[05.06.2026]
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
„Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.“ (Lukas 10,16a) – so lautet der Wochenspruch zum 1. Sonntag nach dem Trinitatisfest.
Jesus mutet seinen Jüngerinnen und Jüngern viel zu, aber er tröstet sie auch. In ihrem Reden, in ihrem Leben verkündigen sie Jesus selbst – das ist eine große Anforderung. Wer aber ihnen nicht glaubt, sich von ihnen abwendet, der wendet sich von Jesus selbst ab.
Ich nehme für mich mit: Spüren Menschen mir ab, dass ich Gott vertraue? Lebe ich authentisch und ansteckend meinen Glauben?
Und: Ich muss nicht alles persönlich nehmen. Wenn jemand aus der Kirche austritt, ist das seine Entscheidung gegen Gott und die christliche Gemeinde.
Der angehängte Sonntagsgruß bedenkt den Predigttext des Sonntags.
Herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten:
- Freitag, 5. Juni, 12.00 Uhr Mittagsgebet
- Sonntag, 7. Juni, 09.30 Uhr Gottesdienst für dich &mich (Apg. 4,32-37 – Team/Plasse), Plakat im Anhang
- Sonntag, 7. Juni, 18.00 Uhr Abendandacht (Pann)
Schon heute die Ankündigung eines besonderen Gottesdienstes:
Mittwoch, 17. Juni, 17.00 Uhr Gottesdienst mit Bachkantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (BWV 93) zur Entpflichtung von Peter Pröglhöf als Fachinspektor für Evangelische Religion (Dantine, Gabriel – Safari/BachWerkVokal)
Peter freut sich, wenn auch viele Menschen aus unserer Gemeinde mit ihm diesen Übertritt in die Pension feiern!
Und wir als Gemeinde freuen uns, wenn ein paar von euch einen Kuchen mitbringen können!
Jaqueline Sonego Mettner wünscht uns:
Gottes Liebe sei in euch und mache euch frei und lebendig.
Gottes Treue sei in euch und mache euch stark und mutig.
Gottes Segen Frieden sei in euch und mache euch gütig und froh.
Ich bin gewiss: Gott segnet dich, er sieht dich freundlich an und schenkt dir Frieden!
Euer Pfarrer Peter
Gruß zum 1. Sonntag nach Trinitatis, 7. Juni 2026
Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!
Der heutige Predigttext nimmt uns mit in die Zeit der ersten Christen. Von ihnen heißt es: „Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam.“ Diese Worte beeindrucken uns bis heute. Die ersten Christen lebten aus einer tiefen Freude über Gottes Liebe. Sie wussten: Alles, was wir haben – unsere Zeit, unsere Fähigkeiten und unser Besitz – ist letztlich ein Geschenk Gottes. Deshalb hielten sie nicht krampfhaft daran fest, sondern teilten miteinander.
Die Bibel beschreibt eine Gemeinschaft, in der niemand vergessen wurde und keiner Mangel leiden musste. Nicht Zwang oder Vorschriften führten dazu, sondern die Liebe Gottes, die ihre Herzen verändert hatte. Wer selbst Beschenkter geworden ist, kann leichter weitergeben.
Gerade in unserer Zeit, die oft von Individualismus geprägt ist, stellt uns dieser Text eine wichtige Frage: Wie gehen wir mit dem um, was uns anvertraut ist? Sind wir bereit zu teilen, zu helfen und füreinander da zu sein?
Dabei geht es nicht darum, alles aufzugeben. Entscheidend ist die Haltung unseres Herzens.
Gott freut sich über eine freiwillige und liebevolle Großzügigkeit. Liebe zeigt sich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten.
Ein schönes Beispiel dafür ist Barnabas, dessen Name „Sohn des Trostes“ bedeutet. Er half anderen großzügig und wurde so zu einem Ermutiger für viele Menschen. Sein Leben zeigt: Wer teilt, macht nicht nur andere reich, sondern wird selbst reich an Freude, Glauben und Gemeinschaft.
Möge Gott uns offene Augen für die Menschen neben uns schenken, ein weites Herz zum Teilen und die Freude, die aus seiner Liebe wächst.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und eine gute neue Woche.
Eure Lektorin Yvonne Ennsmann
Ev. Pfarrgemeinde Hallein