u00dfer Himmel mir ewig im Gem\u00fcte steht &#8230;.<\/em>&#8222;, so weiter im Gedicht.<\/p>\n<p>Maria ist als Mutter vor allem mit ihrem Kind die beliebteste Darstellung in der christlichen Kunst. Unz\u00e4hlige Darstellungsweisen, verschiedene Lebensstationen, theologische Deutungen haben sich so ergeben. Ausschlaggebend daf\u00fcr sind sicher das Wunder ihres Lebens, ihre Begnadung durch Gott, ihr Schicksal zwischen Gl\u00fcck\u00a0und Leid und ihre menschliche N\u00e4he zu Gott.<\/p>\n<p>\u201c1001 Gesichter der Liebe\u201c, so\u00a0lautete etwa 2015 eine Ausstellung im steirischen Di\u00f6zesanmuseum. Geheimnisvolles und zutiefst Menschliches, gr\u00f6\u00dfte Freude und tiefste Trauer haben K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler immer wieder in gro\u00dfartige und ber\u00fchrende Bildwerke gegossen.\u00a0Es gibt ja nicht &#8222;das Marienbild&#8220;, zu jeder Zeit haben sich K\u00fcnstler in verschiedenen Auspr\u00e4gungen, als Spiegel der jeweiligen Theologie und Geisteswelt auseinandergesetzt.<\/p>\n<p>Beim Besuch eines Paters in der Kirche am D\u00fcrrnberg war daher die Frage nicht verwunderlich: &#8222;Welche Maria ist die denn hier die Richtige?&#8220; Ihm gefiel besonders die Prozessionsmadonna und ihre\u00a0Naturhaarfrisur mit Haarspange!<\/p>\n<p>Beim Versuch, in diesem Vortrag anhand von Bildern ein Fresko von Marienbildern zu entwerfen geht Kerschbaum sinngem\u00e4\u00df wie beim Aufbau eines Freskos vor. Ein Fresko braucht guten Untergrund, Grobputz, feuchten Feinputz und dann den Farbauftrag.<\/p>\n<h3>Der &#8222;Grobputz&#8220; &#8211;\u00a0\u00a0Christliche Bilder im Kontext der Theologie und Geistesgeschichte<\/h3>\n<figure id=\"attachment_6299\" aria-describedby=\"caption-attachment-6299\" style=\"width: 350px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6299\" src=\"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/fa05-4096-465x600.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"452\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/fa05-4096-465x600.jpg 465w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/fa05-4096-793x1024.jpg 793w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/fa05-4096.jpg 832w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6299\" class=\"wp-caption-text\">MMMag. Dr. Roland Peter Kerschbaum, Referent des 5. Abends der Fastenaktion 2019 und ein hervorragender Kenner der Kunstszene.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Kunst im Rahmen christlicher Kirchen ist immer ein Spiegel der jeweiligen geistigen Str\u00f6mungen ihrer Zeit. Das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Bilder Mariens in der Kunst, die ja auch im engen Kontext mit den Bildern Jesu Christi stehen.<\/p>\n<p>Das junge Christentum lebte aus dem j\u00fcdischen Bilderverbot und der Naherwartung der Wiederkunft Christi. Aber es \u00f6ffnete sich zunehmend der damaligen hochstehenden Leitkultur des Hellenismus. Man rang um den christlichen Glauben und seine Formulierung in einer Synthese zwischen christlicher Offenbarung, orientalischen Motiven und griechischer Philosophie &#8211; vor allem Platon war hier wichtig als Leitfigur.