[09.10.2026]
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
„Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ (Epheser 4,24) – so lautet der Kernsatz des Predigttextes dieses Sonntags. Für den Verfasser des Epheserbriefes bedeutet Christsein, welches mit der Taufe beginnt (damals wurden Erwachsene getauft), ein Neuwerden, das sich auch in meinem alltäglichen Verhalten äußert.
Mir gefällt das Bild vom Anziehen, denn mit meiner Kleidung, auch sonst mit meinem Aussehen drücke ich ja aus: Was ist mir wichtig, woran glaube ich, wer bin ich. Kann meine Umwelt an mir sehen bzw. erkennen, dass ich auf Gott und Jesus Christus vertraue?
Der angehängte Sonntagsgruß bedenkt das Wochenlied dieses Sonntags von Paul Gerhardt.
Zum Neuwerden gehört für mich auch die Gemeinschaft mit anderen Christinnen und Christen. Ohne das Miteinander und die Stärkung im Gottesdienst könnte ich meinen Glauben nicht leben.
Ich freue mich, wenn ihr auch zu unseren Gottesdiensten kommt – herzliche Einladung!
- Freitag, 9. Oktober, 12.00 Uhr Mittagsgebet
- Sonntag, 11. Oktober, 09.30 Uhr Abendmahls-Gottesdienst mit Nachgespräch (Epheser 4,22-32 – Pröglhöf/Safari)
Herzliche Einladung zum Seniorenkreis mit dem Thema „Erntedank“ am Dienstag, 13. Oktober, 15.00 Uhr
Ebenso der Hinweis auf weitere Veranstaltungen:
- Samstag, 10. Oktober, 19.00 Uhr, Kollegienkirche Salzburg „Die Traumprotokolle. Eure Träume werden Oper“ (Plakat im Anhang)
- Sonntag, 18. Oktober, 18.00 Uhr, Christuskirche Salzburg „Was frag ich? Was tu ich? – Ensemble BachWerkVokal mit Gordon Safari und Bischöfin Cornelia Richter als Gast (Plakat im Anhang)
- Samstag, 17. Oktober, 09.00 – 13.00 Uhr „Menschenrechte – verstehen, einordnen, leben“, interaktiver Vortrag (Plakat im Anhang)
Begleiten möge uns die Zusage aus dem Propheten Jeremia, der Wochenspruch (Jeremia 17,14):
„Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.“
Ich wünsche euch das Vertrauen auf einen Gott, der euch begleitet und euch hilft, und mache euch Mut, diesen Gott zu loben!
Euer Pfarrer Peter
Sonntagsgruß für den 19. Sonntag nach Trinitatis, 11. Oktober 2026
Liebe Mitglieder unserer Halleiner Pfarrgemeinde!
Ich freue mich auf den kommenden Sonntag. Ehrlich gesagt, nicht deshalb, weil ich predigen darf (auch nach über 40 Jahren ist das immer noch eine Riesenherausforderung für mich!), sondern weil wir das vorgesehene Wochenlied „Ich singe dir mit Herz und Mund“ von Paul Gerhardt singen werden (Evangelisches Gesangbuch Nr. 324). Naja, sagt ihr jetzt vielleicht: Das könntest du doch jeden Tag singen. Ja schon, aber es ist eben ganz was anderes, wenn unser Diözesankantor Gordon Safari dazu ein Vorspiel auf der Orgel improvisiert, das mich einstimmt und hineinnimmt in die Botschaft des Liedes und wir es dann, von der Orgel getragen und begleitet, gemeinsam singen! 18 Strophen – typisch Paul Gerhardt (keine Angst, wir werden nicht alle singen…). Aber lesen Sie sie doch einmal nach. Was der Dichter da macht, ist schon sehr eindrucksvoll: Er singt für Gott, nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit dem Herzen, um „auf Erden kund“ zu machen, was ihm von Gott bewusst ist. Er will es also weitergeben, auf Erden – kein geringer Anspruch.
Und dann beschreibt er – kurz nach dem 30jährigen Krieg, in einem immer noch verwüsteten Land – die Schönheit der Welt und wie uns Gott in ihren Gefahren beschützt: das schöne Himmelszelt, Felder, mit Tau und Regen benetzt, Schutz vor Kälte, Frost und Wind, Öl und Most sind da zu finden, und Gottes Hand hält den „güldnen, werten, edlen Fried in unserem Vaterland“ (da weiß einer, wovon er redet!).
Und dann wird es persönlich: Auch in meinem Leben, mit seinen Schicksalsschlägen, hat mich Gott bewahrt, bekennt Paul Gerhardt, und Gott lässt sich vom Seufzen und Schreien unseres Herzens erweichen, er zählt alle meine Tränen. Warum kränke ich mich dann?
Und so lädt uns das Lied ein, uns zu erinnern: Gott hat dich doch „von Jugend auf versorget und ernährt“. Verlass dich auf ihn, „so wirst du hier im Frieden ruhn und ewig fröhlich sein.“ Paul Gerhardt redet mich ganz persönlich an: „Du“ sagt er zu mir, hast du es nicht auch erlebt? Aber glauben kann ich’s am besten mit anderen gemeinsam. Es wäre schön, wenn am Sonntag der Gesang aus vielen Kehlen helfen würde, dass wir es gemeinsam glauben können.
Peter Pröglhöf
Ev. Pfarrgemeinde Hallein