Sonntagsgruß zum 31. Mai 2026

[29.05.2026]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

Der erste Sonntag nach dem Pfingstfest mit Namen Trinitatis oder Dreieinigkeitsfest fasst alles zusammen, was zwischen Advent und Pfingsten geschehen ist.
Es ist das Bekenntnis zu Gott, der sich uns als Schöpfer zeigt, der in Jesus von Nazareth Mensch geworden ist und als Christus bekannt wird, sowie derjenige, der uns im Heiligen Geist seine Kraft schenkt.
Diese dreifache Erfahrung mit Gott drückt der Apostel Paulus so aus (2.Korinther 13,13):
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Ausgehend vom Predigttext des Sonntags handelt der angehängte Sonntagsgruß vom Segen Gottes.

Diesen Segen könnt ihr nicht nur, aber auch in unseren Gottesdiensten erfahren – herzliche Einladung!

  • Freitag, 29. Mai. 12.00 Uhr Mittagsgebet
  • Samstag, 30. Mai, 16.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst in der Seniorenresidenz Kahlsperg (Gabriel/Staiger)
  • Sonntag, 31. Mai, 09.30 Uhr Gottesdienst (4.Mose 6,22-27 – Gabriel/Lehmann)
  • Sonntag, 31. Mai, 11.00 Uhr KINDERKIRCHE „Ich gehöre dazu!“ (Plakat im Anhang)

Herzliche Einladung zu folgender Veranstaltung:

  • Dienstag, 2. Juni, 19.00 Uhr Salzburg-Christuskirche Vortrag „Das Labyrinth – Mythos und Geschichte eines Menschheitssymbols“ (Plakat im Anhang)

Als „gesellige Gottheit“ hat Kurt Marti ihn beschrieben: Gott, Vater, Sohn und den Heiligen Geist.
Was würde fehlen ohne eine der drei Personen?
Die Stärke des Schöpfers?
Die Menschlichkeit Jesu – auch im Leiden?
Die Gegenwart Gottes im Geist?
Gott ist in sich Gemeinschaft.
Ich versuche, mir das vorzustellen: Eine Gottheit, die durch und durch Liebe ist, die nicht für sich bleiben kann.
Und die meine Gesellschaft sucht.
Die Feste liebt und mich neben sich auf die Bank zieht und sagt: Komm, sag ehrlich, wie geht es Dir.
Nicht umsonst ist die Trinitatiszeit die beste Zeit für Gemeindefeste und Geselligkeit.

Ich bin gewiss: Gott segnet dich, er sieht dich freundlich an und schenkt dir Frieden!
Euer Pfarrer Peter


Gruß zum Sonntag Trinitatis, 31. Mai 2026

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Menschen Gottes Segen zusprechen zu dürfen – das ist für mich eine meiner schönsten Aufgaben als Pfarrer. Für mich ist der Segen Gottes das Kostbarste, das Gott uns schenkt und ich anderen weitergeben kann.

Da ist der sogenannte dreigliedrige aaronitische Segen am Ende eines jeden Gottesdienstes aus 4.Mose 6,24-26. Wegen unserer christlichen Wurzeln im jüdischen Glauben hat Martin Luther diese Zusage an das Ende des Gottesdienstes gestellt.

Bei einer Taufe segne ich den Täufling, seine Eltern und die Paten und Patinnen. Am vergangenen Sonntag haben wir segnend die Hände auf die Köpfe der Konfirmand*innen gelegt. Dann ist da noch der Segen für das Brautpaar bei der Hochzeit sowie der Segen für den Verstorbenen bei der Trauerfeier. Und auch die persönliche Zusage des Segens in manchen Gottesdiensten wie z.B. der Bikersegnung.

Im Lateinischen heißt segnen benedicere, also Gutes zusagen.

Wie gut tut es mir, wenn mich jemand lobt, mir etwas Nettes zuspricht, mir ein Kompliment macht, mir sagt, wie wichtig ich für ihn bin. Das verändert mich, das gibt mir Kraft. Am allermeisten, wenn ich höre und spüre, dass ich geliebt werde, so wie ich bin.

Segen Gottes meint die Zusage: Ich bin von Gott geliebt, bin sein Kind. Er steht zu mir, er begleitet mich auf meinem Weg durchs Leben und schenkt mir Kraft.

Die Zusage, Gott ist mit dir und meint es gut mit dir, kann ich auch im Alltag weitergeben.

Ein guter Wunsch mit Handauflegung oder auch dem Kreuzzeichen, wenn mein Kind in die Schule geht. Das Geburtstagslied „Viel Glück und viel Segen“ oder auch wenn ich jemanden anlächle, ihm deutlich mache: Du bist willkommen, wie schön, dass es dich gibt.

Denn: Segen Gottes zusprechen kann nicht nur eine Pfarrperson, sondern jeder Mensch.

Und: Segen kann ich mir nicht selbst zusagen, es braucht das Gegenüber, einen Menschen, Gott, der sich mir zuwendet und mir Gutes wünscht.

Ich möchte offen sein für diesen Segen Gottes und selbst zum Segen für andere werden!

Ein weiterer Aspekt des Segnens steckt im lateinischen Wort signare, das heißt bezeichnen.

Wie ein Siegel drückt Gott seinen Namen auf mich und macht mich gewiss: Ich gehöre zu ihm, Gott kennt und ruft mich bei meinem Namen. Das eröffnet eine ganz neue Dimension meines Lebens, denn ich lebe immer im Horizont der Liebe und des Segens Gottes.

Lassen wir uns stärken und tragen von Gottes Segen (4.Mose 6,22-26): Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Euer Pfarrer Peter Gabriel
Ev. Pfarrgemeinde Hallein




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