<\/p>\n<p>Es stellte sich daher die Frage: Darf man sich \u00fcberhaupt ein Bild machen? Entscheidender Impuls f\u00fcr die christliche Kunst wurde die Lehre der Menschwerdung Gottes. Gott wird greifbar, sichtbar, so erlaubt er selbst gleichsam, ihn im Bild darzustellen: Kol 1,15 (Jesus als Ikone des unsichtbaren Gottes). Trotzdem blieben Christusbilder noch lange umstritten: Bilderstreit im Osten als christologischer Streit, auch angefacht durch den bilderlosen Islam. Dieser Vorgang wiederholt sich in der Geschichte immer wieder: Bilderkritik des hl. Bernhard, Bilderkritik vieler Reformatoren, Moderne, usw.<\/p>\n<p>Der Osten schuf das vergeistigte Christusbild, die Ikone und damit verbunden vergeistigte Heiligenbilder und Bilder Mariens: Ikonen als Botschafter des Himmels, sind immer zweidimensional, Abbilder, die auf das Urbild hin weisen.<\/p>\n<p>Verehrung der Bilder laut II. Nicenum 787 bis heute: Verneigung, Kerzen, K\u00fcssen, nicht den R\u00fccken zuwenden, nicht mit verschr\u00e4nkten Armen davor stehen. Maria gilt ab Mitte des 6. Jh.in Ikonen als Zentralgestalt. Als so genannte Lukasbilder gelangten ostkirchliche Ikonen als Schenkung oder Raubgut in den r\u00f6mischen Westen.<\/p>\n<p>\u00dcberschwappen dieser Bildidee auf den Westen: Christus als K\u00f6nig, Pantokrator, als K\u00f6nig auf dem Kreuzesthron. In Parallele dazu findet sich die Thronende Theotokos etwa in S. Maria Maggiore in Rom.<\/p>\n<p><!--nextpage--><br \/>\nIm Hochmittelalter neuer Akzent: Wiederentdeckung des Aristoteles, der Weg weg von platonischer Leibfeindlichkeit, aufgekl\u00e4rte rationale Denkweise, die sich der materiellen Welt zu wendet. F\u00fcr die Kunst wurde die Wende zu Aristoteles schwerwiegend, Bilder und Skulpturen gewinnen an Individualit\u00e4t und Emotion. Der byzantinische\u00a0Kaiserchristus wird vom blut\u00fcberstr\u00f6mten leidenden Schmerzensmann abgel\u00f6st, die thronende Maria von der sch\u00f6nen Madonna und der Pieta. Dieser greifbar gewordene K\u00f6rper steigert sich im Barock. Die Individualisierung der Fr\u00f6mmigkeit, die um sich greifende Mystik, die gesteigerte Marien- und M\u00e4rtyrerverehrung machen die Bilder in der Kirche zu dynamischen Seh- und Farberlebnissen, R\u00e4ume beginnen zu schwingen, Decken und Bildgrenzen werden durch Himmelsvisionen\u00a0aufgerissen. (Ignatius von Loyola: Vorstellen biblischer Szenen,\u00a0hineinleben, Krippen entstehen.)<\/p>\n<ul>\n<li>Christliche Kunst war \u00fcber Jahrhunderte Ausdruck der jeweiligen Geistesgeschichte &#8211; beides Ergebnis eines kreativen Gespr\u00e4chs. Im 19. Jh. kam es hier zu einem einschneidenden Bruch. Das Trauma von Revolutionen und neuen Geisteswelten war Ursache daf\u00fcr, dass sich die kath. Kirche gegen die Moderne gestemmt hat. Auch im ev. Bereich etwa: Eisenacher Regulativ von 1861. Der Dialog mit einem zunehmend selbst\u00e4ndigen Partner wollte nicht mehr gelingen. Historismus als allgemeiner Ausdruck (nicht nur der Kirche) dieser Zeitepoche, wo ber\u00fchmte K\u00fcnstler andere Wege gehen? Was w\u00e4re etwa gewesen, wenn van Gogh den Typus der Madonna von Lourdes gepr\u00e4gt heute oder Monet einen neuen Bildtypus der Immaculata kreiert h\u00e4tte?<\/li>\n<li>Das 20. Jh. zeigt den m\u00fchsamen Versuch des neuen\u00a0Aufeinanderzugehens, das 2. Vaticanum betont ja in Art. 122 von SC: Die Kirche hat niemals einen Stil als ihren eigenen betrachtet. Auch die Kunst unserer Zeit und aller V\u00f6lker und L\u00e4nder soll in der Kirche Freiheit der Aus\u00fcbung haben. Individualisierung der Bilderwelten &#8211; jeder K\u00fcnstler, jede K\u00fcnstlerin ist ein eigener Stil.