[18.09.2027]
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
„Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.“ (2.Timotheus 1,10b) – der biblische Spruch für diese Woche – er ist auch Teil des Predigttextes – bezieht sich auf das Wunder der Auferstehung, das wir am Osterfest feiern, an das wir jeden Sonntag denken – und deshalb der Sonntag der christliche Feiertag ist.
Dieser 16. Sonntag nach Trinitatis markiert die Halbzeit zwischen dem vergangenen und dem nächsten Osterfest – und wird deshalb auch als „Kleinostern“ bezeichnet.
So befasst sich auch der angehängte Sonntagsgruß mit der Auferstehung und Verheißung des neuen Lebens.
Im Gottesdienst am Sonntag singen wir deshalb auch Osterlieder und hören österliche Text – dazu und zu weiteren Gottesdiensten und Veranstaltungen laden wir euch ganz herzlich ein!
- Freitag, 18. September, 12.00 Uhr Mittagsgebet
- Samstag, 19. September, ab 08.30 Uhr Gartentag – das Gartenteam freut sich über rege Beteiligung!
- Samstag, 19. September, 19.19 Uhr: Neunzehn.neunzehn „Vor Vorurteilen freie Liebe – Theater, Musik & Poesie aus Orient und Okzident“, Nathans Ringparabel von Gotthold Ephraim Lessing (Plakat im Anhang)
- Sonntag, 20. September, 09.30 Uhr Abendmahls-Gottesdienst mit Einführung unserer Lektor*innen (2.Timotheus 1,3-10 4 – Gabriel/Safari), im Anschluss Nachgespräch
- Sonntag, 20. September, 18.00 Uhr „Gottesdienst auf der Grenze“, Gmerk am Dürrnberg – gemeinsam mit unserer Partnergemeinde Berchtesgaden (Josua 3 – Gabriel, Höglauer/Pröglhöf)
Treffpunkt um 17.15 Uhr am Gasthof Neuhäusl, Wanderung zum Gmerk, nach der Rückkehr Einkehr im Gasthof (Wer vom Pfarrhaus mit dem Auto mitgenommen werden möchte, bitte melden. Es besteht auch die Möglichkeit, direkt zum Gottesdienstort mit dem Auto zu fahren.)
Christian Fürchtegott Gellert dichtet (EG 115,1+6)
Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.
Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben.
Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben,
wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht!
Diese Glaubenszuversicht und Hoffnung wünsche ich euch! Gott begleite uns alle mit seinem Segen!
Euer Pfarrer Peter
Gruß zum 16. Sonntag nach Trinitatis, 20. September 2026
Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!
Von der Auferweckung des Lazarus erzählt das Evangelium dieses Sonntags. Als dieser krank ist, rufen seine Schwestern Maria und Marta nach Jesus, mit dem alle 3 befreundet sind. Sie hoffen, Jesus möge Lazarus wieder gesund machen. Doch als Jesus endlich in ihrem Dorf Bethanien eintrifft, liegt Lazarus schon 4 Tage lang im Grab. In Trauer und Hoffnung geht Marta Jesus entgegen. Ein wenig vorwurfsvoll meint sie, er hätte Jesus am Leben erhalten können. Zugleich ist da ihr Vertrauen, auch jetzt noch ist Unmögliches möglich.
Und tatsächlich: Jesus ruft den toten (oder nur tot geglaubten? Lazarus aus dem Grab heraus, führt ihn wieder ins Leben zurück. Natürlich ein Leben auf dieser Welt, das durch den Tod begrenzt bleibt, irgendwann muss Lazarus sterben – wie wir alle.
Doch Jesus geht es letztlich um etwas Anderes, nicht um die Verlängerung des irdischen Lebens, sondern um das ewige Leben, das nie endet.
In seiner Zusage an Marta verheißt Jesus (Joh. 11,25-26): „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.“ Wir denken bei ewigem Leben meist an das Leben bei Gott nach dem irdischen Tod. Christen und Christinnen sind getragen von der Hoffnung, nach dem Tod bei Gott geborgen zu sein. Jesu Auferweckung von den Toten ist sozusagen unser Angeld auf dieses Leben bei Gott. Die Verheißung Jesu im Johannesevangelium reicht aber noch weiter.
Zum einen ist Jesus der Schlüssel für das, was wir Auferstehung nennen. Der Glaube an Jesus und an seine Auferweckung von den Toten ist die Grundlage christlichen Glaubens überhaupt – ohne das Ostergeschehen und das Bekenntnis der ersten Jüngerinnen und Jünger zum auferstandenen Jesus würde es gar kein Christentum geben.
Und es begründet auch meine Hoffnung, wer im Vertrauen auf Gott und Jesus verstirbt, auf den wartet das Leben bei Gott in seiner Ewigkeit. Das tröstet mich im Blick auf mein eigenes Lebensende und ebenso in meiner Trauer um liebe Menschen. Und ich hoffe, dass Gott in seiner Barmherzigkeit alle Menschen zu sich holt, dass Gott auch bei den Menschen Glauben findet, bei denen ich vielleicht gar keinen sehe.
Zum anderen „beginnt“ das Leben, von dem Jesus spricht, nicht erst nach meinem Tod.
Sondern dieses erfüllte, in Gott gegründete Leben gibt es schon hier auf Erden. Im Vertrauen auf Gott und Jesus wird mein Leben „anders“, tiefer, getragener… Und der irdische Tod verliert seine Bedeutung, ist nicht mehr das einschneidende Ereignis, das mir Angst macht, sondern nur noch der Übergang vom Leben in Gottes Welt und Liebe hier auf Erden zum Leben in Gottes himmlische Welt.
Die Erfahrung dieses von Gott geschenkten Lebens, dieses Vertrauen auf Jesus wünsche ich mir!
Euer Pfarrer Peter Gabriel
Ev. Pfarrgemeinde Hallein