{"id":8349,"date":"2020-12-27T00:00:20","date_gmt":"2020-12-26T23:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=8349"},"modified":"2020-12-27T11:39:36","modified_gmt":"2020-12-27T10:39:36","slug":"was-ist-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=8349","title":{"rendered":"Was ist Hoffnung?"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 34\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>[27.12.2020]<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-8350\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/hoffnung3-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/hoffnung3-600x400.jpg 600w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/hoffnung3-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/hoffnung3.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Bei der letzten Redaktionssitzung des Gemeindebriefs, bei der ich nicht pers\u00f6nlich dabei sein konnte, kam die Idee auf, an dieser Stelle das Buch \u201eDie Kraft der Hoffnung\u201c von Heribert Prantl als Lesetipp vorzustellen. Ich kannte das Buch zwar nicht, aber daran soll es nicht scheitern, man kann es sich ja mal ansehen. Ich m\u00f6chte es gleich vorweg sagen: Ich hatte bislang nicht gen\u00fcgend Zeit, um mir das Buch zu besorgen und zu lesen. Trotzdem wage ich die Behauptung, dass es einen Lesetipp absolut wert ist.<\/p>\n<p>Komisch, da schl\u00e4gt einer ein Buch zum Lesen vor, das er gar nicht kennt??<br \/>\nEs ist nur zu verst\u00e4ndlich, dass man jetzt als Leser dieses Gemeindebriefes gerne ein paar Gr\u00fcnde h\u00e4tte, wie ich auf diesen Lesetipp komme, ohne gelesen zu haben.<\/p>\n<ul>\n<li>Erster Grund: Die Person Heribert Prantl. Wie das in unserer modernen Zeit so \u00fcblich ist, kann man wunderbar im Internet recherchieren, um etwas \u00fcber eine bekannte Pers\u00f6nlichkeit zu erfahren. Heribert Prantl ist einer der meist gesch\u00e4tzten und vielfach ausgezeichneten Journalisten Deutschlands, dessen F\u00e4higkeit zum intellektuell kritischen Diskurs \u00fcber gesellschaftliche Themen allgemein anerkannt ist (au\u00dfer man glaubt an die Verschw\u00f6rungstheorie der \u201eL\u00fcgenpresse\u201c). Er ist f\u00fchrender Mitarbeiter der S\u00fcddeutschen Zeitung, einer ebenso allgemein anerkannten Zeitung, der man attestiert, dass sie die Rolle der Medien als kontrollierende Kraft in der Demokratie mit Sorgfalt wahrnimmt. Vor seiner Zeit als Journalist war er Rechtsanwalt und Richter.<\/li>\n<li>Zweiter Grund: Einige Gedanken aus dem Buch, die ich recherchieren konnte und die vielversprechend sind. Hier eine kleine Auswahl:<br \/>\n\u201eAuff\u00e4llig oft reden diejenigen die Hoffnung schlecht, denen es gar nicht schlecht geht. Die vermeintlich hoffnungslosen F\u00e4lle k\u00f6nnen es sich nicht erlauben, auf Hoffnung zu verzichten.\u201c<br \/>\n\u201eWenn man glaubt, muss man dann alles glauben, was im Glaubensbekenntnis steht, inklusive H\u00f6lle und Jungfrauengeburt? Welche Frage. Glauben entbindet nicht vom Denken.\u201c<br \/>\n\u201eJe ung\u00fcnstiger die Situation ist, in der wir unsere Hoffnung bew\u00e4hren, desto tiefer ist diese Hoffnung. Hoffnung ist eben nicht Optimismus. Es ist nicht die \u00dcberzeugung, dass etwas gut ausgeht. Sondern Hoffnung ist die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, ohne R\u00fccksicht darauf, wie es ausgeht.\u201c (Vaclav Havel)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Lust zum Lesen bekommen? Ich in jedem Fall. Da scheint einer am Werk zu sein, der sich wirklich und intensiv mit dem Thema Hoffnung besch\u00e4ftigt hat. Dem es nicht darum geht, schnell mal eine Menge Geld zu machen, indem er ein Buch herausgibt, das sich dank seines Bekanntheitsgrades schon gut verkaufen wird. Das Buch ist eine Zusammenschau einer jahrelangen intensiven Besch\u00e4ftigung mit dem Thema, es enth\u00e4lt \u2013 zum Teil unbearbeitet, zum Teil \u00fcberarbeitet \u2013 Gedanken, die Prantl in vielen Jahren als Journalist ver\u00f6ffentlicht hat. Aber er bezieht sich dabei zumeist auf andere Menschen, die er kennen- und sch\u00e4tzen gelernt hat oder mit deren Leben er sich besch\u00e4ftigt hat. Wie Havel, Bonhoeffer, Mandela und viele mehr. Immer auf der Suche nach Gedanken, die es wert sind, gedruckt zu werden, damit der Leser\/die Leserin dar\u00fcber nachdenken kann. Auch ein Qualit\u00e4tshinweis, wenn einer ein Buch schreibt, in dem er sich als Suchender zu erkennen gibt, der aus den Gedanken anderer Gewinn sch\u00f6pft.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 35\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Ich werde es mir dieses Buch sicher besorgen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p><em>Hartmut Schwaiger<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[27.12.2020] Bei der letzten Redaktionssitzung des Gemeindebriefs, bei der ich nicht pers\u00f6nlich dabei sein konnte, kam die Idee auf, an dieser Stelle das Buch \u201eDie Kraft der Hoffnung\u201c von Heribert Prantl als Lesetipp vorzustellen. 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