{"id":6750,"date":"2019-10-11T00:00:05","date_gmt":"2019-10-10T22:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=6750"},"modified":"2019-10-05T16:24:18","modified_gmt":"2019-10-05T14:24:18","slug":"einfach-nach-hause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=6750","title":{"rendered":"Einfach nach Hause"},"content":{"rendered":"<p>[2019-10-10]<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6751 aligncenter\" src=\"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/kitten-3669244_1280-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/kitten-3669244_1280-600x400.jpg 600w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/kitten-3669244_1280-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/kitten-3669244_1280.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/>Es war ein wundersch\u00f6ner hei\u00dfer Sommertag. Cindy unser K\u00e4tzchen ist mittlerweile erwachsen geworden. Bei Menschenkindern dauert das sehr lange, aber Katzen sind mit einem Jahr schon erwachsen.\u00a0Cindy wurde es viel zu hei\u00df und beschloss deswegen in den Wald zu gehen, weil ihre Mutter sagte, dass es im Wald immer sch\u00f6n k\u00fchl sei. Durch die hohen B\u00e4ume gab es ein riesiges Bl\u00e4tterdach und unterhalb war es deswegen angenehm k\u00fchl, anstatt in der prallen Sonne zu schwitzen.<\/p>\n<p>Cindy hatte schon eine Menge Tiere im Wald getroffen: einen Feldhasen, eine Spitzmaus, eine Ringelnatter, ein Reh und einen Feuersalamander und alles war sehr aufregend! Die Spitzmaus zum Beispiel f\u00fcrchtete sich sehr vor ihr, weil sie dachte Cindy w\u00fcrde sie fressen und alle anderen behandelten sie anfangs so, als w\u00fcrde sie kein Tier sondern ein Mensch sein. Das Reh fragte zuerst: \u201cWirst du auf mich schie\u00dfen?\u201c Und die Ringelnatter wollte wissen, ob sie sie zertreten w\u00fcrde, aber Cindy konnte jedes Mal die Wogen gl\u00e4tten und schlie\u00dflich vertrauten die Waldtiere ihr und unterhielten sich ein bisschen mit ihr. Der Feldhase erz\u00e4hlte ihr von einer Stra\u00dfe ganz oben im Wald, von der man einen wundersch\u00f6nen Ausblick \u00fcber Salzburg hatte und den wollte sich Cindy auf keinen Fall entgehen lassen. Also ging sie immer weiter und weiter, aber sie konnte dieses Plateau nicht finden. Etwas verzweifelt sah sie sich um und hatte Gl\u00fcck. Ein Eichh\u00f6rnchen war gerade dabei hoch oben am Baum eine Nuss zu fressen, als Cindy zu ihm hinaufrief: \u201eHe du, Eichh\u00f6rnchen! Ja dich mein\u2018 ich. Komm doch mal runter, dass ich nicht so schreien muss!\u201c Das Eichh\u00f6rnchen grinste: \u201eJa genau, und kaum bin ich dann unten, wirst du mich fangen und fressen! Ich bin doch nicht von gestern!\u201c \u201eAber nein, Ehrenwort!\u201c, antwortete die Katze, \u201eIch will dich doch nur nach dem Weg fragen, von wo aus man Salzburg sehen kann!\u201c \u201eAch so, ich zeig ihn dir, lauf mir einfach nach. Er ist gleich da hinten und ich muss sowieso in die Richtung. Wenn du erlaubst, bleib\u2018 ich aber lieber auf dem Baum, immerhin ist \u201aVorsicht die Mutter der Porzellankiste\u2018\u201c, erwiderte das Eichh\u00f6rnchen. \u201eH\u00e4? Sie ist was? Ich versteh\u2018nur Bahnhof?\u201c, fragte Cindy verwirrt. \u201eBahnhof?\u201c, fragte das Eichh\u00f6rnchen, \u201cach vergiss es, nicht so wichtig&#8230;\u201c. Das Eichh\u00f6rnchen sprang von Baum zu Baum undCindy lief am Waldboden dem H\u00f6rnchen hinterher.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich, nach zwei Kurven kamen sie auf die richtige Stra\u00dfe und 5 Minuten sp\u00e4ter konnte unsere Katze den wundervollen Ausblick vom Eberstein \u00fcber Salzburg genie\u00dfen.