[24.04.2026]
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2.Korinther 5,17) – so lautet der biblische Spruch für den Sonntag Jubilate, den Jubelsonntag.
Die Verbindung zu Jesus Christus, die in meiner Taufe ihren Anfang genommen hat, verändert mich. Mit Martin Luther gesprochen bin ich zwar immer noch sündiger Mensch, aber ich bin auch schon der von Gott gerecht gemachte neue Mensch, bin Kind Gottes.
Was es bedeutet, an dieser Verbindung zu Jesus Christus festzuhalten, also in Jesus zu bleiben, davon handelt der angehängte Sonntagsgruß.
Zum Bleiben in Jesus gehört für mich auch die Gemeinschaft im Gottesdienst und anderen Angeboten. Deshalb wie immer herzliche Einladung dazu!
- Freitag, 24. April, 12.00 Uhr Mittagsgebet
- Samstag, 25. April, 16.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst in der Seniorenresidenz Kahlsperg (Gabriel/Staiger)
- Sonntag, 26. April, 09.30 Uhr Gottesdienst (Johannes 15,1-12 – Gabriel/Pollhammer)
- Sonntag, 26. April, 11.00 Uhr Kinderkirche „Die kleine Raupe“ (Plakat im Anhang)
- Mittwoch, 29. April, 19.00 Uhr HTL Hallein (Davisstr. 5) Interreligiöse Talkrunde „Kippa, Kreuz und Kopftuch“ (Plakat im Anhang)
Gedanken von Anette Feigs:
Herr, in deiner Nachfolge entdecken wir das Licht in der Finsternis.
Herr, in deiner Nachfolge verschenken wir Güte trotz vieler Nadelstiche.
Herr, in deiner Nachfolge überstrahlt unser Lächeln den bösen Grimm.
Herr, in deiner Nachfolge siegt die Auferstehung über das Kreuz.
Ich wünsche euch, dass ihr Kraft, Trost und Segen erleben dürft im Verbundensein mit Gott und in der Gemeinschaft der Glaubenden!
Euer Pfarrer Peter
Gruß zum Sonntag Jubilate, 26. April 2026
Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!
Die Bildrede vom Weinstock (Johannes 15,1-12) ist der Predigttext für diesen Sonntag.
Jesus bezeichnet sich selbst als Weinstock, an dem wir Menschen als Reben hängen – er ist also die Verbindung, das Bindeglied zwischen mir und Gott. Der wird als Weingärtner beschrieben, der sich rührend und liebevoll um den Weinstock kümmert. Er wünscht sich eine möglichst gute Ernte, viele saftige Trauben. Die Trauben, das sind die Früchte meines Lebens, also das, was ich für mich erreicht oder für andere bewirkt habe, wo ich mit Worten und Taten Gutes vollbracht, im Sinne Gottes und seiner Gebote gelebt habe.
Hängen geblieben bin ich an der schlichten Zusage und Aufforderung Jesu: „Bleibt in mir und ich in euch.“ Bleiben – das ruft in mir unterschiedliche Bilder hervor. Als Jugendlicher war ich froh, endlich nicht mehr in meiner Heimatstadt und im Elternhaus wohnen bleiben zu müssen. Ich wollte neue Welten entdecken und interessante Menschen kennenlernen, endlich selbständig meinen Alltag gestalten und mein Lieblingsfach studieren.
Auch in den vergangenen Jahrzehnten habe ich an verschiedenen Orten gelebt und gearbeitet, es gab immer wieder den Wunsch nach Veränderung.
Aber: bedeutet Bleiben denn Stillstand, alles bleibt so, wie es immer schon war, also Langeweile, eingeengt sein im gleichen Trott, in den hergebrachten Traditionen?
Für mich ist Bleiben kein statischer, sondern ein dynamischer Begriff. Denn Bleiben beschreibt ja keinen Zustand, sondern ein Beziehungsgefüge. Und eine Beziehung ist ständig in Wandlung begriffen, ist etwas höchst Lebendiges. Bleiben hängt für mich jedoch mit Verbunden-Sein und auch mit Treue zusammen.
Mit meinen Eltern war ich ihr Leben lang und auch über ihren Tod hinaus eng verbunden.
Es sind die Menschen, die mir nicht nur mein Leben, sondern ganz viel Liebe geschenkt, die mich geprägt haben. Und in meiner Partnerschaft erlebe ich seit 35 Jahren dieses verbindliche Bei-einander-Bleiben. Aus dem ersten Verliebtsein ist Liebe geworden und der gemeinsame Wunsch, der Wille und das Versprechen: Wir wollen ein Leben lang zusammen bleiben und füreinander da sein – in guten und auch schwierigen Zeiten.
Jesus redet vom Bleiben im Blick auf den Glauben, die Beziehung zu ihm und zu Gott. Auch dazu habe ich mich bei meiner Konfirmation und immer wieder im Laufe meines Lebens entschieden: als Christ zu leben und mit meiner Gemeinde und der evangelischen Kirche verbunden zu bleiben.
Das ist eher unmodern: viele Menschen verlassen die christlichen Kirchen, der Glaube spielt im Alltag keine große Rolle mehr und die christlichen Feiertage sind vor allem Familienfeste, Anlass für freie Zeit, Urlaub und Geschenke. Gleichzeitig erleben wir einen Werteschwund: Gewaltbereitschaft steigt, Respekt und Achtung, Höflichkeit und Nächstenliebe stehen nicht hoch im Kurs. Und man klagt über das Ende des christlichen Abendlandes.
Deshalb ist für mich Jesu Aufforderung hoch aktuell: Bleibt in Verbindung mit mir und damit mit Gott. Das gelingt über sein Wort (die Bibel), im Gebet und über die Gemeinschaft der Glaubenden. Die und auch ich ganz persönlich lebe von der Zusage Jesu: ich bleibe in euch – und in dir!
Euer Pfarrer Peter Gabriel
Ev. Pfarrgemeinde Hallein
KINDERKIRCHEApril26-20260417093618