[03.09.2026]
„Was in der Zeitung steht“ von Reinhard Mey
Reinhard Mey gehört zu den beliebtesten deutschen Liedermachern. Er behandelt in seinen Liedern meist aus dem Leben gegriffene Themen. Oft sind es satirische Alltagsbeobachtungen, in denen er gesellschaftlichen Gewohnheiten und kleineren Widrigkeiten des Alltags auf den Zahn fühlt.
Auch bei „Was in der Zeitung steht“, eines seiner weniger bekannten Lieder von 1983, besingt er eine Geschichte über die reißerische Presse, die gerade heute mit den Sozialen Medien und der Technik des Internets aktueller denn je ist. Eine falsche Meldung kann das Leben eines Menschen aus der Bahn werfen.
„Was in der Zeitung steht“ handelt von einem völlig überraschten und überforderten Mann, der in der Zeitung mit einem Finanzskandal und einem Foto von sich in Verbindung gebracht wird. Von einem Moment auf den anderen wird sein Tag zur „Hölle“. An jeder Ecke wittert er Mitmenschen, die ihm böse nachreden wollen. Die falsche Schlagzeile löst bei ihm Ohnmacht und Fassungslosigkeit aus, denn gegen eine öffentliche Lüge anzukämpfen, scheint für ihn unmöglich.
Im Abendblatt erscheint schließlich eine kleine Entschuldigung der Redaktion – ein unscheinbarer Fünfzeiler. Aber ehrlich: Wer liest so etwas, und wer schenkt ihm Glauben?
Und nun zum Hören des Liedes „Was in der Zeitung steht“. Link unten anklicken, reinhören und gut auf den Text achten. Der Reinhard Mey macht doch einfach schöne und bewegende Lieder.
Karin Landwehr
LINK: Der komplette Liedtext
LINK: Das Lied auf Youtube