Sonntagsgruß zum 13. September 2026

[11.09.2026 aktualisiert]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

Das neue Schuljahr beginnt – und damit kommt ab jetzt auch wieder regelmäßig unser Kirchen-Newsletter mit dem Sonntagsgruß!

Herzlich grüße ich euch mit dem Wochenspruch (1.Petrus 5,7):
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“

An dieser Zusage Gottes will ich mich festhalten: Gott weiß, was mir Sorgen und Angst macht, ihm kann ich mich anvertrauen. Es ist nicht immer leicht, Sorgen abzugeben – eine Freundin hat diesen Bibelvers als „anspruchsvolle Wurftechnik“ bezeichnet. Aber er enthält auch die Verheißung: Wenn ich mich nicht in meinen Sorgen vergrabe, immer nur um sie kreise, sondern sie abgebe – im Vertrauen, da sorgt sich einer um mich – dann wird das Leben leichter.

Diese Erfahrung, Gott kümmert sich um, wird mir immer wieder auch im Gottesdienst zugesprochen, wird in der Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern erfahrbar.
Deshalb herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten:

  • Freitag, 11. September, 12.00 Uhr Mittagsgebet
  • Sonntag, 13. September, 10.30 Uhr Alm-Gottesdienst am Seewaldsee (2.Mose 4 – Gabriel/Weber)
    Pünktliche Abfahrt am Pfarrhaus um 09.30 Uhr (Mitfahrgelegenheiten), 10.00 Uhr Treffpunkt am oberen Parkplatz am Seewaldsee (Weitere Infos im Anhang)

Der angehängte Sonntagsgruß bedenkt den Kernsatz des Predigttextes.

Im Anhang auch schon der Hinweis auf das nächste Neunzehn.neunzehn am Samstag, 19. September, 19.19 Uhr:
„Vor Vorurteilen freie Liebe – Theater, Musik & Poesie aus Orient und Okzident“, Nathans Ringparabel von Gotthold Ephraim Lessing (Plakat im Anhang)

Bergen will ich mich in Worte eines Gesangbuchliedes (EG 616):
Vater unser im Himmel, dir gehört unser Leben, wir loben dich.
Jesus Christ, unser Retter, dir gehört unser Leben, wir loben dich.
Heilger Geist, unser Tröster, dir gehört unser Leben, wir loben dich.

Gott nehme dir deine Sorgen und umhülle dich mit seiner Liebe. Gottes Kraft sei stärker als deine Angst und beschütze dich mit seinem Segen!

Euer Pfarrer Peter


Gruß zum 15. Sonntag nach Trinitatis, 13. September 2026

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

„Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“ (1.Mose 2,18) So lautet der Kernsatz des Predigttextes für diesen Sonntag. Er steht in der zweiten Schöpfungserzählung: In der Wüste schafft Gott mit einer Oase („Garten Eden“) einen Lebensraum, einen Ort der Beheimatung: Lebensspendendes Wasser und Pflanzen mitten in einer unwirtlichen Umgebung. So hat es das Volk Israel erlebt.

Dem Menschen (auf Hebräisch Adam, der ganz bewusst noch nicht geschlechtlich definiert ist) wird dieser Lebensraum geschenkt – auch mit dem Auftrag, ihn zu bewahren.

Doch der Mensch braucht andere Lebewesen, braucht Gemeinschaft und Austausch. Ebenso Hilfe und Unterstützung, um gemeinsam den Alltag zu bewältigen, um Geborgenheit und Nähe zu erfahren.

Gott schenkt ihm die Tiere, wichtige Wegbegleiter, aber keine wirklichen Gegenüber.

Dann schafft Gott einen zweiten Menschen, einen, der wirklich auf Augenhöhe, als wirklicher Partner dem Menschen zugeordnet ist. Um die Gleichwertigkeit beider Menschen auszudrücken, wird er aus der Rippe des ersten Menschen geformt.

Erst dadurch werden aus dem Menschen Mann (auf Hebräisch Isch) und Frau (auf Hebräisch Ischa), denn schon die Menschen damals erlebten ja, es gibt Menschen, die als männlich bzw. als weiblich gelesen und benannt werden. Um die Gemeinsamkeit von Mann und Frau zu betonen, übersetzt Luther mit „Mann“ und „Männin“, redet von seiner Ehefrau als „mein Herr Käthe“ – Luther ist damit seiner Zeit voraus! Für ihn ist ganz klar, in aller Unterschiedlichkeit haben Männer und Frauen die gleiche Würde und gelten auch vor Gott gleich viel.

Die Schöpfungserzählung geht noch einen Schritt weiter: Die Partnerschaft mit einem anderen Menschen ist stärker als die Bindung an die Eltern. Menschen verlassen ihre Ursprungsfamilie und begründen eine neue Familie, die nicht auf Blutsbanden, sondern auf Liebe basiert.

Viele Menschen erleben dieses Geschenk einer (lebenslangen) Partnerschaft und Ehe, die Verbindung mit dem einen Menschen, der mir von Gott geschenkt wird, mit dem ich dann sogar enger verbunden bin als mit meinen Eltern.

Doch es gibt natürlich auch Konflikte, wenn Eltern nicht loslassen können, oder wenn Kinder mehr zu ihren Eltern „halten“ als zu ihrem Partner. Sichtbar wird das vielleicht an der Frage, mit wem ich das Weihnachtsfest feiere… Und es gibt auch Menchen, die sich sehnlichst einen Partner, eine Partnerin wünschen, denen aber dieses Glück (noch) nicht geschenkt wurde. Oder die das Zerbrechen und Scheitern ihrer Partnerschaft erleben mussten.

Natürlich gibt es auch andere Formen inniger menschlicher Gemeinschaft in Freundschaften oder in einer Pfarrgemeinde, manchmal sogar weniger Konfliktanfällig wie eine Ehe. Und doch wünschen sich die meisten Menschen, den einen, mit dem sie gemeinsam durchs Leben gehen können. Möge Gott möglichst vielen von uns so einen Menschen schenken!

Euer Pfarrer Peter Gabriel
Ev. Pfarrgemeinde Hallein




 

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