Sonntagsgruß zum 17. Mai 2026

[15.05.2026]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

„Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.“ (Johannes 12,32) – so lautet der Spruch zum Himmelfahrtstag und auch zum Sonntag Exaudi, das bedeutet „(er)höre“ als Bitte an Gott, er möge mich hören.
Der heutige Freitag heißt in Österreich Zwickeltag, in Deutschland sagt man Brückentag.
In der Christusgeschichte befinden wir uns in einem Dazwischen: Der Auferstandene ist endgültig zu Gott zurückgekehrt, die Jünger und Jüngerinnen warten noch auf den versprochenen Heiligen Geist, der sie über den Weggang Jesu trösten und ihnen neue Kraft geben soll.
Am Pfingstfest feiern wir, wie er die Freunde und Freundinnen Jesu erfüllt und sie zu mutigen Bekennern macht. So bildet die heilige Geistkraft eine Brücke zwischen dem irdischen und dem auferstandenen Jesus, zwischen Menschen und Gott.
Aus dem unsicheren Dazwischen wird eine hoffnungsvolle Ermutigung.

Diese Übergangszeit bedenkt auch der angehängte Sonntagsgruß auf dem Hintergrund der Zusage des neuen Bundes beim Propheten Jeremia.

Stärkung dürfen wir im Gottesdienst erfahren – herzliche Einladung dazu!

  • Sonntag, 17. Mai, 09.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Jeremia 31,31-34 – Ennsmann/Safari)

Herzliche Einladung zu folgenden Veranstaltungen:

  • Samstag, 16. Mai, 09.00 – 13.00 Uhr Garten-Aktionstag (Plakat im Anhang)
  • Dienstag, 19. Mai, 19.19 Uhr Neunzehn.neunzehn „Starke Stimmen. Ikonen zwischen Traum und Realität“ mit Ingeborg Weber, Silke Stein und Bettina Pann (Plakat im Anhang)

Gedanken von Hanna Kreisel-Liebermann zum Himmelfahrtsfest
Dieser Feiertag mitten in der Woche gibt uns Zeit
zum Durchatmen, Innehalten, Feiern und Fröhlich-Sein, Miteinander-Singen und Beten,
Zeit, nach oben zu blicken und nach vorne zu schauen, Schweres hinter uns zu lassen,
unsere Füße auf festen Boden zu stellen und den weiten Raum zu spüren, den Gott uns schenkt.

Euch allen ein gesegnetes verlängertes Wochenende und ein gutes Aushalten für die Zeiten von Übergängen und des Dazwischen!
Euer Pfarrer Peter


Gruß zum Sonntag Exaudi, 17. Mai 2026

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Im Predigttext an diesem Sonntag (Jer. 31, 31-34) hören wir von Gottes Zusage, einen neuen Bund zu schließen. Da stellt sich die Frage: Warum braucht es überhaupt einen neuen Bund?

War der alte nicht gut genug?

Der alte Bund war nicht das Problem. Gottes Gebote waren gut und sinnvoll. Doch wir Menschen scheitern oft daran, das Richtige auch wirklich zu tun. Wir wissen, was gut wäre – und handeln doch anders. Das Problem liegt nicht im Gesetz, sondern in uns selbst. Das Alte blieb oft äußerlich und erreichte unser Herz nicht.

Im Johannesevangelium begegnen wir einer ähnlichen Situation: Die Jünger erleben eine Zeit des Übergangs. Jesus ist nicht mehr bei ihnen, und das Neue – die Verheißung des Heiligen Geistes – ist noch nicht da. Sie befinden sich in einem „Dazwischen“: voller Unsicherheit, wartend und betend.

Solche Zeiten kennen wir auch aus unserem Leben. Momente, in denen wir feststecken, nicht weiterwissen oder warten müssen. Zeiten zwischen dem, was war, und dem, was kommt. Genau in solche Zeiten hinein spricht Gott durch den Propheten Jeremia: „Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben.“ Das bedeutet: Gott setzt nicht mehr auf äußere Regeln oder Vorschriften. Er möchte unser Inneres verändern. Nicht durch Zwang, sondern durch eine lebendige Beziehung. Was von Herzen kommt, braucht keinen Druck. Es wächst aus Vertrauen. Darum sagt er: „Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Das ist Beziehungssprache. Es geht nicht um ein „Du musst“, sondern um ein „Du gehörst zu mir“. Und der entscheidende Punkt dieses neuen Bundes ist die Vergebung: „Ich will ihnen ihre Schuld vergeben.“ Das befreit. Denn Schuld hält uns fest und lässt uns glauben, wir könnten uns nicht ändern.

Doch Gott lädt uns ein, neu anzufangen und die Geschichte unseres Lebens neu zu schreiben.

Vielleicht stehen auch wir gerade in einem solchen „Dazwischen“. Zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Dann dürfen wir darauf vertrauen: Gott arbeitet an unserem Herzen. Veränderung darf wachsen.

Und wir sind nicht festgelegt auf das, was einmal war. Das Beste ist: Wir müssen uns nicht erst beweisen. Gott ist uns schon nahe – in uns.

So leben wir wie die Jünger vor Pfingsten: noch nicht am Ziel, aber voller Hoffnung. Denn Gott hat längst begonnen – nicht irgendwo fern, sondern in unseren Herzen.

Eure Lektorin Yvonne Ennsmann
Ev. Pfarrgemeinde Hallein




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