{"id":7312,"date":"2020-03-20T09:41:07","date_gmt":"2020-03-20T08:41:07","guid":{"rendered":"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=7312"},"modified":"2022-11-07T14:49:37","modified_gmt":"2022-11-07T13:49:37","slug":"sonntagsgruss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=7312","title":{"rendered":"Sonntagsgru\u00df f\u00fcr 22.03.2020"},"content":{"rendered":"<p>[2020-03-20]<\/p>\n<h3>Sonntag L\u00e4tare = Freuet euch!<\/h3>\n<p>Liebe Mitglieder unserer Halleiner Pfarrgemeinde! Ihr Lieben!<\/p>\n<p>Herzlich gr\u00fc\u00dfe ich euch zum Sonntag L\u00e4tare, d.h. \u00fcbersetzt \u201eFreuet euch\u201c!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7318 size-medium\" src=\"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/peter_gabriel_2020-400x600.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/peter_gabriel_2020-400x600.jpg 400w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/peter_gabriel_2020-683x1024.jpg 683w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/peter_gabriel_2020-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/peter_gabriel_2020-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/peter_gabriel_2020-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Dieser Sonntag markiert die Mitte auf dem Weg durch die Passionszeit zwischen Aschermittwoch und Ostern \u2013 die H\u00e4lfte des Weges ist also geschafft.\u00a0Ob das auch im Hinblick auf die Corona-Krise zutrifft, wage ich nicht vorherzusagen.\u00a0F\u00fcr uns alle ist das eine beunruhigende Zeit mit vielen Ungewissheiten und \u00c4ngsten, aber auch eine Zeit der Chance, der Ver\u00e4nderung, biblisch gesprochen der Umkehr, n\u00e4mlich unseren Lebensstil zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<p>Wir erleben heuer eine ganz besondere Fastenzeit: das normale, allt\u00e4gliche Leben steht weitgehend still, auf den Stra\u00dfen herrscht kaum Verkehr, Schulen und viele Betriebe sowie Gesch\u00e4fte sind geschlossen. Das ist ungewohnt \u2013 und passt doch zugleich genau in diese Zeit.<br \/>\nDabei geht es ja f\u00fcr uns Evangelische in diesen Wochen vor Ostern nicht vor allem um das Fasten, das Verzichten, sondern um das Einstellen auf das Leiden Jesu Christi, das Bedenken seines Sterbens.<\/p>\n<p>Damit kommt auch das millionenfache Leiden von Menschen auf dieser Welt in den Blick: der Kranken bei uns, nicht nur die an Corona erkrankten, der Verstorbenen und der Trauernden, die noch nicht wissen, wann die Trauerfeier stattfinden kann.\u00a0Der Menschen, die um ihren Job f\u00fcrchten oder um die Existenz ihres Gesch\u00e4ftes bangen. Aber auch der Menschen in den Fl\u00fcchtlingslagern in Griechenland und anderswo auf der Welt, der Menschen weltweit auf der Flucht, in Kriegsgebieten oder da, wo Hunger und Elend herrscht.<\/p>\n<p>Im biblischen Wort f\u00fcr die neue Woche sagt Jesus mit einem Bild aus der Natur seinen Tod voraus:<br \/>\n\u201e<em>Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.<\/em>\u201c (Johannes 12,24)<br \/>\nWas in Garten und auf dem Feld ganz logisch ist, gilt auch f\u00fcr unser sonstiges Leben:\u00a0Erst wenn das Korn in der Erde sich verwandelt, seine bisherige Existenz aufgibt, ja \u201estirbt\u201c, kann Neues wachsen \u2013 wir erleben das gerade in diesen Fr\u00fchlingstagen\u2026\u00a0Jesus prophezeit damit, dass sein Tod, den wir am Karfreitag begehen, nicht das Ende ist, sondern gerade der Beginn neuen Lebens, dass erst durch sein Sterben am Kreuz sich zeigt, wer und wie Gott ist, wie er mit uns Verbindung steht und uns Leben schenken will.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass wir auch erleben d\u00fcrfen, wie die Corona-Krise unser Leben positiv ver\u00e4ndern wird, z.B. mit weniger Aktivismus und Stress, weniger Mobilit\u00e4t, daf\u00fcr aber intensiveren Kontakten. Mit einer Wirtschaft, die sich wieder st\u00e4rker regionalisiert und auf Vorr\u00e4te vor Ort setzt.<br \/>\nEine frohe, freudige, ja tr\u00f6stliche Botschaft h\u00e4lt auch der Predigttext f\u00fcr diesen Sonntag f\u00fcr uns bereit.\u00a0Es sind Worte aus dem Propheten Jesaja, dem sogenannten dritten Jesaja, der den Menschen, die aus dem Exil nach Jerusalem zur\u00fcck gekehrt sind, Mut machen will.<\/p>\n<p>\u201e<em>Freuet euch mit Jerusalem und seid fr\u00f6hlich \u00fcber die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr \u00fcber sie traurig gewesen seid. Denn nun d\u00fcrft ihr saugen und euch satt trinken an den Br\u00fcsten ihres Trostes; denn nun d\u00fcrft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust. Denn so spricht der HERR: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der V\u00f6lker wie einen \u00fcberstr\u00f6menden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen. Ich will euch tr\u00f6sten, wie einen seine Mutter tr\u00f6stet; ja, ihr sollt an Jerusalem getr\u00f6stet werden. Ihr werdet&#8217;s sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll gr\u00fcnen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.