Sonntagsgruß zum 28. Juni 2026

[26.06.2026]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

„Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Galater 6,2) – so schreibt Paulus an die christliche Gemeinde in Galatien.
Wie sollen wir als Christen und Christinnen in der Gemeinde miteinander umgehen? Im Sinne Jesu können wir einander tragen helfen, das, was mich niederdrückt, mir auf der Seele liegt, aber auch meine Fehler, meine Schuld.
Dabei geht es nicht darum, mich über andere zu stellen, mich für „besser“ zu halten, sondern in kritischer Selbstreflexion und vor allem barmherzig miteinander zu leben.

Dieses Thema bedenkt auch der angehängte Sonntagsgruß auf der Grundlage des Predigttextes!

Am Sonntag können wir beim Gemeindefest nach dem Gottesdienst unser Miteinander feiern, uns gegenseitig tragen und aneinander freuen!
Herzliche Einladung dazu sowie zu weiteren Gottesdiensten und Veranstaltungen!

  • Freitag, 26. Juni, 12.00 Uhr Mittagsgebet
  • Samstag, 27. Juni, 16.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst in der Seniorenresidenz Kahlsperg (Gabriel/Pröglhöf)
  • Sonntag, 28. Juni, 09.30 Uhr Gottesdienst mit anschließendem Gemeindefest (Lukas 6,31.36-42 – Gabriel/Korntner)
  • Sonntag, 28. Juni, 11.00 Uhr Kinderkirche „Ab in die Ferien“ mit anschließendem Gemeindefest (Plakat im Anhang)
  • Freitag, 26. Juni, 18.00 Uhr Chorkonzert VS Burgfried + Feinklang (Plakat im Anhang)
  • Samstag, 27. Juni, 09.00 – 13.00 Uhr Gartentag (Plakat im Anhang)
  • Sonntag, 5. Juli, 15.00 Uhr Musical der Kleinen Cantorey „Kleiner Stock ganz groß“ (Plakat im Anhang)

Das Gebet des Sonntags kann uns auf den Gottesdienst einstimmen:
Gott, du siehst die Welt so, wie sie sein könnte.
Menschen, die vergeben und nicht vergelten, die Böses mit Gutem überwinden, die segnen und nicht verurteilen.
Wenn wir uns von deinen Blicken leiten lassen, kommt alles in Bewegung.
Dann verändert sich die Welt.
Gib uns dazu Mut und Geduld.
Hilf uns durch deinen Heiligen Geist dem Beispiel Jesu zu folgen. Amen!

Gott schenke uns seine Barmherzigkeit, die uns barmherzig mit uns selbst und miteinander umgehen lässt!
Euer Pfarrer Peter


Gruß zum vierten Sonntag nach Trinitatis, 28. Juni 2026

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Wie sollen wir uns als Christen und Christinnen verhalten? Wie können wir gut miteinander in einer christlichen Gemeinde umgehen?

Diese Fragen beantwortet der Ausschnitt der sogenannten Feldrede Jesu, wie sie uns Lukas überliefert hat (Lukas 6,31.36-42) – es ist der Predigttext für dieses Wochenende.

Grundlage für mein Handeln ist, wie Gott mit mir umgeht, was er mir schenkt!

Gott ist barmherzig. Gott lässt sich im Innersten anrühren von dem, was mich umtreibt und auch belastet. Gott schaut mit liebevollen Augen und mit Verständnis auf mich, er weiß auch um meine Fehler und Schwächen. Er gibt mir Kraft, immer wieder zu versuchen, nach seinen Maßstäben zu leben.

Zusammengefasst ist das in der „Goldenen Regel“, also andere so zu behandeln, wie ich mir wünsche, dass sie mit mir umgehen. Konkret wird das, wenn ich nicht in meinem Vorurteil stecken bleibe, wenn ich andere nicht grundlos kritisiere, ihnen keine Chance gebe oder mich als Richter über sie aufspiele – und mich damit an Gottes Stelle setze.

Dann folgt das bekannte Beispiel von Splitter und Balken! Wohl bemerke ich einen Fehler beim anderen und will ihm diesen Splitter aus dem Auge ziehen helfen. Doch ich selbst bin blind, weil ich meine eigenen Schwächen, mein Fehlverhalten nicht wahrnehme.

Besonders massiv erlebe ich das, wenn jemand mein Verhalten, gar mich als Mensch, so wie Gott mich geschaffen hat, oder auch das Agieren einer Gemeinde als nicht Gott gemäß, ja als Sünde bezeichnet und seine Ansicht noch mit Worten aus der Bibel untermauert, aber dabei auf die Barmherzigkeit Gottes vergisst, nicht liebevoll, sondern verurteilend mit mir umgeht. Und zugleich seine eigene Beschränktheit gar nicht wahrnimmt, so überzeugt ist, dass er im Recht ist und im Sinne Gottes handelt.

In einem Konfliktfall, in einem Streit, in einer schwierigen Situation zuerst meinen Anteil anzuschauen, zu überlegen, wo ich etwas falsch gemacht habe, wo meine Anteile liegen, wo meine Vorurteile mir den Blick verstellen – das ist schwierig und mühsam. Wie viel leichter ist es, auf den anderen zu zeigen, ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben oder ihm gar noch seelsorgerlich-geschwisterlich meine Hilfe anzubieten… Ich meine nicht, dass ich mich in Selbstkritik und Selbstzweifeln aufreiben soll, immer nur die Schuld bei mir suche, aber ich verstehe Jesus so: Bevor ich Kritik äußere, einen anderen be- oder gar verurteile, schaue ich erstmal auf mich. Und auch auf Gott! Was entspricht wirklich seinem Willen, seinem Wort?

Vielleicht bekomme ich dann die Größe geschenkt, ihm, Gott, das zu-Recht-Richten, die Beurteilung zu überlassen. Und selbst vergebend, ausgleichend, versöhnend und großzügig auf andere zuzugehen.

Keine leichte Übung, die Jesus uns da aufgibt. Aber wer hat denn behauptet, dass Christsein etwas Einfaches ist…

Euer Pfarrer Peter Gabriel
Ev. Pfarrgemeinde Hallein






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