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Der Feinputz marianischer Theologie als Hintergrundfolie<\/h3>\n<p>Vier katholische Grunddogmen, die gro\u00dfen Einfluss auf die Bilderwelt Mariens haben: Alle vier pr\u00e4gen das Bild Mariens und gehen oft ineinander \u00fcber.<\/p>\n<ul>\n<li>Maria als Jungfrau: Manifestiert in den \u00e4ltesten Glaubensbekenntnissen: Credo von 381: Hat Fleisch angenommen durch den heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden: Die Jungfrau zeigt sich in Bildern von ihrem Tempelgang, Verk\u00fcndigung Heimsuchung, Maria als Betende oder Immaculata.<\/li>\n<li>Maria als Gottesgeb\u00e4rerin &#8211; Streit zwischen Konstantinopel und Alexandria: Der menschgewordene Jesus ist auch der g\u00f6ttliche Jesus &#8211; Maria als Gottesgeb\u00e4rerin 431 in Ephesus bezeichnet: Sie ist nicht also nicht nur Christusgeb\u00e4rerin. Diese beiden Begriffe waren damals im Osten hei\u00df diskutiert, die Leute redeten sich an den Stammtischen die K\u00f6pfe hei\u00df und Marktfrauen warfen sich die Krautk\u00f6pfe nach, so engagiert wurde damals gestritten, das Volk hat dann vielfach gejubelt. Ein autonomes Marienbild nimmt ab diesem Datum seinen Anfang im\u00a0Gro\u00dfen und Ganzen. Bis dahin wurde Maria im Zusammenhang christologischer Themen dargestellt (Sarkophagplastik, Themen Epiphanie, Geburt Christi etc.). Es folgen Darstellungen der Gottesmutter mit Kind, als lebendiger Thron, als stillende, als k\u00f6nigliche Mutter. Maria als Kirchenpatrozinium entsteht (in Byzanz 32 Kirchen vor dem Bilderstreit Maria geweiht, in unserem Land Maria als h\u00e4ufigstes Patronat. Bei uns seit dem fr\u00fchen 8. Jh. im Stift Nonnberg als \u00e4lteste Maria geweihte Kirche.<\/li>\n<li>Die beiden weiteren Dogmen haben sich jahrhundertelang entwickelt und\u00a0wurden erst im 19. und 20. Jh. lehramtlich endg\u00fcltig ausgesprochen: Unbefleckte Empf\u00e4ngnis (1854) und Aufnahme in den Himmel mit Leib und Seele (1950) &#8211; die wichtigsten Bildtypen aber bereits in der Barockzeit:\u00a0 Immaculata und Assumptio Mariae. Danach die\u00a0Damenmadonnen von Lourdes und Fatima.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die Farben des Freskos &#8211; Bildkritik in Geschichte und Gegenwart<\/h3>\n<p>Auf diesem Hintergrundputz sollen nun die Farben des Freskos aufgetragen werden, viele verschiedene Farben einer Gestalt des Glaubens in den Farben ihrer jeweiligen Zeit und Geistesgeschichte.<\/p>\n<ul>\n<li>Nicenum II 787 spricht von der rechten Bilderverehrung: \u201cW<em>ir beschlie\u00dfen, die ehrw\u00fcrdigen und heiligen Bilder anzubringen, dies gilt f\u00fcr das Bild unseres Herrn und Gottes und Erl\u00f6sers Jesus Christus, unserer unbefleckten Herrin, der heiligen Gottesgeb\u00e4rerin, der ehrw\u00fcrdigen Engel und aller heiligen und frommen Menschen. Je h\u00e4ufiger sie n\u00e4mlich durch eine bildliche Darstellung angeschaut werden, desto h\u00e4ufiger werden die Betrachter emporgerichtet zur Erinnerung an die Urbilder und zur Sehnsucht nach ihnen, dass sie diesen einen Gru\u00df und achtungsvolle Verehrung zuwenden, nicht jedoch die nach unserem Glauben wahre Anbetung, die allein der g\u00f6ttlichen Natur zukommt. Denn die Verehrung des Bildes geht \u00fcber auf das Urbild, und wer das Bild verehrt, verehrt in ihm die Person des darin Abgebildeten.