{"id":837,"date":"2013-11-30T20:18:17","date_gmt":"2013-11-30T20:18:17","guid":{"rendered":"http:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=837"},"modified":"2018-09-09T18:53:18","modified_gmt":"2018-09-09T16:53:18","slug":"woher-kommen-eigentlich-unsere-weihnachtsbrauche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=837","title":{"rendered":"Woher kommen eigentlich unsere Weihnachtsbr\u00e4uche?"},"content":{"rendered":"<p>[2013-11-30]<\/p>\n<div>\n<h2>Woher kommen eigentlich unsere Weihnachtsbr\u00e4uche?<\/h2>\n<p>B\u00e4ume im Wohnzimmer, Adventkranz, Krippen und Kalender, die nur 24 Tage haben&#8230; Seit wann gibt es diese Traditionen und wo kommen sie eigentlich her? Machen Sie sich schlau und werden Sie zum Weihnachtsspezialisten!<\/p>\n<div><\/div>\n<ul>\n<li><strong>Adventkranz<br \/>\n<\/strong>Der Adventkranz wurde 1839 von dem evangelischen Pfarrer Johann Hinrich Wichern in Hamburg eingef\u00fchrt. Er lebte mit einigen verarmten Kindern in einem alten Bauernhaus und betreute sie dort. Da die Kinder immer fragten, wann denn endlich Weihnachten sei, baute er aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 20 kleinen roten und vier gro\u00dfen wei\u00dfen Kerzen als Kalender. An jedem Tag in der Adventszeit wurde eine kleine Kerze angez\u00fcndet und an den Adventsonntagen eine gro\u00dfe Kerze, so dass die Kinder die Tage bis Weihnachten abz\u00e4hlen konnten. Daraus hat sich der Adventkranz mit vier Kerzen, meist aus Tannengr\u00fcn gefertigt, entwickelt. 1925 wurde erstmals ein Adventskranz in einer katholischen Kirche in K\u00f6ln aufgeh\u00e4ngt.<\/li>\n<li><strong>Adventkalender<br \/>\n<\/strong>Der Adventkalender, der ebenfalls seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum in der Adventzeit geh\u00f6rt, soll &#8211; \u00e4hnlich wie der Adventkranz &#8211; die Wartezeit verk\u00fcrzen und die Vorfreude auf das Geburtstagsfest von Jesus steigern. Er ist in verschiedenen Formen und Auspr\u00e4gungen verbreitet und z\u00e4hlte urspr\u00fcnglich die Tage vom 1. Adventsonntag bis zum 24. Dezember. Inzwischen beginnt er \u00fcblicherweise mit dem 1. Dezember.<\/li>\n<li><strong>Barbarazweige<br \/>\n<\/strong>In Tirol weit verbreitet ist der Brauch, am\u00a04. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, Obstbaumzweige zu schneiden und in warmes Wasser zu stellen. Wenn sich zu Weihnachten ihre Bl\u00fcten \u00f6ffnen, soll das zeigen, dass in diesem Haus gute Menschen leben.<\/li>\n<li><strong>Das Ankl\u00f6pfeln<br \/>\n<\/strong>Der Volksbrauch des Ankl\u00f6pfelns ist seit Mitte des 15. Jahrhunderts belegt. Das Ankl\u00f6pfeln in den Kl\u00f6pfeln\u00e4chten war ein auf den Jahreswechsel bezogener Orakelbrauch. Durch Ankl\u00f6pfeln wollte man die Zukunft erforschen. Wenn man z.B. zur richtigen Stunde an Stallw\u00e4nde klopfte, h\u00f6rte man die Haustiere von den Toten des kommenden Jahres reden. Heutzutage gehen beim Ankl\u00f6pfeln kleine Gruppen, die meist als Hirten, Wirt, Josef und Maria verkleidet sind, von Haus zu Haus, und wo sie hereingebeten werden, singen die Ankl\u00f6pfler alte Adventlieder und erz\u00e4hlen von der \u00a0Herbergssuche.<\/li>\n<li><strong>Das R\u00e4uchern<br \/>\n<\/strong>Im Volksglauben brach mit dem 25. Dezember die mythische Zeit der Rauhn\u00e4chte an (der Begriff &#8222;Rauhnacht&#8220; leitet sich vom Begriff &#8222;R\u00e4uchern&#8220; ab). Man glaubte, dass unheimliche Geister bis zum 6. Januar Stall und Stube heimsuchten. Diese galt es mit dem Ausr\u00e4uchern von Haus und Hof in der Christnacht, zu Silvester und in der Nacht vor dem Dreik\u00f6nigstag zu b\u00e4ndigen. Auch heute noch wird das R\u00e4uchern in Tirol im l\u00e4ndlichen Bereich praktiziert. In der Heiligen Nacht geht die Familie mit einer gro\u00dfen mit hei\u00dfer Glut und Weihrauchharz gef\u00fcllten Pfanne durch alle R\u00e4ume und auch durch den Stall und betet um Gesundheit und Wohlergehen.