[13.10.1026]
Lesung: „Vier Briefe an die Zeugen meiner Kindheit“
Lesung mit Eva Spambalg-Berend, Salzburg
Dienstag, 17. November 2026 · 19.00 Uhr
Keltenmuseum Hallein**
Ein berührendes Zeugnis über die Zeit der Shoa

Erst 60 Jahre nach der Shoa beginnt Helena Ganor, geboren 1932 in Lwów/Lemberg und später als Ärztin in Kalifornien tätig, ihre traumatischen Erlebnisse während der NS-Zeit aufzuzeichnen.
In ihrem Buch „Vier Briefe an die Zeugen meiner Kindheit“ schreibt sie vier autobiografisch geprägte, zugleich fiktive Briefe an die wichtigsten Vertrauten ihrer Kindheit: ihre Mutter und ihre ältere Schwester, die beide im nationalsozialistischen Terror ermordet wurden, sowie ihren Vater, der die Schreckenszeit überlebte, und dessen spätere Frau, ihre Stiefmutter.
In eindrücklichen Bildern würdigt Helena Ganor das Leben, Denken und Handeln dieser vier Menschen. Aus der Perspektive des Kindes erzählt sie zunächst vom unbeschwerten Alltag in einem ostpolnischen Dorf, geprägt vom Nebeneinander verschiedener Kulturen und Traditionen.
Dann schildert sie den tiefen Bruch, den die Pogrome und Mordaktionen während der deutschen Besatzung verursachen. Sie erzählt von ihrem eigenen Entkommen und von ihrem schwierigen Weg zurück ins Leben.
Lesung im November
Passend zum Monat November, in dem wir am 9. November der Reichspogromnacht von 1938 gedenken, liest Eva Spambalg-Berend ausgewählte Passagen aus diesem berührenden und aufrüttelnden Buch.
Wir freuen uns sehr, diese besondere Veranstaltung in Kooperation mit dem Keltenmuseum Hallein durchführen zu können!