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>Der Westen war hier pragmatischer: Quattuor libri Carolini des Theodulf von Orleans im Auftrag Karls des Gro\u00dfen nach 787 als Antwort auf Nicenum (Hier gab es Missverst\u00e4ndnisse durch falsche \u00dcbersetzungen und den Unterschied zwischen Verehrung und Anbetung). Bilder und Statuen sind zur Belehrung des Volkes, sie sind Schmuck der Braut Christi. Kultger\u00e4t und Kirchenschmuck ist Ausdruck der unsichtbaren Herrlichkeit, das hinweist auf die k\u00fcnftige Herrlichkeit Gottes.\u00a0Bildkritik Bernhards gegen Abt Suger und die Bilderflut: \u201e<em>Was macht das Gold im Heiligtum? Es ist ein Kreuz aus Holz und nicht eines aus Silber gewesen, das die Welt erl\u00f6ste!<\/em>\u201c Kritik gegen Bauzierde, Gem\u00e4lde auf Fenstern &#8211; um 1130 Verbot von Skulpturen Malereien und Bildern, erlaubt sind nur Altarkreuze aus Holz und ein Bild der Gottesmutter Maria, da praktisch fast alle Ordenskirchen Marienkirchen waren.<\/li>\n<li>Bildkritik der Reformatoren: Ablehnung der Bilder durch Andreas Bodenstein, Karlstadt und Johannes Calvin, Bildersturm.<br \/>\nLuther ist gegen eine solche St\u00fcrmerei: Acht Predigten 1522 gegen Bildersturm. In der vierten Predigt geht es um Verurteilung eines auf Bildern gesetzten Heilsvertrauens und einer magischen Verehrung derselben, aber: Der vern\u00fcnftige Mensch sei in der Lage, zwischen Bild und Abgebildetem zu unterscheiden, er kann sich in rechter Weise vor dem G\u00f6tzendienst h\u00fcten: \u201e<em>Das Kruzifix das ich da sehe ist mein Gott nicht, denn mein Gott ist im Himmel, es ist nur ein Zeichen<\/em>\u201c. Bilder sind also n\u00fctzlich zur Ged\u00e4chtnis\u00fcbung und Erregung frommer Vorstellungen. Nicht die Bilder\u00a0sind schlecht, sondern nur ihr schlechter Gebrauch\u00a0 so blieben f\u00fcr<br \/>\nLuther auch Bildthemen der christlichen Kunst weiterhin relevant, Schmerzensmannbilder Cranachs oder umgewandelte marianische Bilder, vgl. Holzschnitt aus Rhaus Lustgarten der Seele 1558 (Georg Rhau, Wittenberger Verleger):<br \/>\nVorrede: Bilder sind f\u00fcr Kinder n\u00fctzliches Hilfsmittel, Zweitverwendung von Cranachs Holzschnitten von 1509, geschaffen f\u00fcr das Wittenberger Heiligtumsbuch 1509 (kath. Reliquienkult), Maria wird gleich dargestellt, mit anderer Beischrift: Man soll Maria nicht wie bei den Papisten abg\u00f6ttisch anrufen, sie verleiht keine Gnade, sondern hat Gnade bei Gott gefunden. Das deckt sich mit Luther, Magnificatauslegung von 1521: Maria ist nicht voll der Gnade: \u201e<em>Da m\u00fcsse man an ein Fass denken, das mit Gnade gef\u00fcllt sei wie mit Bier<\/em>.\u201c Es muss hei\u00dfen: &#8230;von Gott begnadet, Gnade nicht als Besitz sondern Geschenk. Luther empfiehlt hier K\u00fcnstlern, Maria darzustellen \u201e<em>wie die g\u00f6ttlich Gnade mit ihrer Unw\u00fcrdigkeit zusammen kummen sint<\/em>\u201c. Ein Bild Mariens mit dem Kinde hatte Luther in seinem Arbeitszimmer.<\/li>\n<li>Changieren zwischen Mutter und Madonnendarstellungen in der prot. Kunst. Maria als Muster aller M\u00fctter in N\u00f6ten, Freuden und Sorgen (vgl. Barthel Behams Maria in der Fensternische als Genrebild &#8211; um 1529).<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h3>Marienbilder einst und jetzt &#8211; ausgew\u00e4hlte Bildtypen anhand von Beispielen<\/h3>\n<p>Am Beispiel von rund 40 Bildern \u00fcber Mariendarstellungen wurde in gro\u00dfen Z\u00fcgen die Entwicklung der Bilder und Plstiken weiter er\u00f6rtert. Aus Platzgr\u00fcnden k\u00f6nnen wir diese Bilder leider nicht aufnehmen, die Inhalten sollen aber dennoch diese &#8222;Bilderreise&#8220; nachvollziehbar machen (ggfs. bei Interesse bitte selbst nach den Bildern im Internet recherchieren!).