\u00a0Nach einer Weile des Tr\u00e4umens hielt sie Ausschau nach dem Eichh\u00f6rnchen, aber es war verschwunden. Sie hatte vor lauter Staunen nicht mal bemerkt, dass es sich bereits verabschiedet hatte und seiner Wege ging.<\/p>\n<p>Der Tag verging schnell und die Sonne stand bereits tief, als Cindy sich aufmachte nach Hause zu gehen. Sie erinnerte sich zum Gl\u00fcck an den Weg bis zu dem Punkt, an dem sie das Eichh\u00f6rnchen traf, aber dann sah sie sich um und wusste einfach nicht mehr weiter. \u201cSo was Bl\u00f6des! Was mach\u2018 ich jetzt nur?\u201c, murmelte sie etwas verzweifelt. Sie entschied sich f\u00fcr einen Weg, doch nachdem sie einige Zeit unterwegs war, merkte sie, dass sie im Kreis herumgelaufen war und wieder an derselben Stelle stand wie eine halbe Stunde zuvor. \u201eOh Gott, bitte bring mich doch nach Hause, ich m\u00f6chte endlich wieder in mein sch\u00f6nes gem\u00fctliches Zuhause! Warum kann ich mich nicht an den richtigen Weg erinnern?\u201c, seufzte sie und begann zu weinen. Das machte einen kleinen Marder auf sie aufmerksam, der sich ihr neugierig n\u00e4herte. \u201eWas ist los? Wieso weinst du?\u201c, fragte er. \u201eIch hab\u2018 mich verlaufen\u201c, heulte Cindy los, \u201eIch kann mich an den Weg zu meiner Siedlung, meinem Zuhause nicht mehr erinnern und jetzt wird es schon dunkel und ich hab Hunger und bin sooo m\u00fcde.\u201c \u201eHm, Siedlung\u201c, \u00fcberlegte der Marder, \u201eIst das die, wo dieser wei\u00dfe Bus mit diesen wunderbaren leckeren Kabeln steht?\u201c, fragte derMarder. \u201eJa genau, der geh\u00f6rt dem Vater meiner besten Freundin Katharina\u201c, sagte Cindy in der Hoffnung, es sei derselbe, von dem der Marder sprach. \u201eDen kenn\u2018ich\u201c, antwortete der Marder darauf, \u201eIch bring\u2018 dich hin, wenn du willst. Ich hei\u00dfe \u00fcbrigens Freddie.\u201c \u201eDanke, Freddie, das ist sehr lieb von dir. Ich bin Cindy\u201c, sagte die Katze etwas ermutigt und wischte sich ihre Tr\u00e4nen ab. Freddie und Cindy machten sich auf den Weg, und als es schon fast dunkel war, kamen sie endlich aus dem Wald heraus und sahen auch schon den Bus. \u201eHurra! Da ist er ja! Endlich haben wir es geschafft!\u201c, freute sich Cindy. \u201eIch wei\u00df gar nicht, wie ich dir jemals danken soll. Es ist so sch\u00f6n, endlich wieder dort hinzukommen, wo man zu Hause ist!\u201c \u201eKeine Ursache, hab\u2018 ich gerne getan\u201c, sprach Freddie und fragte sie: \u201eAber warum weinst du schon wieder?\u201c \u201eAch, das sind doch nur Freudentr\u00e4nen\u201c, lachte die Katze und ging auf den Marder zu. \u201eVielen, vielen Dank Freddie!\u201c, schmiegte sich schnurrend an ihn, verabschiedete sich und lief nach Hause.<\/p>\n<p>Als die Haust\u00fcr aufging und ihr Frauchen sie begr\u00fc\u00dfte, fiel Cindy ein riesiger Steinvom Herzen und bemerkte gar nicht, dass ihre Besitzerin etwas die Nase r\u00fcmpfte, weil Cindy etwas nach Marder roch. Schlie\u00dflich fra\u00df sie sich satt und legte siesich total \u00fcberm\u00fcdet in ihr Bettchen, und als ihre Mutter kam und fragte, wo siedenn den ganzen Tag war, antwortete Cindy: \u201eZu Hause ist es doch am sch\u00f6nsten!\u00a0Warm, gem\u00fctlich, trocken und voller Liebe,&#8230;. \u201c, und schlief mitten unter ihremSatz ein.<\/p>\n<p>Ihre Mutter l\u00e4chelte und kuschelte sich zu ihr, sie w\u00fcrde Cindy morgen fragen, was sie alles erlebt hat. Aber ihre Kleine hatte schon recht: Zu Hause ist dort, woman sein Herz hat und wo man Geborgenheit findet&#8230;<\/p>\n<p><em>Yvonne Ennsmann<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[2019-10-10] Es war ein wundersch\u00f6ner hei\u00dfer Sommertag. Cindy unser K\u00e4tzchen ist mittlerweile erwachsen geworden. 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