Sonntagsgruß zum 14. Juni 2026

[12.06.2026]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28) – unter dieser Zusage und Verheißung steht dieses Wochenende, feiern wir unseren Gottesdienst. Denn der Wochenspruch ist auch der Predigttext des Sonntags.
Jesus wendet sich besonders denen zu, die sich abmühen in ihrem Leben, immer wieder enttäuscht werden oder scheitern. Denen andere Lasten auflegen, sie mit Forderungen bedrängen oder Druck ausüben. Jesus will neue Kraft und Lebensperspektiven schenken!

Das dürfen wir auch im Gottesdienst erleben, besonders in der Feier des Christusmahles. So kommt, lasst euch einladen! Feiern wir miteinander!

  • Freitag, 12. Juni, 12.00 Uhr Mittagsgebet
  • Sonntag, 14. Juni, 09.30 Uhr Abendmahls-Gottesdienst mit Konfirmation (Mt. 11,28-30 – Gabriel/Scheicher), im Anschluss Nachgespräch
  • Mittwoch, 17. Juni, 17.00 Uhr Gottesdienst mit Bachkantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (BWV 93) zur Entpflichtung von Peter Pröglhöf als Fachinspektor für Evangelische Religion (Dantine, Gabriel – Safari/BachWerkVokal)

Weiters der Hinweis auf weitere Veranstaltungen:

  • Sonntag, 14. Juni, 16.30 Uhr, Salzburg Andräkirche, Oratorium „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn mit der Cantorey Salzburg (Plakat im Anhang)
  • Freitag, 19. Juni, 19.19 Uhr Neunzehn.neunzehn „Geschichten zwischen Himmel und Erde“, EL-Theater (Alexandra Schwaiger, Silke Stein) – Plakat im Anhang
  • Sonntag, 21. Juni, 18.00 Uhr, Salzburg Christuskirche „Bach tanzt“ mit BachWerkVokal (Plakat im Anhang)

Der angehängte Sonntagsgruß thematisiert aus christlicher Perspektive den Pride-Month Juni.

Friedrich Schorlemmer schreibt:
Vergessen wir nicht, das Leben zu preisen für jeden Tag, den wir leben dürfen,
gar mit Brot, Wohnung, Arbeit. Nichts ist selbstverständlich.
Wer das weiß, kann seine Lebensansprüche zugunsten anderer gelassen reduzieren.
Solche Gelassenheit brauchen wir.

Mögen wir spüren, gerade wenn es uns nicht gut geht: Gott ist da, er hilft uns tragen, stärkt uns und schenkt uns neuen Lebensmut!
Euer Pfarrer Peter


Gruß zum zweiten Sonntag nach Trinitatis, 14. Juni 2026

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Der Monat Juni wird auch Pride-Month genannt! Menschen, die sich als anders als die Mehrheit erleben – man bezeichnet sie heute oft als queer – sind stolz, dass sie sind, wie sie sind, dass Gott sie so geschaffen hat.

Über viele Jahrhunderte wurden homosexuelle Menschen durch Staat und Kirchen verfolgt, diskriminiert und eingesperrt. In der Zeit des Nationalsozialismus waren sie im Konzentrationslager am Rosa Winkel zu erkennen. Heute sind queere Menschen, jedenfalls in Westeuropa, gleichberechtigt und müssen sich nicht mehr verstecken. Die Regenbogenfahne steht für die Vielfalt an sexuellen Orientierungen und geschlechtlicher Identität.

Viele queere Menschen leben genauso wie andere auch, unauffällig, kaum erkennbar. Doch das Zur-Schau-Stellen des Anders-Sein auf Paraden, durch Flaggen und schrille Kleidung irritiert und provoziert Menschen. „Sie sollen doch so leben, wie sie wollen, aber müssen sie das so nach außen tragen?“ Ich denke, es braucht einen Queer-Month. Jedenfalls solange es noch keine völlige rechtliche Gleichstellung gibt. Ein Vermieter kann z.B. ein schwules Paar ablehnen, ein lesbisches Paar mit Kindern bekommt im Freibad keinen Familienpass. Immer noch löst es Verwunderung oder auch Abwehr aus, wenn ein Mann von seinem Partner, ein Kind von seinen zwei Müttern erzählt, oder eine Frau von ihrer Geschlechtsanpassung, Beim Thema Frauen ist es ja ganz ähnlich: Solange wir betonen, dass wir jetzt endlich eine Bischöfin haben, fehlt noch etwas. Denn es geht doch nicht um ihr Geschlecht, sondern darum, ob sie ihre Aufgabe gut bewältigt, die richtige Person für dieses Amt ist.

Wir leben zwar in einer toleranten Gesellschaft, aber diese Toleranz endet oft da, wo es mich selbst betrifft. Schon o.k., wenn Menschen mit Migrationshintergrund bei uns leben, aber bitte nicht als meine Nachbarn. Oder gar eine muslimische Chefin mit Kopftuch?

Der Pride-Month lädt mich dazu ein, mich auf andere Menschen und ihre Geschichte einzulassen, zuzuhören und zu verstehen. Was haben sie erlebt, was sind ihre Ängste und Freuden. Verständnis und Akzeptanz sind mehr als Toleranz. Und auch die Selbstverständlichkeit, wenn mein Kind sich als queer outet, wenn eine Person mit Behinderung eine Spitzenposition in der Wirtschaft bekommt oder unsere politisch Verantwortlichen die Vielfalt unserer Gesellschaft repräsentieren.

Als Christen und Christinnen, in unserer christlichen Gemeinde sollten wir diese Vielfalt sowie schon leben. Denn Jesus heißt doch jede und jeden willkommen. Und Paulus schreibt: „Ihr seid alle Kinder Gottes, weil ihr durch den Glauben mit Christus Jesus verbunden seid. Es spielt keine Rolle mehr, ob ihr Juden seid oder Griechen, Sklaven oder freie Menschen, Männer oder Frauen. Denn durch eure Verbindung mit Christus Jesus seid ihr alle wie ein Mensch geworden.“ (Galater 3,26+28) Für mich sind nicht nur alle Getauften, alle, die im Vertrauen auf Gott ihr Leben führen, meine Schwestern und Brüder – und gleichwertig, sondern alle Menschen.

Der Pride-Month kann mir helfen, diese christliche Grundeinsicht mit Leben zu füllen!

Euer Pfarrer Peter Gabriel
Ev. Pfarrgemeinde Hallein






 

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Hauskirche

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