<\/p>\n<ul>\n<li>Marienikonen<br \/>\nBekanntester von vielen Grundtypen ist die Hodegetria: Maria tr\u00e4gt Kind auf linkem Arm, benannt nach Standort Hodegon in Byzanz als Wegf\u00fchrerin, ihre Rechte weist h\u00e4ufig auf den Weg, auf Christus hin, kommt in vielen Varianten in den Westen! Weitere Bekannte sind die Eleousa und die Glykophylousa, die die Grundlage f\u00fcr die westlichen Gnadenbilder Maria Hilf und Mutter vom guten Rat bilden, daneben Galaktotrophousa, stillende Muttergottes.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Bild von Wiener Michaelerkirche Gnadenbild Maria Candia um 1540 (seit 1672 in der Michaelerkirche, aus Candia (Herakleion\/Kreta) 1669<br \/>\n&#8211;\u00a0 Bild aus St. Peter Abteivorraum zum Gobelinzimmer<br \/>\n&#8211;\u00a0 Salzburg St. Michael um 1770 nach Typus Hodegetria<br \/>\n&#8211;\u00a0 Haag, Nieder\u00f6sterreich &#8211; Typus der Gottesmutter von Wladimir<\/li>\n<li>Thronende Mutter Gottes Statuen<br \/>\nHinweis auf Dogmengeschichte seit 431! Thronende Muttergottes als wichtigstes Bildthema bis ins 13. Jh. in Parallele zum Pantokrator. Maria als Sitz der Weisheit, Erinnerung an Thron Salomos. Maria sitzt auf dem Thron, wird selbst zum Thron f\u00fcr ihren Sohn Jesus Christus.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Serfauser Madonna, 11\/12. Jh.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Spital am Semmering, romanisch gotisches Gnadenbild<\/li>\n<li>Sch\u00f6ne Madonnen<br \/>\nGe\u00e4ndertes Stilempfinden seit der Hochgotik, der Mensch wird wichtig, Gef\u00fchle, Emotionen, Figuren treten miteinander in Beziehung, Blicke etc. Der internationale Stil um 1400 tut dazu ein \u00dcbriges, Anmut, W\u00fcrde und Sch\u00f6nheit &#8211; war es in der Minne die hohe Frau, so wird Maria nun theologisch in Auslegung des Hoheliedes als sch\u00f6nste der Frauen besungen und dargestellt.<br \/>\n&#8211; Altenmarkter Madonna vor 1393<br \/>\n&#8211; Aigener Madonna aus dem M\u00fchlkreis um 1410, Stift Schl\u00e4gl<\/li>\n<li>Das Leiden Mariens &#8211; die Pieta<br \/>\nUm 1300 Entwicklung dieses Bildtypus, Vesperbild, Pieta, herausgel\u00f6st aus der Trauer unter dem Kreuz als mystisches Betrachtungsbild. Maria als Vorbild des Miterleidens, Ausbildung verschiedener Typen im Lauf der Geschichte mit Verbreitung bis in die Gegenwart.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Altenmarkt im Pongau um 1400 Kunststein<br \/>\n&#8211;\u00a0 Scheffau St. Ulrich, sp\u00e4tgotisch 16. Jh.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Rattenberg, Pfarrkirche St. Virgil um 1420<br \/>\n&#8211;\u00a0 sp\u00e4tere Beispiele: Admont: Pieta von Josef Stammei 1763<br \/>\n&#8211;\u00a0 Eisenstadt Dom: Bronzepieta nach Anton Hanak (1925\/26 in Gips, gegossen 1959)<br \/>\n&#8211;\u00a0 Gosau Pfarrkirche, Farbglasfenster 2001 von Choi Yong Shim aus Korea (Christus am Kreuz, Dreifaltigkeit und Pieta unten)<\/li>\n<li>Mittelalterliche Gnadenbilder<br \/>\nAb 14\/15. Jh. Entstehung vieler marianischer Wallfahrtsorte (bei uns Gro\u00dfgmain, D\u00fcrrnberg, Mariapfarr etc&#8230;) Menschen sp\u00fcren: Eine h\u00f6here Kraft ist mir beigestanden, Himmel und Erde ber\u00fchren sich an solchen Pl\u00e4tzen &#8211; Statuen der Muttergottes mit dem menschgewordenen Gottessohn passen exakt, auch Pieta des Leidens (wie sp\u00e4ter Maria Luggau z.B.). Zentren der Fr\u00f6mmigkeit entstehen, freilich mit Ausw\u00fcchsen, in der Barockzeit Wiederbelebung, Maria als Typus des glaubenden Menschen, sie wurde neben der Eucharistie zum Symbol f\u00fcr die Besonderheiten des erneuert Katholischen. (Prozentuell die meisten sind Statuen, kaum anfangs Bilder wie in der Ostkirche!)