Amtseinführung von Bischöfin Cornelia Richter

[05.11.2025]

Feierliche Verabschiedung von Bischof Chalupka – Festgottesdienst live auf ORF 2

Cornelia Richter, die gewählte Bischöfin der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, wird am Samstag, 8. November, mit einem Festgottesdienst in Wien feierlich in ihr Leitungsamt eingeführt. In diesem Gottesdienst wird auch der bisherige Amtsinhaber, Bischof Michael Chalupka, verabschiedet. Der Festgottesdienst beginnt um 14 Uhr und wird im Museumsquartier gefeiert. ORF 2 überträgt ab 13.48 Uhr live.

Die aus Bad Goisern stammende und in Bonn lehrende Theologieprofessorin Cornelia Richter war auf der Synode im Mai mit überwältigender Mehrheit zur Nachfolgerin von Bischof Michael Chalupka gewählt worden. Mit der Amtseinführung tritt Cornelia Richter ihr gesamtösterreichisches Leitungsamt an. Sie ist die erste Bischöfin in der Geschichte der Evangelisch-lutherischen Kirche in Österreich.

Die gewählte Bischöfin Cornelia Richter wird am 8. November in Wien in ihr Amt eingeführt. Sie folgt auf Bischof Michael Chalupka, der in den Ruhestand tritt. (Foto: epd / M. Uschmann)

Bundespräsident und ernannter Wiener Erzbischof unter den Gästen

Den Festgottesdienst werden vor Ort über 1.000 Menschen aus ganz Österreich mitfeiern. Erwartet werden Vertreter:innen aus den Evangelischen Kirchen in Österreich und den Nachbarländern ebenso wie Vertreter:innen aus der Ökumene und dem öffentlichen Leben. Teilnehmen werden u.a. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesministerin Korinna Schumann, Bundesminister Gerhard Karner, der ernannte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl und Bischof Manfred Scheuer, der in der römisch-katholischen Bischofskonferenz für den Bereich Ökumene zuständig ist.

Die Amtseinführung wird Bischof Michael Chalupka vornehmen und dabei das Amtskreuz an die neue Bischöfin Cornelia Richter übergeben. Die offizielle Bestellungsurkunde wird Synodenpräsidentin Ingrid Monjencs verlesen. Mehrere Repräsentant:innen österreichischer Kirchen und kirchennaher Institutionen sowie Bischöfinnen und Bischöfe aus europäischen Schwesterkirchen werden Segensworte sprechen.

Die im Saal verfügbaren Sitzplätze waren bereits vor Ende der Anmeldefrist ausgebucht. Einzelne Sitzplätze sind (ohne Platzgarantie) eventuell im Mumok-Kino verfügbar, in dem der Gottesdienst via Übertragung mitgefeiert werden kann.

Cornelia Richter – Zur Person:

Cornelia Richter (54) wuchs in Bad Goisern auf, ihr Vater war Pfarrer, ihre Mutter über viele Jahre Organistin in der örtlichen Kirche. Ihr Theologiestudium absolvierte Richter in Wien und München, darauf folgten Aufgaben als wissenschaftliche Mitarbeiterin an theologischen Fakultäten in Wien, Marburg und Kopenhagen. Lehrtätigkeiten führten sie nach Hermannsburg, Zürich und Gießen, 2011 folgte dort die Berufung auf den Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik. 2012 wurde sie sowohl nach Bonn als auch nach Kiel berufen und entschied sich für die Universität Bonn. Dort war sie von 2012 bis 2020 Professorin für Systematische Theologie mit Schwerpunkt in der Lehramtsausbildung, seit 2020 hat Richter die Bonner Professur für Dogmatik und Religionsphilosophie inne. Seit 2012 ist sie zudem Co-Direktorin des Bonner Instituts für Hermeneutik. Seit 2024 lehrt Richter auch an der University of St. Andrews (UK).

Von 2020 bis 2024 leitete Cornelia Richter als erste Dekanin die Evangelisch-Theologische Fakultät und seit 2024 ist sie als erste Frau Vorsitzende des Senats der Universität Bonn. Neben den aktuellen theologisch-dogmatischen Arbeitsschwerpunkten ist Richter Expertin im interdisziplinären Feld der Resilienzforschung. Während ihrer umfassenden Lehrtätigkeit in Deutschland hat Cornelia Richter den Kontakt zu ihrer oberösterreichischen Heimat nicht abreißen lassen. Als Pfarrerin im Ehrenamt gestaltet Richter hier Gottesdienste und Amtshandlungen, in Bonn wirkt sie seit 2012 regelmäßig als Predigerin und Liturgin an der Schlosskirche, die sie seit 2024 als Universitätspredigerin leitet. In verschiedenen Bereichen arbeitete Richter in den letzten Jahren in der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich mit.

Quelle: Evangelischer Pressedienst Österreich, Wien
Beitragsbild: gemeindebrief.de

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