Sonntagsgruß zum 8. November 2026

[06.11.2026]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

„Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9)
In unseren unfriedlichen Zeiten voller Kriege, sogar mitten in Europa, in einer verunsicherten und zerrissenen Gesellschaft trifft mich die Zusage Jesu aus der Bergpredigt. Ja, wie sehr sehne ich mich nach Frieden!
Doch wenn ich genau hinschaue, wird mir bewusst: Ich bin gefragt! Ich habe es selbst in der Hand, mich für Frieden einzusetzen, auch nach Enttäuschung wieder auf einen Menschen zuzugehen, bei Meinungsverschiedenheiten und Streit das gemeinsame Gespräch zu suchen. Das ist nicht leicht, aber genau das zeichnet mich als Kind Gottes aus!

Der angehängte Sonntagsgruß handelt von der Sehnsucht nach Gottes neuer Welt und bedenkt, was mir in diesen düsteren Novembertagen Trost schenkt.

Trost und Auferbauung erfahre ich im Wort Gottes, im Gebet und ebenso in der Gemeinschaft der Gottesdienst-Feiernden – deshalb herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten an diesem Wochenende:

  • Freitag, 06. November, 12.00 Uhr Mittagsgebet im Gemeindesaal
  • Sonntag, 08. November, 09.30 Uhr Gottesdienst für dich & mich „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ – anschließend Saftladen unter dem Motto „Bring & share“ (Plakat im Anhang)

Dienstag, 10. November, 15.00 Uhr Seniorenkreis „Herbstliches Bingo“
Nehmt das Angebot des Ökumenischen Trauerraumes, der als ökumenische Initiative in der katholischen Stadtpfarrkirche bis zum 22. November angeboten wird, wahr! An mehreren Stationen kann man sich mit dem Thema Trauer auseinandersetzen und seinen Gefühlen Ausdruck verleihen. Täglich von 09.00 – 10.00 Uhr und von 17.00 – 18.00 Uhr gibt es das Angebot zum persönlichen Gespräch. (Plakat im Anhang)

Heute schon der Hinweis auf eine besondere Veranstaltung in Kooperation mit dem Keltenmuseum:
Dienstag, 17. November, 19.00 Uhr, Keltenmuseum „Vier Briefe an die Zeugen meiner Kindheit“ von Helena Ganor, Lesung mit Eva Spambalg-Berend (Plakat im Anhang)

Leider sind alle Vorführungen des Stückes „Toc toc“ des EL-Theaters in unserer Kirche schon ausverkauft, aber am Freitag, 20. November, um 19.00 Uhr wird das Stück im Pfarrzentrum nochmals aufgeführt – Karten bitte bestellen unter www.treffpunkt-rif.at! (Plakat im Anhang)

Georg Lengerke schreibt:
Herr, sende mir Menschen, die mir die Wahrheit sagen von Dir,
damit ich von Dir die Wahrheit höre über mich,
über das Glück, das neue Leben
und den Himmel, der auf Erden beginnt.

Ich wünsche euch viel Kraft, Trost und Ermutigung in diesen November-Tagen und die Gewissheit: Gott ist da und trägt mich!
Euer Pfarrer Peter


Gruß zum drittletzten Sonntag im Kirchenjahr, 8. November 2026

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde! „Darum tröstet euch untereinander und einer erbaue den anderen.“ (1.Thessalonicher 5,11) – so ermuntert der Apostel Paulus die Mitglieder der christlichen Gemeinde in Saloniki. Denn Verunsicherung hatte die frühen Christ*innen erfasst: Der auferstandene Christus sollte doch bald wiederkommen, dann diese irdische Welt zu Ende sein und Gottes vollkommene Herrschaft der Liebe anbrechen. Doch nun waren die ersten von ihnen verstorben – und zur Trauer über den Tod mischte sich die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob ich auf Erden lebe oder schon tot bin, wenn Jesus Christus wiederkommt.

Knapp 2.000 Jahre später haben die Christ*innen sich damit abgefunden, dass Jesus noch nicht wiedergekommen ist, und sich in dieser Welt eingerichtet. Warte ich eigentlich noch und hoffe auf Gottes Herrschaft hier auf Erden?

Die Situation in unserer Welt, Klimakrise, Kriege, Machtspiele der Mächtigen, Spaltung der Gesellschaft und um sich greifende Unzufriedenheit lassen jedenfalls in mir die Sehnsucht wachsen: Wann macht Gott dem endlich ein Ende, stoppt das Unrecht und die Gewalt?

Wann gewinnen Liebe und Frieden die Oberhand? Aber mir ist auch klar: Es ist dann nicht mehr diese Welt, sondern es ist die neue Welt Gottes, die erst nach der Vernichtung dieser Welt anbricht – so lese ich es in den Schriften des Neuen Testamentes.

Die Sonntage zwischen dem Reformationstag und dem 1.Advent beschäftigen sich mit diesen Fragen. Aber es ist zugleich die Zeit zwischen dem Allerheiligen- und Allerseelentag sowie dem Ewigkeitssonntag. Das Thema Tod und Trauer stehen im Mittelpunkt dieser Wochen. Ich denke in besonderer Weise an die Menschen, die verstorben, die mir schon zu Gott vorausgegangen sind. Wir besuchen die Gräber unserer Lieben oder entzünden für sie eine Kerze. Solche bewussten Zeichen tun mir gut, aber mehr noch die Zuwendung anderer.

Dazu passt die Ermunterung des Apostels: Tröstet euch untereinander! Ja, es hilft mir zu erzählen von dem geliebten verstorbenen Menschen, und zu erleben: ein anderer hört mir zu, nimmt mich ernst in meiner Traurigkeit, stellt sich an meine Seite, nimmt Anteil an mir.

Wenn ich mich getröstet fühle, ist meine Traurigkeit nicht einfach weg, aber sie ist aufgehoben bei einem anderen, bei Gott. Ich fühle mich getragen.

Um jemanden zu trösten, braucht es nicht viele Worte, sondern aufmerksames Zuhören, DaSein, miteinander sich erinnern und schweigen, vielleicht auch miteinander weinen. Oder einfach eine herzliche mitfühlende Umarmung.

Das ist aufbauend, das tut gut. Und auch das Teilen einer gemeinsamen Hoffnung: der Verstorbene ist jetzt bei Gott, in seiner Liebe geborgen. Ich brauche mir keine Sorgen mehr zu machen. Ich darf ihn bzw. sie Gott an-vertrauen. Wer in mir diese Hoffnung bestärkt, der baut mich auf, so wie es der Apostel wünscht.

Ich wünsche euch in diesen November-Tagen viele solcher Trost-Erfahrungen!

Euer Pfarrer Peter Gabriel Ev. Pfarrgemeinde Hallein






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