<br \/>\n&#8211;\u00a0 Maria Kirchental: Jesuskind mit Distelfink, 15. Jh.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Frauenberg bei Admont um 1420\/30<\/li>\n<li>Die Mondsichelmadonna<br \/>\nFu\u00dfend auf Offb 12, Frau auf dem Mond, mit 12 Sternen auf ihrem Haupt, bekleidet mit Sonne. Auslegung zun\u00e4chst auf Kirche, seit 12. Jh. auf Maria \u00fcbertragen, gegen Ende 14, Jh, neuer Bildtypus, pulchra ut luna, electa ut sol. Mondsichel als marianisches Symbol, Zeichen der Reinheit und Sch\u00f6nheit. Manchmal hat Mond Gesicht, auch T\u00fcrkengesicht; seit ausgehendem 15. Jh. T\u00fcrkenmadonna mit anderer Sto\u00dfrichtung im Sinne einer Maria vom Siege.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Kitzb\u00fchel, Katharinenkirche um 1470<br \/>\n&#8211;\u00a0 Stuhlfelden, sp\u00e4tgotische Madonna um 148<\/li>\n<li>Immaculata<br \/>\nGlaubensgeheimnis seit der Fr\u00fchzeit mit Parallelen zur apokalyptischen Frau: Maria auf Kugel, mit Fu\u00df auf Mondsichel und Kopf der Schlange, 12 Sterne auf Haupt, vgl. Gen 3,15: Protoevangelium: Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse. Seit den V\u00e4tern auf Christus, nun auf Maria umgedeutet. Paradiesesschlange und apokal. Drache fallen zusammen. Bildtypus von Spanien ausgehend (El Greco, Murillo, la purissima)<br \/>\n&#8211;\u00a0 Admont Stiftskirche: Martin Altomonte, Immaculata von 1726<br \/>\n&#8211;\u00a0 Salzburg Gnigl: Maria Immaculata zugleich Wessobrunner Bild von 1735 ca.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Schwarzach: Altarblatt von Wolfram K\u00f6berl 1972, Pfarrkirche mit Benedikt und Vinzenz von Paul<\/li>\n<li>Die Himmelfahrt Mariens, heute Aufnahme Mariens in den Himmel<br \/>\nZweites wichtiges Thema barocker Marienbildkunst, ausgehend von Tizians Assunta von S. Maria Gloriosa die Frari (1516-18), l\u00f6st den ma. und orth. Marientod als Bildthema der Aufnahme Mariens in den Himmel zunehmend ab.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Obereching, Maria Himmelfahrt 18. Jh. Emporenbr\u00fcstung 1692<\/li>\n<li>Maria vom Sieg<br \/>\nBeliebtes Thema im Zeitalter der Gegenreformation und kath. Reform als Variante der Immaculata: Maria auf Weltkugel, mit Jesuskind, Kreuzstab, der die Schlange t\u00f6tet; barockes Pathos und Dramatik, spielerische Auseinandersetzung zwischen Gut und B\u00f6se &#8211; Ausdruck der Aussichtslosigkeit und Endg\u00fcltigkeit der Niederlage des B\u00f6sen! (Ignaz G\u00fcnther, Weyarn 1760!)<br \/>\n&#8211;\u00a0 Eisenstadt, Dom Maria vom Sieg von Stephan Dorfmeister 1777.<\/li>\n<li>Barocke Gnadenbilder<br \/>\nNeubelebung mittelalterlicher Praxis an alten und neuen Orten, flankiert durch zahlreiche Bruderschaften, Wallfahrten, Bittg\u00e4ngen etc.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Kitzb\u00fchel, Kopie von Mariahilf aus Innsbruck, Kopie nach Lukas Cranach von ca. 1630, Original gemalt von Lucas Cranach d.\u00c4. nach 1537<br \/>\n&#8211;\u00a0 B\u00f6ckstein, Maria vom guten Rat von Rosa Elagenauer 1765\/66, Vorbild in Gennazano bei Rom, wundersam \u00fcbertragen 1467 von Skutari, Albanien<br \/>\n&#8211;\u00a0 Absam: Gnadenbild von 1797 auf Fensterglas nach Vision Rosina Puechers.