{"id":9014,"date":"2021-03-30T00:00:33","date_gmt":"2021-03-29T22:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=9014"},"modified":"2021-02-27T16:31:26","modified_gmt":"2021-02-27T15:31:26","slug":"aus-einem-holz-geschnitzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/?p=9014","title":{"rendered":"Aus einem Holz geschnitzt"},"content":{"rendered":"<p>[30.03.2021]<\/p>\n<div>\n<p class=\"Flietext20\"><span lang=\"DE\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9016\" src=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/edda_boehm_ingram_2021-470x600.png\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/edda_boehm_ingram_2021-470x600.png 470w, https:\/\/hallein-evangelisch.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/edda_boehm_ingram_2021.png 592w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Sind Sie im letzten Advent einmal \u00fcber den Residenzplatz in der Salzburger Altstadt spaziert und haben sich die dort ausgestellten Krippen angesehen? Jeden Advent sind sie dort zu sehen, allerdings normalerweise von den Schaubuden und dem damit verbundenen Trubel des Christkindlmarkts umgeben&#8230;. Corona machte es m\u00f6glich, dass ich mir heuer in aller Stille und ohne Gedr\u00e4nge diese unterschiedlichen Krippendarstellungen ansehen konnte. Wie liebevoll und mit wieviel handwerklichem Geschick sind doch all diese Krippen gestaltet! Wenn ich in eine der Rollen der dargestellten Figuren hineinschl\u00fcpfen d\u00fcrfte, ich w\u00e4re auch heuer am liebsten wieder einer der Engel, der jubilierend die Geburt Jesu besingt. Obwohl die Corona-Pandemie auch in mir anfangs viele \u00c4ngste und Zweifel ausgel\u00f6st hat &#8211; die Freude \u00fcber die Geburt Jesu und \u00fcber das, was dieses Ereignis f\u00fcr uns Menschen bedeutet, obsiegt selbst in \u201eZeiten wie diesen\u201c. Und ich hoffe und glaube daran, dass wir zum n\u00e4chsten Weihnachtsfest wieder gemeinsam jubilieren werden!<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Flietext20\"><span lang=\"DE\">Eine Futterkrippe als Geburtsort &#8211; wie menschenunw\u00fcrdig scheint dies doch auf den ersten Blick zu sein! Andererseits ist es vielleicht gerade dieser schlichte Ort, der es den Hirten damals erm\u00f6glicht hat, sich ohne viel dar\u00fcber nachzudenken dort einzufinden &#8211; weder ihre Kleidung noch ihr sozialer Status spielte da eine Rolle. So wie die Hirten d\u00fcrfen auch wir an die Krippe treten, ungeachtet unserer Herkunft, unseres Status oder Geschlechts, mit all unseren Zweifeln und \u00c4ngsten, mit unserer Trauer und unseren Klagen. Nicht immer ist es eine leichte Entscheidung, sich auf den Weg zur Krippe zu machen. Auch Hirten machten sich damals nicht leichtfertig, sondern eher irritiert auf den Weg, mit einer vagen Ahnung, einer unklaren Hoffnung und einer mehr erschreckenden denn erfreulichen Begegnung der ganz anderen Art &#8211; ihrer n\u00e4chtlichen Engelserscheinung, die ihnen erst einmal in die Knochen fuhr und sie dann sprachlos zur\u00fccklie\u00df. Aber eines kann ich euch aus eigener Erfahrung\u00a0<\/span>sagen: Es zahlt sich aus, sich auf den Weg zu machen! Denn Jesu Geburt ist das un\u00fcberh\u00f6rbare JA des Sch\u00f6pfers dieser Welt zu uns: ob gro\u00df oder klein, ob reich oder arm, ob gesund oder krank, ob mit oder ohne Familie und Freundeskreis, ob in freudiger Erwartung oder in l\u00e4hmender Trauer: Jeder ist herzlich eingeladen!<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Flietext20\"><span lang=\"DE\">Die Krippe ist f\u00fcr mich &#8211; neben dem Kreuz &#8211; das wichtigste Symbol unseres Glaubens. Beides &#8211; Krippe und Kreuz &#8211; spiegeln die unendliche Liebe Gottes zu uns Menschen wider: ER schenkt uns seinen Sohn und l\u00e4sst ihn f\u00fcr unsere Schuld den Tod am Kreuz sterben. F\u00fcr uns ist Gott Mensch geworden, klein und unscheinbar und trotzdem ruht auf ihm die Hoffnung der ganzen Welt, die sich durch seine Geburt, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung f\u00fcr alle Menschen erf\u00fcllt. Es liegt an uns, dieses Geschenk f\u00fcr unser eigenes Leben anzunehmen.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Flietext20\"><span lang=\"DE\">Wenn sich Menschen irgendwie gleichen, sich nahestehen und somit auch gut verstehen, dann sagen wir: \u201eDie <span class=\"Flietext2Kursiv\">sind aus demselben Holz geschnitzt<\/span>\u201c. Krippe und Kreuz, beides ist aus Holz gefertigt &#8211; f\u00fcr mich ein Symbol daf\u00fcr, dass Gott uns nahe ist! Auch wenn die N\u00e4he Gottes nicht immer f\u00fcr uns sp\u00fcrbar ist &#8211; sichtbar wird sie f\u00fcr mich in jeder Begegnung mit anderen Menschen und in der Bereitschaft einander zu helfen und zu unterst\u00fctzen.An dieser Stelle ein herzliches \u201eVergelt&#8217;s Gott\u201c an euch alle, die ihr immer so rasch auf meine Spendenaufrufe reagiert &#8211; durch euch wird Gottes Liebe zu uns Menschen in unserer Pfarrgemeinde sp\u00fcrbar und sichtbar!<\/span><\/p>\n<p><em>Edda B\u00f6hm-Ingram<\/em><br \/>\nDiakoniebeauftragte<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>[30.03.2021] Sind Sie im letzten Advent einmal \u00fcber den Residenzplatz in der Salzburger Altstadt spaziert und haben sich die dort ausgestellten Krippen angesehen? 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