[08.05.2026]
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
„Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“ (Psalm 66,20) – dieses tiefe Vertrauen des Beters bzw. der Beterin passt gut zum Sonntag mit Namen Rogate (= Betet)! Gott hört mich und mein Gebet, Gott ist und bleibt mir gnädig zugewandt.
Der angehängte Sonntagsgruß beschäftigt sich ebenfalls mit dem Beten.
Auch die biblischen Texte dieses Sonntags handeln vom Beten. Der Gottesdienst selbst ist ein großes Gebet zu Gott.
So lasst euch trotz oder gerade wegen des Muttertages herzlich zum Gottesdienst einladen.
Denn Beten ist ja nicht nur Bitten, sondern auch Danken, z.B. für alles, was unsere Mütter für uns tun oder getan haben.
- Freitag, 8. Mai, 12.00 Uhr Mittagsgebet
- Samstag, 11.00 Uhr Bikersegnung (Plakat im Anhang)
- Sonntag, 10. Mai, 09.30 Gottesdienst (Matthäus 6,5-8 – Gabriel/Weber)
Schon heute weise ich euch auf das nächste Neunzehn.neunzehn hin:
Dienstag, 19. Mai, 19.19 Uhr „Starke Stimmen. Ikonen zwischen Traum und Realität“ mit Ingeborg Weber, Silke Stein und Bettina Pann (Plakat im Anhang)
Und auf den nächsten Gartentag am Samstag, 16. Mai, 09.00 – 13.00 Uhr! (Plakat im Anhang)
Du Gott, hörst meine Gebete.
Was ich ausspreche – es geht bei dir nicht verloren.
Wofür mir die Worte fehlen – du weißt davon.
Du hörst und du siehst mich.
Lass mich darauf immer wieder vertrauen. Amen!
Möget ihr im Gebet Kraft tanken können, möget ihr beim Beten so still werden, dass ihr hört, was Gott euch antwortet!
Euer Pfarrer Peter
Gruß zum Sonntag Rogate, 10. Mai 2026
Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!
„Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.“ (Matthäus 6,8) So lautet für mich der zentrale Satz aus dem Predigttext für den Sonntag Rogate, auf Deutsch: Betet!
Beten lebt von und gründet sich auf ein tiefes Vertrauen. Beten, also mit Gott sprechen, ihm meine Freuden und Sorgen, meinen Dank und meine Bitten mitteilen, kann ich, wenn ich zum einen daran glaube, Gott hört mich hört, er interessiert sich für mich und meine Anliegen. Und wenn ich zum anderen vertraue: Was mich bewegt, ist bei ihm gut aufgehoben, er weiß, was mir fehlt, was ich brauche – schon lange bevor ich es formuliert, vielleicht sogar selbst mir klar gemacht habe.
Von daher braucht es gar keine ausführlichen Worte, ich muss Gott nicht erklären, was mir alles fehlt, worum ich ihn bitte. Es reicht, dass ich mir ein wenig Zeit für ihn nehme, still werde, an ihn denke und mich ihm hinhalte.
Denn Beten ist ja ein Gespräch, ist Ausdruck einer vertrauensvollen Beziehung. Deshalb kommt zum selbst Reden auch das Hören. Was will Gott mir sagen?
Manchmal höre ich Gott durch andere Menschen, ich höre aus Worten der Bibel, was er mir sagen will. Manchmal wird mir in der Stille, im Bedenken meines Lebens klar, was Gott mit mir vorhat, was für mich gut ist.
Das kann sich ja durchaus unterscheiden: Das, was ich mir wünsche, für mich erbitte, und das, was Gott und seinem Willen entspricht, was in Gottes Augen für mich gut ist.
Ich habe es immer wieder erlebt, wie gut es war, wenn meine Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind, und es ganz anders, als von mir erhofft, gegangen ist.
Jesus macht mir einerseits Mut, ganz frech und unverschämt zu bitten, Gott alles hinzulegen, was mich beschäftigt. Er versteht Gott als liebevollen, verständigen Vater – und der hält viel aus. Aber Jesus macht zugleich klar, beim Beten und Bitten geht es vor allem um das zum Leben Notwendige. Gott hat offene Ohren, wenn es mir wirklich schlecht geht, ich in einer schwierigen Situation stecke.
Zur Zeit Jesu war es schon nicht selbstverständlich genug zum Essen zu haben, da macht die Bitte „Unser tägliches Brot gibt uns heute“ Sinn.
Ich lebe in einer Überflussgesellschaft, habe viel zu viel, bin ziemlich verwöhnt. Wofür ist es da eigentlich noch angebracht zu bitten? Sicher um Gesundheit für mich und andere, um ein respektvolles und liebevolles Miteinander, um Frieden, aber eher nicht um ein neues Handy oder billigere Benzinpreise.
Mein Beten äußert sich vor allem im Danken, dass es mir so gut geht – nicht nur materiell.
Und im Beten für andere, die nicht so viel Liebe und Geborgenheit erleben dürfen wie ich, die in Kriegsgebieten leben, die kaum genug zum Essen und zum Trinken haben.
Beten, das Gespräch mit Gott, begleitet mich durch meinen Alltag – dieses Vertrauen: wo immer ich bin, was immer ich tue, Gott ist da – wie ein ständiger Lebensbegleiter.
Euer Pfarrer Peter Gabriel
Ev. Pfarrgemeinde Hallein
PlakatBikersegnung26-20260425183500
PlakatGartenaktion160526-20260507195615