<\/li>\n<li>Maria von der wundert\u00e4tigen Medaille und Lourdesmadonna<br \/>\nUnsere liebe Frau von der wundert\u00e4tigen Medaille entstanden als Bild 1832 nach der Vision von 1830 von Katharina Laboure &#8211; Typus Immaculata. Lourdesmadonna, nach Visionen von Bernadette Soubirous 1858 entworfen von Prof. Joseph-EIugues Fabisch (1812-1886) aus Lyon 1864. In Salzburg gr\u00f6\u00dfte Lourdeskapelle in Forstau 1892\/93<br \/>\n&#8211;\u00a0 Wals : Maria von der wundert\u00e4tigen Medaille, Sebastian Stief 1856<br \/>\n&#8211;\u00a0 Uttendorf, Lourdesgrotte<\/li>\n<li>Marienbilder des 20. und 21. Jahrhunderts<br \/>\nVerschiedenste Zug\u00e4nge von K\u00fcnstlern zum Thema Maria<br \/>\n&#8211;\u00a0 Morzg, Anton Faistauer, 1922\/23 Verk\u00fcndigung<br \/>\n&#8211;\u00a0 Neukirchen am Gr.: Maria Himmelfahrt von Wolfram K\u00f6berl 1955<br \/>\n&#8211;\u00a0 Lung\u00f6tz, Farbglasfenster von Albert Birkle 1965 Maria K\u00f6nigin des Himmels<br \/>\n&#8211;\u00a0 Anif, Muttergottes von Jakob Adlhart 1969<br \/>\n&#8211;\u00a0 Graz Stra\u00dfgang, Schlosskirche St. Martin, Bronzegruppe, Alexander Silveri 1976 (vgl. St. Andr\u00e4kirche Sbg.)<br \/>\n&#8211;\u00a0 Tragwein Ober\u00f6sterreich, Pfarrkirche Schutzmantelmadonna, Keramik von Jakob Kopp 1981.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Hopfgarten, Marienkapelle von Frau Soja Litwinowa in Enkaustiktechnik 1995.<br \/>\n&#8211;\u00a0 Graz, evangelische Friedhofskapelle (2002), Maria und Johannes unter dem Kreuz<br \/>\n&#8211;\u00a0 Absam, Bildtafeln zur Heilsgschichte im Kirchhof von Jutta Katharina Kiechl 2010<br \/>\n&#8211;\u00a0 Wattens, Einzelszene aus dem neuen Magnificatweg 2008<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h3>Zusammenfassung und Schluss &#8211; ein Marienbild f\u00fcr heute?<\/h3>\n<p>2003 gab es im EB M\u00fcnchen Freising einen Wettbewerb unter dem Motto: <em>Madonna &#8211; ein Marienbild f\u00fcr heute<\/em>. Gesucht wurden marianische Motive f\u00fcr konkrete Bauprojekte und f\u00fcr allgemeine Themen wie ein Marienbild f\u00fcr eine Br\u00fccke, einen bestimmten Pfarrplatz, einen Wohnraum oder eine kath. Kirche. In der Einleitung zu diesem Wettbewerb schreibt der damalige Museumsdirektor von Freising Peter Steiner:<br \/>\n\u201e Das Bild der Muttergottes hat sich in den 1800 Jahren seiner Geschichte reich entfaltet. Urspr\u00fcnglich feiert es die Menschwerdung Gottes. Jedes Bild der Muttergottes, mit dem Kind auf dem Scho\u00df oder dem Arm, mit dem toten Sohn auf dem Scho\u00df oder unter dem Kreuz stehend ist ein Gottesbild, ein Bild des Mensch gewordenen Gottes. Das Bild der Muttergottes veranschaulicht Inkarnation, Erl\u00f6sung, Liebe, Trost und Frieden oder Klage und Trauer. Es erinnert daran, dass Mann und Frau Ebenbild Gottes sind und bejaht die Sch\u00f6pfung und das Leben. Maria als erste der an Christus Glaubenden, als starke selbstbewusste Frau ist auf der Grundlage des Neuen Testaments und des Frauenbildes von heute neu zu entdecken. Im Vergleich dazu scheinen die Motive traditioneller Andacht:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Himmelsk\u00f6nigin,\u00a0\u00a0 Maienk\u00f6nigen,\u00a0Rosenkranzk\u00f6nigin, Schutzmantel und die Bilder von Marienerscheinungen weniger geeignet als Vorbilder f\u00fcr ein Marienbild von heute. Sie sind nicht ausgeschlossen, sollen aber vor dem Hintergrund der Bibel und heutiger Lebenserfahrung kritisch hinterfragt werden.