Herbst 2017

[2017-09-22]

“Du siehst mich!“ – so lautete das Motto des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Berlin und Wittenberg Ende Mai dieses Jahres. Dahinter steht die Geschichte von Hagar, der Magd Saras, der Frau von Abraham. Weil trotz der Verheißung Gottes Sarah zunächst kinderlos bleibt, zeugt Abraham auf ihre Initiative hin mit Hagar einen Sohn, Ismael. Doch aus Eifersucht und Neid ärgert und vertreibt Sara die schwangere Hagar und später nach Isaaks Geburt Mutter und Sohn. Doch Hagar darf erleben: Gott lässt sie nicht im Stich und schaut auf sie. Und sie lobt ihn: „Du bist ein Gott, der mich sieht!“ (1.Mose 16,13). Für mich ist das eine sehr tröstliche Geschichte für Menschen, die unterdrückt werden, die Neid oder gar Verfolgung ausgesetzt sind. Für Menschen, die fliehen müssen, die wenig wertgeschätzt werden, die eine gering bezahlte Arbeit haben. Ja, für Menschen mit einem geringen Selbstvertrauen, wenig Mut.

Zu diesen Menschen gehöre ja auch ich immer wieder…

Die Erfahrung von Hagar will mir die Augen öffnen und mir Mut machen: Gott ist da und sieht auch mich. Auch wenn andere mich übersehen oder nur das Schlechte in mir sehen. Auch wenn ich mich selbst kaum im Spiegel anschauen kann. Auch wenn ich zweifele, ob Gott mich überhaupt wahrnimmt… Doch: Gott sieht auf mich in meiner Not, sieht meine Tränen, meine Verzweiflung, sieht mich in meinen Zweifeln, meiner Angst. Er sieht mich aber auch, wenn es mir gut geht und ich froh, ja wenn es mir fast zu gut geht, so dass ich auf ihn oder meinen Mitmenschen vergesse, mich nur noch in meinem Glück sonne…

Gott sieht mit verständnisvollen Augen auf mich. Mit den Augen der Liebe und Achtung, ja mit Augen der Barmherzigkeit.

Gott weiß, was ich nötig habe, und lädt mich ein, ihm zu vertrauen, seinem Dasein und Mitgehen zu glauben.

Wenn Gott mich so sieht, dann kann ich auch mich selbst anders wahrnehmen, dann bekomme ich einen neuen Blick auf die Menschen um mich herum, auch auf meine Umwelt. Dann sehe ich mit den Augen Gottes, sehe Freude und Leid, merke, wo Menschen meine Unterstützung, meine Zuwendung brauchen.

Kann vielleicht auch sagen: Sieh mich doch nicht so an, sondern schau auf mich, wie Gott mich ansieht und ich versuche, dich so zu sehen, wie Gott es tut.

Christliche Gemeinschaft ist

also eine Art „Seh-Schule“. Gott gibt mir mit seinem Wort, mit seiner befreienden, froh machenden Botschaft eine neue Brille, um mich selbst und andere in neuer Weise sehen zu lernen.

Mit neuer Kraft nach dem Sommer lade ich euch zum Schulanfang in diese Seh- Schule Gottes ein! Vertraut Gott und seinem Lehrer Jesus Christus!

Euer Pfarrer Peter Gabriel

Der ganze Gemeindebrief zum Nachlesen

… zum weiterlesen …

Allgemein

Gartenteam braucht Unterstützung

[17.02.2025] Der wunderschöne Pfarrgarten braucht immer wieder mal Pflege, soll er so schön bleiben wie. Dafür hat sich ein eigenes Pfarrgartenteam gebildet, das jederzeit für Verstärkung offen ist. Wer dabei mithelfen will, kann sich gerne […]

Allgemein

Neues Gesangbuch erproben

[16.02.2026] Unsere Gemeinde ist als Erprobungsgemeinde ausgewählt worden, die Erfahrungen mit einem neuen Gesangbuch sammeln soll, das derzeit erarbeitet wird. Darin finden sich alte und neue Lieder, mit einfachen oder anspruchsvolleren Melodien, mehrstimmigen Sätzen, etwas […]

Fastenaktion

Für Pessimismus ist es zu spät!

[16.02.2026] 24. Februar 2026 19 Uhr HTL-Hallein Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb Für den Start der Fastenaktion 2026 ist es dem Vorbereitungsteam gelungen, eine sehr bekannte und namhafte Referentin zu gewinnen. Die diesjährige Aktion steht unter […]

Allgemein

Hallein feiert gemeinsames Fastenbrechen

[13.02.2026] Ein starkes Zeichen für das Miteinander In Hallein fallen heuer zwei bedeutende religiöse Zeiten zusammen: Der christliche Aschermittwoch und der Beginn des Ramadan markieren am 18. Februar den Start einer besonderen Phase der Einkehr. […]

Allgemein

Sonntagsgruß zum 15. Februar 2026

[13.02.2026] Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! „Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.“ (Lukas 18,31) Am letzten Sonntag vor der […]

Fastenaktion

Ab 24. Februar: Herausforderung LEBEN

[09.02.2026] Ermutigungen 35. Fastenaktion der Halleiner Pfarrgemeinden Das Leben stellt Menschen auf vielfältige Weise vor Herausforderungen. Die Klimakrise wirft drängende gesellschaftliche Fragen auf und verlangt nach verantwortungsvollem Handeln. Gleichzeitig erleben viele im persönlichen Alltag Belastungen, […]