[22.05.2025]
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
In unserer Welt wird eine Meinung, ein Anliegen oft mit entschiedenem Auftreten, mit Macht, ja auch mit Krieg durchgesetzt.
Gott geht einen anderen Weg: Er agiert nicht mit Gewalt, sondern schenkt seinen Geist, er hofft, dass sein Wort Veränderung bewirkt.
So lautet das biblische Motto für das Pfingstfest (Sacharja 4,6b):
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.
Wie könnte unsere Welt ausschauen, wenn Menschen sich mehr von Gottes Heiligem Geist leiten ließen und Gott und seinen Willen an oberste Stelle setzten?
Von der Bedeutung des Pfingstfestes handelt der angehängte Sonntagsgruß!
Am Pfingstwochenende feiern wir die Konfirmation unsere Jugendlichen – herzliche Einladung zu diesen Festgottesdiensten!
- Freitag, 22. Mai. 12.00 Uhr Mittagsgebet
- Freitag, 22. Mai, 17.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst (nicht nur) für die Konfirmand*innen und ihre Familien (Gabriel/Schaitberger Singers)
- Sonntag, 24. Mai, 09.30 Uhr festlicher Konfirmations-Gottesdienst (Psalm 23 – Gabriel, Goldbrich/Pollhammer)
Herzliche Einladung zu folgender Veranstaltung:
- Mittwoch, 27. Mai, 19.00 Uhr Salzburg-Christuskirche Vortrag „Über Sterbewünsche – palliative Angebote – Vorsorgemöglichkeiten – Sterbeverfügung“ (Plakat im Anhang)
Pfingstgebet
Dich, Gott, bitten wir: Erfülle unsere Welt.
Erfülle uns mit deinem Geist, der verbindet, was getrennt ist, der ermutigt und tröstet, und Frieden schafft
Komm, Gott, Heiliger Geist und nimm Wohnung bei uns.
Ich wünsche euch die Erfahrung, wie Gott euch in seinem Geist euch begegnet, euch Kraft und Trost schenkt, ja euch begeistert!
Euer Pfarrer Peter
Gruß zum Pfingst-Sonntag, 24. Mai 2026
Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!
Pfingsten – was wird denn da gefeiert? Nicht nur meine Schüler*innen im Religionsunterricht, sondern auch viele andere Menschen verbinden nicht wirklich etwas mit dem Pfingstfest. Im Unterschied zu den christlichen Feiertagen, bei denen es um Jesus Christus geht, ist Pfingsten das unbekannteste christliche Hauptfest.
Nach dem Tod von Jesus am Kreuz machen die Jüngerinnen und Jünger die Erfahrung: Jesus ist von Gott auferweckt worden. Der Auferstandene begegnet ihnen sogar, doch nach 40 Tagen kehrt er zu Gott, in die himmlische Ewigkeit zurück (Himmelfahrt). Immer noch ängstlich und verunsichert bleiben seine Freundinnen und Freunde zurück. Wie soll es nun weitergehen? Werden sie auch gefangen genommen oder gar getötet werden? Können sie sich nach außen als Jesus-Anhänger bekennen?
Dann erzählt die Apostelgeschichte (Kap. 2), wie das Haus, in dem sie versammelt sind, erfüllt wird von einem starken, nicht erklärbaren starken Luftzug. Ihnen selbst wird innerlich ganz heiß und sie werden erfüllt von einer unendlich großen Kraft.
Diese umwälzende Erfahrung vertreibt ihre Angst, sie reißen Fenster und Türen auf, sie treten hinaus und fangen an von dem zu erzählen, was sie innerlich erfüllt. Sie erzählen von Jesus, was sie mit ihm erlebt haben. Sie sprechen von ihrem Glauben, dass er von Gott auferweckt worden ist. Und sie teilen ihre Gewissheit, dass er jetzt da ist, mitten unter ihnen.
Weil mit Pfingsten die Weitergabe des christlichen Glaubens und das Werben, ebenfalls Gott zu vertrauen, beginnt, wird dieses Fest als Anfang, als Geburtstag der Kirche bezeichnet.
Diese Kraft, die die Anhänger*innen von Jesus erfüllt, diesen Mut, der ihre Angst vertreibt, diese Fähigkeit, unterschiedlichsten Menschen von ihrem Glauben zu erzählen – nennt die Bibel Heiliger Geist oder auch Gottes Geistkraft.
Pfingsten feiern wir also, Gott schenkt nicht nur den Menschen damals, sondern auch uns heute seinen Geist.
Genauso wie Gott lässt sich der Heilige Geist nicht bildlich darstellen und deshalb auch so wenig begreifen. Gleichzeitig begegnet mir im Heiligen Geist Gott ganz persönlich, nicht als Person in ferner Zeit, nicht als Macht jenseits dieser Welt, sondern als Kraft, als Mut, als Energie, als Freude und Fantasie im Hier und Jetzt, in meinem Leben.
Der Heilige Geist ist wohl nicht immer spürbar. Im Alltag bin ich oft zu beschäftigt, von Musik und vielen Bildern gefangen, aber ich erinnere mich an Momente, wo ich innerlich angerührt worden bin, wo ich Gottes Geist, seine Gegenwart in mir gespürt habe.
Zum Beispiel, wenn ich mich in die Gesänge von Taizé fallen lassen, wenn ich durch Gottes Schöpfung spaziere, meinen Blick still aufs Meer oder zum Himmel richte oder wenn mich in einer schweren Situation ein anderer Mensch in die Arme nimmt, ich mich ganz tief verstanden und angenommen weiß.
Ich möchte die Pfingsttage nutzen, um neu offen zu werden für diesen Geist Gottes!
Euer Pfarrer Peter Gabriel
Ev. Pfarrgemeinde Hallein