\u201c\u00a0Ich denke, diesen Zeilen kann man auch nach rund 15 Jahren noch viel abgewinnen; das Marienbild von heute braucht geerdete Lebensfarben von heute.<\/p>\n<p><em>Ich sehe dich in tausend Bildern,\u00a0<\/em>mit diesem Gedichtvers hat Roland Kerschbaum seine fragmentarischen Betrachtungen begonnen, und und kehrt am Schluss wieder dahin zur\u00fcck. Es gibt nicht &#8222;das Marienbild&#8220;. Es gibt viele Bilder, Zug\u00e4nge, Hinweise, Spuren. Bilder k\u00f6nnen nie das Ganze offenbaren, vielmehr offenbaren sie zuallererst die Suche nach Bildern, die Sehnsucht des Menschen nach ihnen.\u00a0Einige Marienbilder haben wir an diesem Abend gesehen, was w\u00fcrde Maria wohl selbst zu diesen Bildern sagen?<\/p>\n<p>Der Schweizer Pfarrer Kurt Marti (1921-2017) hat sich dar\u00fcber Gedanken gemacht, der Referenbt zitierte stark gek\u00fcrzt aus seinem Gedicht \u201eUnd Maria\u201c:<br \/>\nsp\u00e4ter viel sp\u00e4ter<br \/>\nblickte Maria ratlos von den alt\u00e4ren<br \/>\nauf die sie gestellt worden war<br \/>\nund sie glaubte an eine Verwechslung als sie<br \/>\nzur jungfrau hochgelobt wurde<br \/>\nund sie bangte um ihren verstand<br \/>\nals immer mehr leute auf die knie fielen vor ihr.<br \/>\nund maria trat aus ihren bildern und kletterte<br \/>\nvon ihren alt\u00e4ren herab&#8230;<br \/>\nund sie war und sie ist<br \/>\nvielleibig vielstimmig<br \/>\ndie subversive hoffnung<br \/>\nihres gesangs.<\/p>\n<p>M\u00f6ge es also vielleibig &#8211; vielstimmig, und im Sinne des Bildes vom Fresko vielfarbig weitergehen. Wichtig sind ja unsere Lebensfarben, die sich in den Bildern von heute und morgen finden sollen.<\/p>\n<p>M\u00f6gen wir in einem Zeitalter der Bilderfluten das Schauen nicht verlernen. Wir sehen und registrieren viel, aber das Schauen geht tiefer, kann hinabsteigen in die H\u00e4user unserer Seelen, damit unser Inneres anger\u00fchrt wird, damit ein Bild wieder zu uns sprechen kann, wie es Elias Canetti einmal formuliert hat:\u00a0Ein Weg zur Wirklichkeit geht \u00fcber Bilder. Das Bild braucht die Erfahrung des Menschen, um zu erwachen. So erkl\u00e4rt es sich, dass Bilder w\u00e4hrend Generationen schlummern, weil keiner sie mit der Erfahrung ansehen kann, die sie weckt.<\/p>\n<p><em>Alle Beitr\u00e4ge der Fastenaktion 2019 zum Nachlesen:<\/em><br \/>\n[table id=9 \/]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[2019-04-09] Unter dem Thema &#8222;Ich sehe dich in tausend Bildern &#8211;\u00a0Mariendarstellungen einst und heute&#8220; stand der letzte Vortrag der Fastenaktion 2019 im Pfarrzentrum Neualm. Pastoralassistend Robert Golderer konnte als \u00fcberaus kompetenten Referenten den Di\u00f6zesankonservator der <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=6291\" title=\"Es gibt nicht \u201edas Marienbild\u201c\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":8,"featured_media":6301,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":{"0":"post-6291","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-fastenaktion-archiv"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6291"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6291\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6355,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6291\/revisions\/6355"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6301"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}