DAs LEben TEilen (DaLeTe)

[05.05.2023]

(Bildnachweis: publicdomainpictures.net, Creative Commons — CC0 1.0 Universal / EPR DaLeTe)

Brauchen religiöse Menschen eine Kirche? Brauchen Sie/brauchst du eine Kirche – UNSERE Evangelische Kirche? Wenn ja, warum? Reicht nicht der Glaube an Gott und ein Handeln nach seinen Geboten aus, um dem Auftrag der christlichen Nächstenliebe gerecht zu werden?

Die Frage „Warum Kirche“ ist so alt wie die Kirche selbst. Die Unterscheidung von Kirche und Glaube war beispielsweise in der Theologie der Aufklärungszeit die zentrale Frage. Sie entsprang einerseits dem individuellen Bedürfnis, selbst bestimmen zu können, was christliches Ethos verlangt. Andererseits entsprang sie dem Wunsch, das Christentum in seiner historischen und kulturellen Vielfalt und seiner Übereinstimmung mit anderen religiösen Traditionen nach eigenem Ermessen wahrnehmen zu können.
Heutzutage scheint es nicht (mehr) notwendig zu sein, einer Kirche anzugehören – die Zahl der Kirchenaustritte spricht hier eine deutliche Sprache. Ob Menschen sich unserer Evangelischen Kirche zuwenden oder aus ihr austreten, hängt immer mit individuellen Glaubens- und Kirchenerfahrungen zusammen. Deswegen muss diesen Fragen bei Eintritts- und Austrittsgesprächen ein besonderes Augenmerk gewidmet werden.

Dennoch ist „Kirche“ (noch immer) vielfach gefragt – sei es in der Positionierung zu aktuellen Themen, die unsere Gesellschaft, unsere Umwelt oder unsere Einbettung in wirtschaftliche oder politische Weltsysteme betreffen oder aber immer auch dann, wenn „weltliche“ Hilfssysteme nicht ausreichen, um Menschen in den unterschiedlichsten Krisensituationen beizustehen und sie zu unterstützen. In diesem Kontext startet ab März 2023 das „DaLeTe-Projekt“ unserer Pfarrgemeinde.

Diakonie-Geschichte der Pfarrgemeinde Hallein fortsetzen

  • bestehende Angebote ausbauen
  • in Lebenslagen und -situationen stärkend begleiten
  • durch Ehrenamtliche
  • und damit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen
  • durch effektiv gebündelte Kräfte

Initiative DAs LEben TEilen

Mit diesem Projekt soll es uns unter der kräftigen Unterstützung der Pro- jektleiterin, Rubina Mühlleitner, in den nächsten beiden Jahren gelingen, Menschen zusammenzuführen – nämlich einerseits diejenigen, die sich gerne ehrenamtlich zum Wohle anderer Menschen einbringen wollen – und andererseits diejenigen, die ohne unsere Hilfe und Unterstützung ihre aktuelle Lebenssituation nicht oder nur schwer meistern können.

Um den von uns wahrgenommenen (Not-) Situationen gerecht zu werden, bedarf es mehr denn je einer konsequenten und sensiblen Beratung und Begleitung jener Menschen, die sich mit ihren Sorgen und Nöten uns anvertrauen. Niemanden an seiner Seite zu haben, der schnell einmal ein „offenes Ohr“ für ein Anliegen hat, sich ausgegrenzt zu fühlen, weil man „anders ist“ oder „nicht mithalten kann“, weil das Geld nicht für Kino- oder Theaterbesuch, geschweige denn für den langersehnten Urlaub reicht – all das macht einsam.

Die Folge davon ist in vielen Fällen die selbstgewählte Isolation. „Warum habe ich Sie nicht schon früher kontaktiert… Sie wissen ja gar nicht, welche Last Sie mir gerade abnehmen…“, bekomme ich immer wieder von Menschen zu hören, die sich mit ihren Anliegen in der Sozialsprechstunde an mich wenden. Dabei habe ich oft (noch) nichts anderes getan als aufmerksam zuzuhören und meinem Gegenüber zu vermitteln, dass ich ihn wertschätze, egal, wie verworren seine Lebensgeschichte auch sein mag.

Warum Kirche? – Darum Kirche!

Wenn Sie zu denjenigen Menschen gehören, die bereit sind, sich freiwillig für andere Menschen zu engagieren, dann bietet Ihnen/dir unsere Pfarrgemeinde ein reiches Betätigungsfeld: Besuchsdienste, Angebote für Senior*innen, Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche aber auch für Menschen in akuten Notsituationen – das alles wird in unserer Pfarrgemeinde bereits geleistet. Die Nachfrage nach Unterstützung und Begleitung ist groß und um diesen Bedarf noch besser als bisher decken zu können, ermutigen wir Sie/ dich zur Mitarbeit! Wendet euch mit Fragen direkt an Sandra Seiwaldstätter-Goder, an unsere Pfarrer oder an mich!

Diakoniebeauftragte Edda Böhm-Ingram

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