Freut ihr euch auf Weinachten?

[23.12.2022]

Freut Ihr euch auch schon auf Weihnachten? Ich freue mich schon riesig darauf!

Ich liebe diese Stille am Abend, wenn es dunkel wird und die Lichter erstrahlen. Vermutlich wird es heuer etwas anders werden, wegen der „Energiekrise“, aber dennoch gibt es dann noch Kerzenlicht oder der Kamin ist angezündet und wärmt nicht nur das Wohnzimmer, sondern auch die Herzen. In der Küche duftet es dann nach Weihnachtskeksen und Punsch und allen anderen Leckereien. Wenn dann alle Lieben zusammensitzen, sich Geschichten erzählen und miteinander lachen und singen…. Ich liebe das.

Aber für einige von uns, ist Weihnachten nicht schön. Sie sind weit weg von zu Hause, haben zwar gute Freunde, aber die feiern mit ihren eigenen Familien. Also sind sie zu Weihnachten allein. Einer davon ist Pepe. Von ihm möchte ich euch heute erzählen.

Pepe kommt aus Südamerika, arbeitet aber hier in Österreich. Er lebt sehr gerne hier und er hat auch schon viele Freunde gefunden. Leider hatte er heuer nicht das Geld, um zu Weihnachten zu seiner Familie zu fliegen und nun saß er etwas traurig und besorgt in seiner Küche und wusste nichts Rechtes mit sich anzufangen. „Am besten ich gehe jetzt ins Bett und stehe erst in zwei Tagen wieder auf“, dachte er sich. „Das ganze Tamtam mach ich nicht mit“. Und dennoch blieb er sitzen und sah wehmütig aus dem Fenster. „Ach wie schön wäre es, das gute Essen meiner Mama zu genießen und die schöne Stimme von Tante Maria zu hören.“

Tief in Gedanken versunken, hätte er fast nicht gehört, dass jemand an seiner Tür läutete. „Wer kann das sein? Es ist doch schon so spät, es sind doch alle bestimmt schon zu Hause und feiern mit ihren Familien?“ Neugierig stand er auf, ging zur Tür und öffnete sie. „Guten Tag“, sagte ein Postbote freundlich „Ich habe ein Paket für Sie.“ „Aber wieso sind Sie denn noch unterwegs? Es ist ja schon so spät?“ „Och, wissen Sie, es waret auf mich zu Hause niemand und ich sah das Paket noch reinkommen und dachte mir, ich mache jemandem vielleicht damit eine Freude. Also in dem Fall Ihnen“, sagte der Postbote. „Niemand? Tja das kenne ich“, sagte Pepe, „wollen Sie reinkommen? Dann sind wir wenigstens nicht beide allein?“ Der Postbote überlegte kurz, entschloss sich schließlich der Einladung zu folgen und trat in die Wohnung. Er stellte das Paket auf dem Tisch und setzte sich hin. Pepe war gespannt, was denn in diesem Paket wohl drinnen wäre, und öffnete es. Als erstes fiel ihm ein Brief in die Hände, er öffnete ihn und erkannte die Handschrift seiner Mutter. Da stand:

Lieber Pepe,

wir hoffen, das Paket kommt noch pünktlich an und wünschen dir wundervolle Weihnachten!

Da du ja heuer nicht zu uns kommen kannst, haben wir uns überlegt, was wir dir für die Weihnachtstage senden könnten. Lass es dir schmecken und genieße die anderen Dinge!

Deine Mama!

P.S.: Wir lieben dich sehr!

Er fand allerhand in seinem „Care-Paket“: Strümpfe, Bilder von seinen Neffen und Nichten, Kekse, eingemachte Chillies und noch vieles mehr.

Später saßen nun der Postbote (der sagte, dass er Frank heißt) und Pepe zusammen am Küchentisch. Sie tranken Wein und kochten sich etwas Leckeres aus den Sachen im Paket. Sie hörten sich Aufnahmen von seiner Tante an, die sie ihm geschickt hatte, lachten, erzählten sich gegenseitig Geschichten und wurden schließlich gute Freunde.

Am späten Abend dann, beschlossen die beiden neuen Freunde, miteinander in die Christmette zu gehen und Pepe dankte Gott, dass er ihm Frank geschickt hatte, der ihm so viel Freude machte.

Also ich wünsche Euch ein schönes Fest und dass ihr auch alle nicht allein seid und viel Freude mit den Menschen um euch herumhabt.

In diesem Sinne Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr

Eure Yvonne

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