{"id":6577,"date":"2019-07-26T00:00:57","date_gmt":"2019-07-25T22:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=6577"},"modified":"2019-07-05T13:26:16","modified_gmt":"2019-07-05T11:26:16","slug":"von-kleinen-wunderbaren-worten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=6577","title":{"rendered":"Von kleinen wunderbaren Worten"},"content":{"rendered":"<p>[2019-07-25]<\/p>\n<p>Es war einmal ein Junge, sein Name war Sebastian. Er lebte in einem Kinderheim in Kolumbien. Sebastians Eltern waren bei einem Unfall gestorben und er hatte leider keine anderen Verwandten.<\/p>\n<p>Darum lebte er in einem kleinen bescheidenen Kinderheim. Das Leben dort war ganz gut. Er lernte schreiben und lesen, hatte genug zu essen und viele Freunde. Aber Sebastian w\u00fcnschte sich aus ganzem Herzen eine gro\u00dfe Familie. Er wollte viele Geschwister und vor allem eine Mutter und einen Vater. Im Kinderheim ging es ihm zwar gut, aber eine Mama und einen Papa zu haben, die immer f\u00fcr einen da sind und ihn lieben um seinetwillen, das war das Gr\u00f6\u00dfte und Beste, das er sich w\u00fcnschen konnte. Und nat\u00fcrlich w\u00fcnschte er sich auch viele Geschwister.<\/p>\n<p>Was er anfangs nicht wusste war, dass das Kinderheim bei einem tollen Urlaubsprogramm mitmachte. Das Programm sah vor, dass ein paar Kinder 5 Wochen bei einer Familie in den USA verbringen sollten. Sebastian wurde von Jo Ben und Amanda Barkey auserw\u00e4hlt und so kam es, dass dieser kleine Junge 5 Wochen bei der Familie Barkey in Kalifornien verbringen sollte. Die Familie Barkey hatte auch 4 Kinder: Asher, Judah, Mishayla und Jamie.<\/p>\n<p>Anfangs war Sebastian sehr aufgeregt und wusste nicht, was auf ihn zukam. Er setzte sich ins Flugzeug und kam in den USA an. Mrs. und Mr. Baker warteten schon aufgeregt am Flughafen, und Sebastian wirkte etwas verunsichert. Als sie sich kennengelernt hatten und die Eltern mit Sebastian zu sich nach Hause fuhren, wurde er schon etwas lockerer und er begann sich wohler zu f\u00fchlen. Als sich jedoch die Haust\u00fcr \u00f6ffnete, wurde ihm ganz warm ums Herz! Die vier Kinder der Barkeys st\u00fcrmten auf ihn zu und behandelten ihn, als wenn sie Sebastian schon ewig kennen w\u00fcrden und einfach schon lange nicht mehr gesehen hatten.<\/p>\n<p>Sebastian bl\u00fchte auf und es waren die sch\u00f6nsten Wochen seines Lebens.\u00a0Sie machten tolle Ausfl\u00fcge. Die Familie zeigte ihm viel von Kalifornien und\u00a0von ihrem Leben dort. Sie gingen auf den Spielplatz, machten Spiele-Abende, kochten und a\u00dfen zusammen und er hatte sogar sein eigenes Zimmer, um sich zur\u00fcckziehen zu k\u00f6nnen. Sebastian hatte von Anfang an das Gef\u00fchl, zu dieser Familie dazuzugeh\u00f6ren und nicht nur ein Gast auf Zeit zu sein. F\u00fcr Sebastian war das alles \u00fcberw\u00e4ltigend und er betete zu Gott, dass die Zeit nie vergeht und er f\u00fcr immer bei den Barkeys bleiben k\u00f6nnte. Aber leider verging die Zeit\u00a0wie im Flug und Sebastian musste schweren Herzens seine Koffer packen, umwieder nach Kolumbien zur\u00fcck zu fliegen. Auch die Kinder der Barkeys wurdensehr traurig, als Sebastian sie wieder verlassen musste und nun standen alle am Flughafen, lagen sich in den Armen und weinten, weil Sebastian gehen musste.<\/p>\n<p>Als die Familie wieder zu Hause war und der Alltag einkehrte, merkten sie, welch gro\u00dfes Loch Sebastian bei ihnen hinterlie\u00df und wie sehr er ihnen fehlte. Amanda und Jo Ben redeten lange miteinander und diskutierten viel mit ihren Kindern. Zuerst wollten die Eltern die Kinder tr\u00f6sten und versprachen bald in Kolumbien Urlaub zu machen, um Sebastian wieder zu besuchen, doch schnell wurde der Familie klar, dass das f\u00fcr sie zu wenig gewesen w\u00e4re. Sie hatten alle diesen kleinen Jungen sosehr in ihr Herz geschlossen, dass sie beschlossen, Sebastian f\u00fcr immer zur\u00fcckzuholen. Somit beschlossen die Barkeys, Sebastian zu adoptieren.\u00a0Nachdem alle rechtlichen Fragen gekl\u00e4rt wurden und nichts mehr der Adoption im Wege stand und auch die Immigration des Jungen in die USA genehmigt wurde, riefen sie per Videotelefon bei Sebastian im Kinderheim an.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit verbrachte Sebastian seine Zeit wieder im Kinderheim, aber er sehnte sich nach der Familie zur\u00fcck. Er haderte etwas mit Gott und fragte sich, warum er seine Gebete nicht erh\u00f6rte, denn er w\u00fcnschte sich\u00a0doch nicht allzu viel, oder? Aber er f\u00fcgte sich doch seinem Schicksal und ging wieder zur Schule und lebte weiter im Kinderheim. Doch eines Tages kam die Heimleiterin zu ihm und meinte, dass er sofort kommen m\u00fcsse, er wird am Telefon verlangt.\u00a0Nun sa\u00df er da, sah die Familie auf dem Bildschirm und konnte kaum seinen Ohren und Augen trauen, als die Kinder ihre Bilder in die Luft hielten und Jo Ben fragte: \u201eM\u00f6chtest du f\u00fcr immer bei uns leben und ein Teil unserer Familie werden?\u201c. Sebastian rief: \u201eJA\u201c und alle lachten und weinten gleichzeitig.<\/p>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter flog die ganze Familie Barkey zusammen nach Kolumbien,um Sebastian abzuholen. Sie blieben ein paar Tage dort und schlie\u00dflich nahmen sie ihren \u201aneuen Sohn\u2018 mit nach Hause nach Kalifornien. Sebastian wird wohl niemals diese Worte vergessen, die ihm so gut taten, und sein Leben ein f\u00fcr alle Mal komplett ver\u00e4nderten. Er bekam alles, was er sich so sehnlichst gew\u00fcnscht hatte, und ich denke, auch Gott hat alles mit einem kleinen L\u00e4cheln beobachtet.<\/p>\n<p><em>Yvonne Ennsmann<\/em> (nach einer wahren Geschichte)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[2019-07-25] Es war einmal ein Junge, sein Name war Sebastian. Er lebte in einem Kinderheim in Kolumbien. Sebastians Eltern waren bei einem Unfall gestorben und er hatte leider keine anderen Verwandten. 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