<\/em>\u201c (Jesaja 66,10-14)<\/p>\n<p>Mich beeindruckt vor allem das ungew\u00f6hnliche Bild von Gott in diesen Worten!\u00a0Gott wie eine tr\u00f6stende Mutter, ja eine Mutter, die mit ihrer Muttermilch ihre Kinder n\u00e4hrt. Beim Stillen geht es ja nicht nur um Nahrungsaufnahme, sondern auch um das Sp\u00fcren der N\u00e4he der Mama. Das Baby ist fast so intensiv mit ihr wie im Mutterleib verbunden, sp\u00fcrt die W\u00e4rme und wei\u00df sich in den haltenden Armen der Mutter getragen und beh\u00fctet \u2013 vor allem Ungemach dieser Welt. Trost bedeutet dabei nicht, dass meine Schmerzen weg sind, aber dass ich in meiner Not nicht allein bin.\u00a0So d\u00fcrfen also wir uns an Gott anschmiegen, uns in seine Arme werfen und an seiner Brust saugen! So eine Beziehung voller Vertrauen bietet uns Gott an!<\/p>\n<p>So nah, so z\u00e4rtlich wie eine stillende Mama k\u00fcmmert sich Gott um uns und ist f\u00fcr uns da!\u00a0Was f\u00fcr ein Trost, was f\u00fcr eine gute Botschaft gerade in diesen Tagen!\u00a0Mit Gesten, Ber\u00fchrung und Worten wendet sich Gott mir zu, er ist mir treu, gibt mir Halt, Mut und Zuversicht. So verstehe ich das Tr\u00f6sten Gottes.\u00a0Im Johannes-Evangelium (Joh. 14,16) wird der Heilige Geist als der Tr\u00f6ster bezeichnet und Paulus (2.Kor. 1,3) spricht vom \u201e<em>Gott allen Trostes<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>So lade ich euch in diesen Tagen ganz besonders ein: Lest in der Bibel, im Wort Gottes! Sprecht mit den Menschen, mit denen ihr zusammenlebt, oder per Telefon, WhatsApp oder Email \u00fcber das, was Gott uns sagen will.\u00a0Haltet euch fest an Jesus Christus, dem einen, Mensch gewordenen Wort Gottes!\u00a0Vertraut, dass Gott in seinem Heiligen Geist euch nahe ist. Betet und lasst uns im Gebet verbunden bleiben!<\/p>\n<p>Wenn ihr Fragen oder Anliegen habt \u2013 wendet euch gerne telefonisch oder per Mail an mich! Ich bin f\u00fcr euch da!<\/p>\n<p>Ich gr\u00fc\u00dfe euch herzlich und w\u00fcnsche euch ganz viel Segen Gottes,<\/p>\n<p><em>Euer Peter<\/em><br \/>\n<em>Pfarrer Peter Gabriel<\/em><br \/>\nTel. +43 6245 80628<br \/>\nHandy +43 699 18877599<br \/>\neMail: pfarrer@hallein-evangelisch.at<\/p>\n<h5>Zum Abschluss noch ein Gebet f\u00fcr diese Tage von meiner Kollegin Iris Haidvogel<\/h5>\n<p><em>Gott, ich danke dir f\u00fcr offene Herzen trotz geschlossener T\u00fcren,<\/em><br \/>\n<em>f\u00fcr die Sonne am Himmel und die W\u00e4rme des Fr\u00fchlings,<\/em><br \/>\n<em>f\u00fcr die beherzten Entscheidungen und die klugen Entscheidungstr\u00e4ger*innen,<\/em><br \/>\n<em>f\u00fcr die unerm\u00fcdlichen Menschen im Gesundheits- und Bildungsbereich,<\/em><br \/>\n<em>f\u00fcr alle die weiterarbeiten, die Verk\u00e4ufer*innen und Polizist*innen,<\/em><br \/>\n<em>die Kinderg\u00e4rtner*innen und viele mehr,<\/em><br \/>\n<em>damit ich zu Hause bleiben kann.<\/em><br \/>\n<em>Ich danke dir f\u00fcr meine Angst, die mich vern\u00fcnftig und vorsichtig bleiben l\u00e4sst inmitten von Ungewissheit und Gefahr.<\/em><br \/>\n<em>Bewahre meine Liebsten, meine Gemeinde, die Menschen hier und auf der ganzen Welt und wende noch gr\u00f6\u00dferes Unheil von uns hab.<\/em><br \/>\n<em>Weil ich an dich glaube, will ich auch daran glauben:<\/em><br \/>\n<em>Du willst unser Leben,<\/em><br \/>\n<em>die Tore zu dir sind stets offen,<\/em><br \/>\n<em>das Land bleibt hell und weit!<\/em><br \/>\n<em>Amen!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[2020-03-20] Sonntag L\u00e4tare = Freuet euch! Liebe Mitglieder unserer Halleiner Pfarrgemeinde! Ihr Lieben! Herzlich gr\u00fc\u00dfe ich euch zum Sonntag L\u00e4tare, d.h. \u00fcbersetzt \u201eFreuet euch\u201c! Dieser Sonntag markiert die Mitte auf dem Weg durch die Passionszeit <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=7312\" title=\"Sonntagsgru\u00df f\u00fcr 22.03.2020\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":8,"featured_media":7402,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[84,102],"tags":[],"class_list":{"0":"post-7312","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hauskirche","8":"category-sonntagsgruss"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7312"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7312\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8030,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7312\/revisions\/8030"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7402"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}