<\/li>\n<li><strong>Die Weihnachtskrippe<br \/>\n<\/strong>Ein besonders beliebter Brauch zur Weihnachtszeit ist das Aufbauen einer Weihnachtskrippe. Die Heilige Familie samt Ochs und Esel unter einem kargen Dach, dar\u00fcber ein leuchtender Stern, der den herannahenden heiligen drei K\u00f6nigen von der frohen Botschaft k\u00fcndet &#8211; wer kennt nicht dieses Krippen-Motiv. G\u00e4ste und Einheimische kommen scharenweise, um die sch\u00f6nsten Krippen in Kirchen und Bauernh\u00e4usern zu besichtigen. 1608 wurde die erste Krippe in der Innsbrucker Jesuitenkirche aufgestellt. Im Volkskunstmuseum in Innsbruck ist die Entwicklung der Krippe in Tirol anschaulich nachzuvollziehen: von schlichten Krippen aus Karton bis hin zu geschnitzten Figuren in wertvollen bestickten Gew\u00e4ndern. Und auch so manch kuriose Szene ist dargestellt, wie etwa ein Streit zwischen J\u00e4ger und Wilderer.<\/li>\n<li><strong>Der Weihnachtsbaum<br \/>\n<\/strong>Der Weihnachtsbaum verbreitete sich im 19. Jahrhundert von evangelischen Kreisen in Deutschland ausgehend \u00fcber die ganze Welt.<br \/>\nDie Verwendung eines geschm\u00fcckten Baumes findet in Br\u00e4uchen verschiedener Kulturen ihren Ursprung.\u00a0Schon in der r\u00f6mischen Antike ehrte man im Mithras-Kult den Sonnengott durch das Schm\u00fccken eines Baumes zur Wintersonnenwende. Auch in n\u00f6rdlichen Gegenden wurden im Winter Tannenzweige ins Haus geh\u00e4ngt, um b\u00f6sen Geister abzuwehren, gleichzeitig gab das Gr\u00fcn Hoffnung auf die Wiederkehr des Fr\u00fchlings. Im Mittelalter wurden am 24. Dezember, dem liturgische Gedenktag Adam und Evas, in der Kirche Paradiesspiele aufgef\u00fchrt, wo ein \u201eParadiesbaum\u201c mit \u00c4pfeln beh\u00e4ngt wurde. Der Apfel symbolisierte die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis und erinnerte an die Befreiung von der S\u00fcnde durch Jesus Christus. Die ersten Aufzeichnungen \u00fcber den Christbaum stammen aus dem Jahre 1605 aus dem Elsass. N\u00fcsse, \u00a0Backwerk und Zuckerzeug stellten im 17. Jahrhundert den ersten Christbaumschmuck dar, darum nannte man die Weihnachtsb\u00e4ume damals auch \u201eZuckerb\u00e4ume\u201c. Goethe und Schiller er\u00f6ffneten dem Weihnachtsbaum im 18. Jahrhundert den Weg in die Literatur. K\u00f6nigin Viktoria holte 1840 den Weihnachtsbaum nach London. Auch in den Niederlanden, in Russland und Italien \u00fcbernahmen die vornehmen Kreise den Brauch. Im Jahre 1860 wurden in Paris bereits 35.000 Christb\u00e4ume verkauft. Nach Nordamerika gelangte er durch deutsche Auswanderer und Matrosen. Die Kirche billigte diesen \u201eheidnischen\u201c Brauch anfangs nicht, \u00fcbernahm ihn mit der Zeit aber doch. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts setzte er sich auch in den katholischen Regionen Deutschlands und in \u00d6sterreich durch. Ausgediente Christb\u00e4ume werden vielerorts im Osterfeuer verbrannt, wie es auch in der Osternachtfeier der Auferstehungskirche in Innsbruck \u00fcblich ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Assunta Kautzky und Hiltraut Zigala<\/em><\/p>\n<p>Quelle: Die Br\u00fccke, Gemeindezeitung der Evang. Pfarrgemeinden Innsbruck und Umgebung, Dez. 2013<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[2013-11-30] Woher kommen eigentlich unsere Weihnachtsbr\u00e4uche? B\u00e4ume im Wohnzimmer, Adventkranz, Krippen und Kalender, die nur 24 Tage haben&#8230; Seit wann gibt es diese Traditionen und wo kommen sie eigentlich her? Machen Sie sich schlau und <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=837\" title=\"Woher kommen eigentlich unsere Weihnachtsbr\u00e4uche?\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":{"0":"post-837","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-allgemein"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=837"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/837\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4903,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/837\/revisions\/4903"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}