[07.04.2026]
Ganz, ganz herzlichen Dank an alle, die auch in den immer teurer werdenden Zeiten ihrer Kirche die Treue halten und ihren Kirchenbeitrag wie jedes Jahr sofort eingezahlt haben! Das hilft uns sehr für unsere Arbeit in der Gemeinde.
Leider erfahren wir immer wieder, dass die postalische Kirchenbeitrags-Vorschreibung nicht ankommt. Wenn ihr im März keine Post bekommen habt – meldet euch bitte im Pfarramt!
Meldet euch auch auf jeden Fall, wenn ihr wegen der überall steigenden Kosten oder anderer finanzieller Belastungen heuer weniger oder gar nicht zahlen könnt! Oder wenn wir euch falsch eingestuft haben! Wir sind für euch da – und kommen euch auch finanziell entgegen!
Peter Gabriel
Kirchenbeitrag für Selbstständige – einfach und gerecht!

Vor rund 23 Jahren haben wir uns anlässlich der angekündigten Geburt unserer ersten Tochter zum Eintritt in die evangelische Kirche entschieden und sind seither zu unserer Gemeinde in Hallein zugehörig. Wir waren beide von Anbeginn selbstständig und wurden hinsichtlich des Kirchenbeitrags vorerst „geschätzt“ und der errechnete, jährliche Beitrag so vorgeschrieben. Das haben wir – ohne es lang zu hinterfragen – in den Folgejahren so hingenommen und unsere Beiträge jährlich geleistet.
Bis dann eines Tages der Fall eingetreten ist, dass das Unternehmen meiner Frau und auch meines, zwei schlechte Jahre hintereinander zu verzeichnen hatten und wir gezwungen waren, ganz besonders auf unsere Ausgaben zu achten. Auch die Höhe des Kirchenbeitrags wurde dabei hinterfragt und in weiterer Folge der jeweilige Einkommenssteuerbescheid eingereicht, um hier zu einer Kostenerleichterung zu gelangen. Dadurch wurden wir erstmals in Folge wirklich richtig bemessen.
Nicht nur weil ich damals bereits Gemeindevertreter war, sondern auch, weil mir insbesondere soziale Gerechtigkeit sehr wichtig ist, habe ich dieses Ereignis zum Anlass genommen, meine zukünftigen Beiträge nicht auf einer Schätzung durch die Beitragsstelle beruhen zu lassen, sondern wirklich jährlich genau abzurechnen. Bei Angestellten, ArbeiterInnen und PensionistInnen ändert sich nicht so viel, aber bei Selbstständigen sind die jährlichen Geschäftsergebnisse immer unterschiedlich und so gut wie niemals gleich. Aus diesem Grund ist auch der Kirchenbeitrag jedes Jahr ein anderer: in guten Jahren höher, in schlechten Jahren ganz niedrig.
Damit es auch weiterhin gerecht bleibt, reichen wir nun jährlich unsere Einkommenssteuerbescheide ein, sobald sie vorliegen. Das geht ganz einfach bei uns im Pfarrbüro mittels Mail an unsere Yvonne und wenn die Vorschreibung bereits zugesandt wurde und der Jahresabschluss beim Steuerberater noch länger dauern sollte, reicht eine kurze Mail mit Hinweis an Yvonne, dass die Bescheide bis längstens Ende Oktober vorgelegt werden. Sie nimmt dann die exakte Berechnung vor, sobald sie von uns die Bescheide zugesandt bekommen hat, und schickt uns die so korrigierte Vorschreibung zu. Dadurch haben wir keinen Stress und die Gemeinde bekommt exakt den Betrag, den wir persönlich als Beitrag zu leisten haben, es ist also der sozialen Gerechtigkeit zu 100 % Genüge getan und sichergestellt, dass wir uns den Beitrag auch immer leisten können. Für Fragen zur Abrechnung von Selbstständigen steht Yvonne Ennsmann im Pfarrbüro zur Verfügung.
Andi Pilz
Beitragsbild: www.caepsele.de in gemeindebrief.de