Manchmal kommt es: 1. anders …

[18.11.2021]

… und 2. als man denkt. Und das kann ab und zu im Leben ziemlich schnell gehen, völlig ungeplant. So geschehen Anfang August 2021 – eine Chance tat sich für mich auf, ein Weg, der so nicht vorhersehbar war: Mit Herbst 2021 konnte ich beim Verein teilweise, den ich vor gut zwei Jahren mitgegründet habe (einige wissen davon, alle anderen – siehe bei Interesse www .teilweise.or.at), mit 10 Wochenstunden zu arbeiten beginnen. Die Freude war einerseits groß, der Schock ob meines schnellen Abgangs und Abschieds aus und von der Evangelischen Pfarrgemeinde Hallein allerdings auch. Wer mich kennt weiß, das Schnelle ist nicht immer mein Ding, wohl überlegt und entschleunigt habe ich es gerne.

15 Jahre (mit einem Jahr Unterbrechung) Gemeindepädagogin in einer Pfarrgemeinde – das ist nicht nichts. Das prägt. Und dennoch ist es für mich an der Zeit, mich noch einmal zu verändern, weiterzuentwickeln. So kann ich mit Freude nach vorne und auch zurückblicken.

Nach vorne, weil ich mich in etwas verwirklichen kann, etwas mitentwickeln kann, nach dem ich schon lange ein Sehnen in mir spüre: eine andere Art von Kinder- und Jugendarbeit – hin zu den Menschen, offen, nicht gebunden an eine fixe Örtlichkeit und Zeit. Von dem ich denke, dass es AUCH Kirche ist.

Gleichzeitig blicke ich mit Freude zurück: So viele schöne Momente, Projekte, Gespräche, Gottesdienste waren da in den letzten 15 Jahren, ich fühle mich erfüllt, erfreut und ja, auch demütig.

Besondere Freude empfand ich in meiner Arbeit immer dann, wenn ich nicht am Schreibtisch saß, sondern an den Menschen dran war: intensive theologische und philosophische Gespräche mit Geheimnisfestkindern und Konfis, bei der Ferien-Insel. Abendliches hin-und-her-Geschreibsel mit Jugendlichen auf Social-Media-Kanälen. Dabei sein zu dürfen, wenn drei Kinder im Volksschulalter im Pfarrgarten getauft werden. In einem Tür-und-Angel-Gespräch in der Kirche mit Jugendlichen die Idee des „Disco-Gottesdienstes“ in den (Kirchen-)Raum zu stellen. Das Aha-Erlebnis, als die Konfis des Pandemiejahrgangs eins unsere kreativen Gottesdienste in diversen Lockdowns gut fanden und das auch aussprachen. Gemeinsames Bibellesen mit den Kollegen, Mittwochmorgen. Anschließend von den Basteldamen Mittwochvormittag zur gemeinsamen Jause geholt zu werden. Viele solche Momente gäbe es noch aufzuzählen…

Als Big5-Vernetzerin bleibe ich der Gemeinde (v.a. der Jugend) erhalten, es wird z.B. weiterhin Veranstaltungen von Big5 in Hallein geben (z.B. Disco-Gottesdienst – save the Date: Sa, 12.03.2022, 19:00-22:00 Uhr!). So verabschiede ich mich nun – als Gemeindepädagogin von der Pfarrgemeinde. Aber nicht als „Mensch Susanne“ von den Menschen in dieser Gemeinde, von Euch. Wir bleiben in Verbindung, ich mit Euch, Ihr bitte mit mir. Das wünsche ich mir zum Abschied. Bleiben wir verbunden – auch und vor allem durch IHN, mit IHM und in IHM. Bleibt behütet.

Dipl.-Gem.Päd. Susanne Zippenfenig

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