[03.07.2026]
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
„Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ (Amos 5,24) – so heißt es im Spruch für den Monat Juli.
Im Auftrag Gottes kritisiert der Prophet Amos die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse seiner Zeit: Unterdrückung, Korruption, Rechtsbeugung, missbrauchte Religion und geheuchelte Frömmigkeit. Und er sagt deutlich, was Gottes Willen entspricht: Gerechte Lebensbedingungen für alle, respektvolles Miteinander, Gleichwertigkeit aller Menschen und ein friedliches Zusammenleben.
Für mich sind die Worte des Amos hochaktuell und treffen auch auf uns heute zu! Ich sehe es als Auftrag unserer Gemeinde und Kirche an, biblisch-christliche Maßstäbe in unsere Gesellschaft einzubringen, und in der Gemeinde das zu leben, wozu Gott uns aufruft.
Dabei dürfen wir auf Gott und seine Unterstützung vertrauen – davon handelt der angehängte Sonntagsgruß!
Das geschwisterliche Miteinander erlebe ich den Gottesdiensten unserer Gemeinde – herzliche Einladung!
- Freitag, 3. Juli, 12.00 Uhr Mittagsgebet
- Sonntag, 5. Juli, 09.30 Uhr Gottesdienst für dich & mich „Keine Panik“ (Lukas 5,1-11 – Team/Scheicher) Plakat im Anhang
- Sonntag, 5. Juli, 18.00 Uhr Gottesdienst am Predigtstuhl/Dürrnberg (Matthäus 9,35-38 – Gabriel, Pann/Weber)
17.00 Uhr gemeinsame Wanderung ab Parkplatz Zinkenkogel (oder Fahrt mit dem Auto über den Protestantenweg bis zum Schranken, von dort noch ca. 20 Minuten Gehweg. - Sonntag, 5. Juli, 15.00 Uhr Musical der Kleinen Cantorey „Kleiner Stock ganz groß“ (Plakat im Anhang)
Dorothee Sölle schreibt:
Die Nachfolge Christi sensibilisiert Menschen, macht sie aufmerksam, nachdenklicher, empfindlicher und verwundbarer.
Vertrauen wir auf die Zusage „Fürchte dich nicht!“ Gott ist bei uns und schenkt uns seine Kraft!
Euer Pfarrer Peter
Gruß zum fünften Sonntag nach Trinitatis, 5. Juli 2026
Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Kennen Sie das Gefühl, sich angestrengt zu haben – und dennoch bleibt am Ende der Eindruck, dass alles vergeblich war? Man hat sich eingesetzt, gearbeitet, gehofft und doch scheinen die Netze leer zu bleiben. Solche Erfahrungen kennen wir wohl alle: im Beruf, in der Familie, in unserer Gemeinde oder auch im Glauben.
Genau in solche Situationen hinein spricht das Evangelium dieses Sonntags. Jesus begegnet den Fischern nicht in einem besonderen oder festlichen Moment, sondern mitten in ihrem Alltag, nach einer langen, erfolglosen Nacht. Er steigt in das Boot des Simon Petrus und fordert ihn auf, noch einmal hinauszufahren. Eigentlich spricht alles dagegen. Und doch antwortet Simon mit den schlichten Worten: „Auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.“ Dieses Vertrauen verändert alles. Nicht Simons Können oder seine Erfahrung führen zum reichen Fang, sondern die Bereitschaft, sich auf Jesus einzulassen und ihm zu vertrauen.
Vielleicht lädt uns diese Geschichte ein, in den kommenden Tagen selbst zu fragen: Wo sind meine „leeren Netze“? Wo ruft mich Christus, noch einmal einen neuen Anfang zu wagen? Und wo darf ich darauf vertrauen, dass er mit in meinem Boot ist – auch wenn ich ihn nicht immer sofort erkenne?
Die Zusage Jesu gilt auch heute: „Fürchte dich nicht.“ Er kennt unsere Sorgen, unsere Grenzen und unsere Zweifel. Gerade dort möchte er uns begegnen und unserem Leben neue Hoffnung und eine neue Richtung schenken.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche – mit dem Mut, immer wieder auf sein Wort hin aufzubrechen und darauf zu vertrauen, dass Gott oft mehr wirken kann, als wir uns vorstellen.
Herzliche Grüße und Gottes Segen
Angelika Wagner Ev. Pfarrgemeinde Hallein