[20.03.2026]
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!
„Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“ (Matthäus 20,28) – so lautet der Wochenspruch zum Sonntag Judika.
Jesus umreißt, wie er seinen ihm von Gott gegebenen Auftrag versteht: Er kommt nicht als Herrscher, der anderen anschafft, was sie zu tun haben, sondern er ist für die Menschen da, er hilft, unterstützt und heilt sie, ja er verhält sich wie ein Diener. Und mehr noch: Er gibt sein Leben, damit wir von Schuld befreit werden.
Im angehängten Sonntagsgruß geht unsere Vikarin dem Namen des Sonntags „Judika“ auf die Spur und bringt seine Bedeutung mit dem Wochenspruch in Verbindung.
Auch im Wort Gottesdienst kommt das Wort dienen vor: Gott dient uns, er zeigt uns seine Liebe – herzlich willkommen zu unseren Gottesdiensten:
- Freitag, 20. März, 12.00 Uhr Mittagsgebet
- Sonntag, 22. März, 09.30 Uhr Gottesdienst mit Nachgespräch (Hebräer 13,12-14 – Goldbrich/Lehmann)
Herzliche Einladung zu unseren weiteren Veranstaltungen:
- Dienstag, 24. März, 19.00 Uhr, Pfarrsaal Neualm, 5.Abend der Ökumenischen Fastenaktion mit Vortrag von Dr. Regina Jones „Vom Leben gebeutelt – Bewältigungsstrategien für schwere Zeiten“ (Plakat im Anhang)
- Mittwoch, 25. März, 19.00 Uhr Stadtbücherei, Schöndorferplatz „mensch Mensch! Ein Abend für Sinne und Seele“ mit Birgit Laude & Ensemble, eine Benefizveranstaltung für DaLeTe in Kooperation mit der Stadtbücherei (Plakat im Anhang)
- Samstag, 21. März, 09.00 – 13.00 Uhr Gartenaktion zum Start in den Frühling (Plakat im Anhang)
- Dienstag, 31. März, 14.30 Uhr Spielenachmittag (Plakat im Anhang)
Martin Luther folgert aus dem dienenden Handeln Jesu, wie wir uns als Christinnen und Christen verhalten sollen:
Wir sollen Gott fürchten und lieben,
dass wir unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben,
sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren.
Gott schenke euch Kraft und erfülle euch mit seiner Liebe und seinem Segen!
Euer Pfarrer Peter
Sonntagsgruß für Judika, 19.3.2026
Liebe Mitglieder unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Schon in der Schule habe ich mich mit Latein gequält, und gleichzeitig empfand ich den logischen Aufbau der Sprache schön. Ähnlich zwiegespalten bin ich bei den Namen der Sonntage im Kirchenjahr. „Judika“ klingt allemal schöner als „5. Sonntag in der Passionszeit“ und gibt kurz und prägnant das Thema vor.
Schaffe mir Gerechtigkeit!, wäre wohl die Übersetzung ins Deutsche und ist angelehnt an den Beginn von Psalm 43. Verschaffe mir Recht, o Gott, und führe du meinen Rechtsstreit Gott als Richter oder Anwalt, der sich für meine Belange einsetzen soll, dort, wo ich Opfer von Ungerechtigkeiten werde. Ungerechtigkeiten begegnen uns in unserem Leben an vielen Stellen. Nicht alles kann gerecht verteilt, manche Grenzen scheinen willkürlich gesetzt zu sein. In Beziehungen zu anderen Menschen fühle ich mich vielleicht ungesehen, missverstanden oder erlebe sie als einseitig. Auch beim Blick in die Gesellschaft ist es so: Menschen werden ausgegrenzt, Menschenrecht werden nicht eingehalten, jeder Krieg ist Ungerechtigkeit. Die ganze Welt ist voller Ungerechtigkeit, da fällt es mir leicht, Gott um Gerechtigkeit anzuflehen.
Mit diesem Blick, dass viel Ungerechtigkeit passiert, gehört es für mich auch dazu, meine eigene Verstrickung darin zu erkennen. Ich bin Teil einer Gesellschaft, die durch Ausbeutung ärmerer Regionen dieser Welt funktioniert.
Ich schaffe es nicht allen Menschen in meinem Umfeld, geschweige denn den Menschen, die mir am Herzen liegen, immer gerecht zu werden oder ihnen gerecht zu begegnen. Und sicherlich gibt es noch viele Bereiche, in denen ich selbst Unrecht tu.
So sehe ich den Ruf nach Gerechtigkeit als beides, das Flehen, Gott möge an meine Seite treten und mir Recht verschaffen und auch als Aufforderung, selbst Gerechtigkeit zu schaffen.
Hinter diesem Anspruch werde ich immer zurückbleiben. Mit dieser Einsicht schaue ich auf Jesu Passion und finde Trost in dem Wochenspruch, der mir zusagt, durch Jesus gerecht zu werden: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“ (Mt. 20,28)
Eure Vikarin Annemarie Goldbrich
Ev. Pfarrgemeinde Hallein
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