Sonntagsgruß zum 18. Dezember 2022

[16.12.2022]

4. Adventsonntag

„O komm, o komm, du Morgenstern, lass uns dich schauen, unsern Herrn. Vertreib das Dunkel unsrer Nacht durch deines klaren Lichtes Pracht. Freut euch, freut euch, der Herr ist nah. Freut euch u. singt Halleluja.“ (EG 19)

Liebe Mitglieder und Freund*innen unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Dieses von Otmar Schulz 1975 aus dem Englischen übersetzte Adventlied bringt auf den Punkt, worum es in der Adventszeit geht.

Für mich ist es eine Zeit der Erwartung, der Vorfreude, aber auch des Bittens: Gott möge sich zeigen, für mich sichtbar werden. Ja mehr noch: Gott möge kommen auf diese Welt, zu mir ganz persönlich.

Immer dann, wenn Menschen sich in schwierigen Situationen befunden haben, wenn sie ihren Alltag, ihre Lebensumstände als dunkel oder verfinstert erleben, wächst die Sehnsucht nach einem Licht, dass die Dunkelheit erhellt und neue Freude schenkt.

Das war so zu der Zeit, als das Volk Israel in Gefangenschaft in Babylon war oder dann sich nach der Rückkehr im zerstörten Jerusalem wieder einrichten musste.

Wie gut tun da die Verheißungen des Propheten Jesaja vom „großen Licht, dass über denen scheint, die im finstern Land wohnen“ (Jesaja 9,1), vom Kind, dass als Friedensbringer kommt (Jesaja 9,5) oder vom Wiederaufblühen der fast schon abgestorbenen Pflanze (Jesaja 11,1).

Ebenso erlebten es die Menschen zur Zeit Jesu, die unter der römischen Besatzung litten, und die Botschaft vernahmen „Euch ist heute der Heiland geboren!“ (Lukas 2,11).

In den ersten kleinen christlichen Gemeinden lebte die Hoffnung, ganz bald kommt der auferstandene Herr Jesus wieder, dann hat Leid und Unrecht ein Ende. In der Gewissheit, der Herr kommt bald und ist nah, ermuntert der Apostel Paulus die Gläubigen zur Freude. Weil sie schon jetzt zum Herrn gehören, verlieren die Sorgen ihre beherrschende Kraft und zu jeder Bitte kommt auch der Dank für Gottes Dasein und Licht.

Auch heute gibt es viel Dunkelheit und Schatten – auf unserer Welt wie im persönlichen Leben vieler Menschen. Doch die Zusage gilt immer noch: Gott ist gerade bei denen, die in Not, Verzweiflung oder Trauer gefangen sind. Auch wenn die Dunkelheit noch nicht verschwunden ist, wenn es weiter Nacht wird, so „wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld, weil Gott im Dunkel wohnen will“ – wie es Jochen Klepper in seinem Adventlied dichtet (EG 16).

So wie eine kleine Kerze einen stockdunklen Raum mit ihrem Licht erfüllt.

In den letzten Tagen des Advent, im Zugehen auf das Christfest wünsche ich uns allen diese Erfahrung, dass Gottes Licht und Liebe auch meine Dunkelheit erhellen, dass ich spüre, wie Gott auch zu mir ganz persönlich kommt.

Euer Pfarrer Peter Gabriel

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