Sonntagsgruß zum 15. März 2026

[13.03.2026]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ (Johannes 12,24)
Mit einem Bild aus der Natur deutet Jesus sein Sterben: Es ist nicht umsonst, sondern es dient mir und uns, verbindet neu mit Gott.
So ist Jesu Tod am Kreuz ein gutes, Fruchtbringendes Ereignis.
Am Sonntag Lätare (Freut euch!) haben wir den halben Weg vom Aschermittwoch bis zum Ostersonntag schon geschafft – deshalb ist dieser Sonntag von tröstlichen, mutmachenden Bildern geprägt, aufgehellt durch die Auferstehungshoffnung.

Der nachstehende Sonntagsgruß bedenkt den Kernsatz des Predigttextes zum Thema Trost!

Trost, Stärkung und Ermutigung dürfen wir im Gottesdienst erleben – herzliche Einladung dazu:

  • Freitag, 13. März, 12.00 Uhr Mittagsgebet
  • Sonntag, 15. März, 09.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Jesaja 66,10-14 – Gabriel + Ennsmann/Korntner)

Herzliche Einladung zu unseren weiteren Veranstaltungen:

  • Dienstag, 17. März, 19.00 Uhr, Pfarrsaal Oberalm 4.Abend der Ökumenischen Fastenaktion mit Vortrag von Angelika Gassner (Plakat im Anhang)
  • Donnerstag, 19. März, 19.19 Uhr Neunzehn.neunzehn „Der Weg zur Vollkommenheit“ mit BachWerkVokal und Gordon Safari, u.a. Telemann-Kantate „Seele, lerne dich zu erkennen (Plakat im Anhang)

Gebet zum Sonntag
Lebendiger Gott, du kannst Trauer in Freude verwandeln und dürre Täler in sprudelnde Quellen.
Zeig uns, wo du nahe bist ins unserem Leben – und in unserer Welt.
Lass uns Kraft gewinnen durch dein Wort und dein Mahl.
Halte uns in deinem Frieden – durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen!

Gottes Frieden erfülle euch, Gottes Liebe umgebe euch, Gottes Segen tröste euch!
Euer Pfarrer Peter


Gruß zum Sonntag Lätare, 15. März 2026

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ (Jesaja 66,13) – so lautet der Kernsatz des Predigttextes dieses Sonntags. Das Wort Trost spricht mich unmittelbar an! Wie gut tut es, wenn mich jemand tröstet, wenn ich traurig bin. Traurig, weil ich etwas nicht geschafft habe, mir etwas versagt bleibt, wenn meine Kräfte weniger werden. Traurig vor allem, wenn Beziehungen zerbrechen, wenn ein mir lieber Mensch oder auch ein Haustier stirbt. Was hilft mir dann? Was tröstet mich?

Vor allem, wenn sich mir jemand zuwendet, mich in meiner Traurigkeit wahrnimmt, nachfragt und den Grund meiner Trauer ernstnimmt. Mir tut es gut, wenn ich erzählen kann, was mich traurig macht, wenn jemand mir zuhört.

Zum Trösten gehören weniger „gescheite“ Worte als vielmehr aktives Zuhören, eine Umarmung, eine Geste, eine kleine Aufmerksamkeit. Wichtig ist, dass ich mich ernst genommen fühle, und der andere meine Trauer nicht kleinredet. Sätze wie „Ist doch nicht so schlimm!“, „Das wird schon wieder!“ oder „Bist du immer noch traurig?“ sind wenig hilfreich.

Als Tröstender muss ich nicht allen Schmerz, alle Traurigkeit beseitigen, denn es geht eher um ein Aushalten, ein Zurecht-Kommen mit der traurigen Situation. Vor allem, Trauer braucht Zeit und Raum. Oft fehlen mir die Worte, manchmal fühle ich mich auch überfordert, mit der Trauer eines anderen umzugehen – gut ist, das offen auszusprechen und dennoch da zu sein.

Als kleines Kind hat mich vor allem meine Mama getröstet. Sie hat mich in den Arm genommen, gestreichelt, mir gut zugeredet, sich Zeit für mich genommen, mir zugehört. Sie hat gut ausgehalten, wenn ich geweint habe, wenn ich mich vor Trauer verkriechen wollte. Kleinkinder finden Trost, wenn sie an der Brust der Mutter säugen oder sich einfach an die Brust ankuscheln können.

Das ist das zweite, was mich am Predigttext fasziniert: Der Prophet Jesaja wählt ein eher untypisches Bild für Gott und beschreibt es sehr ausführlich.

Die meisten Vorstellungen in der Bibel von Gott sind männlich – ohne damit sagen zu wollen, dass Gott ein Mann ist. „Du sollst dir kein Bild von Gott machen“, bedeutet ja, Gott nicht auf eine Vorstellung festzulegen.

Doch Jesaja beschreibt Gott wie eine tröstende Mutter. Die Menschen, die ins zerstörte Jerusalem zurückgekehrt sind, traurig darüber, dass alles so anders ist, die sich mit der neuen Situation nicht zurechtfinden, werden sogar ermutigt, wie Kleinkinder an der Brust Jerusalems sich zu sättigen, sie dürfen sich wie Kleinkinder in Gottes Armen bergen. Was für ein Angebot!

Wie und wo erlebe ich diesen Trost Gottes? Sicher im tröstenden Dasein anderer Menschen, aber auch im Wort Gottes, das mich aufbaut und stärkt, in der Feier des Christusmahles – Essen und Trinken können sehr stärkend und tröstlich sein – im Gebet, in der Stille.

Ich wünsche mir und uns, dass ich in diesen „Gott allen Trostes“ (2.Korinther 1,3) immer wieder erleben darf, dass ich nie trostlos bin!

Euer Pfarrer Peter Gabriel


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