Sonntagsgruß zum 30. Juni 2024

[2024-06-28]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

Dr. Peter Gabriel (Pfarrer)
Dr. Peter Gabriel (Pfarrer)

Eine wunderbare Verheißung begleitet uns als biblischer Spruch durch die neue Woche (Epheser 2,8): „Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.“

Zum einen: ich bin gerettet, von dem Verstrickt-Sein in mich selbst, den Anforderungen dieser Welt. Zum anderen: Dafür kann ich gar nichts tun, muss ich nichts leisten, denn Gott schenkt es mir!

Ich bin sein geliebtes Kind, ein begnadigter Sünder, Gott stellt meine Füße wieder auf weiten Raum. Mir bleibt einzig, darauf zu vertrauen und auf diese Verheißung mein Leben zu gründen.

Der nachstehende Sonntagsgruß erzählt von diesem Neuwerden, wenn Jesus oder Gott in mein Leben treten.

Um Gottes Segen wollen wir bitten:
„Gott, du siehst uns an. Leg deinen Segen auf uns, dann weicht die Angst, dann werden wir lebendig, dann wächst die Hoffnung. Das bitten wir durch Jesus Christus, der Hoffnung gibt und Leben, jetzt und allezeit. Amen!“

Euer Pfarrer Peter


Sonntagsgruß zum 5. Sonntag nach Trinitatis

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

„Komm mit ins Boot!“ – das ist der Titel für den ersten „Gottesdienst für dich und mich“, den wir an diesem Sonntag miteinander feiern wollen.

Das Thema haben wir aus dem Evangelium des Sonntags entwickelt (Lukas 5,1-11): Damit die Menschen ihn besser sehen und hören können, bittet Jesus Simon, dass er von seinem Boot aus sprechen kann. Er benutzt Simons Boot wie eine Art Kanzel, steigt ein in sein Arbeitsgerät, mit dem er sonst zum Fischfang ausfährt. Nach seiner Ansprache übernimmt Jesus das Kommando, fordert als berufsfremder Tischler die erfahrenen Fischer auf, zur „Unzeit“ zum Fischfang hinauszufahren. Wider Erwarten fangen sie ganz viele Fische – Simon ist überwältig und zugleich voller Scham. Das hat er doch nicht verdient, so einen guten Fang, vor allem, dieser Mann Gottes in seinem Boot…

Ja, so macht Jesus das: er steigt einfach ins Boot, er kommt in mein Leben, ganz selbstverständlich und unkompliziert, er mischt sich ein, lenkt mich in eine Richtung und verändert vielleicht auch mein Leben – manchmal ganz radikal. So war es jedenfalls bei Simon. Der gibt seinen Beruf als Fischer auf, verlässt sogar seine Familie und geht mit Jesus mit. Nicht nur wegen des wunderbaren Fischfangs, sondern weil Jesus ihm die Angst nimmt und ihm den Auftrag gibt, nicht mehr Fische zu fangen, sondern Menschen für das Reich und die Liebe Gottes zu begeistern – so möchte ich den Begriff „Menschenfischer“ übersetzen.

Als Jugendlicher habe ich es in der Konfi-Zeit ähnlich erlebt. Durch die Erzählungen unseres Pastors, durch die Beschäftigung mit dem christlichen Glauben, habe ich angefangen zu beten – und gespürt: Gott, Jesus sind da, sie sind sozusagen in mein Lebensboot eingestiegen. Das hat mir gerade in der Zeit der Pubertät, der Suche und Frage danach, wer ich bin, viel Kraft gegeben und Angst genommen.

Dass dann mein Lebensweg in den Beruf des Pfarrers führen und ich hier in Österreich landen würde, hätte ich mir damals nicht träumen lassen, aber im Rückblick verstehe ich es so, dass Jesus mein Lebensboot gelenkt und mich dadurch reich beschenkt hat.

Nun bin ich es, der andere Menschen, der euch zuruft: komm doch auch in unsere lebendige Gemeinde, lass dich ein auf unseren wunderbaren, liebevollen Gott, komm und hab Teil an der Gemeinschaft derer, die auf Gott vertrauen!

Natürlich bedeutet so ein Aufbrechen auch, Vertrautes und manchmal auch wichtige Menschen zurücklassen zu müssen. Aber ich gewinne dafür neue Freundinnen und Freunde, werde Teil einer Gemeinschaft. Und ich darf darauf vertrauen: was immer auch geschieht, Jesus sitzt mit in meinem Lebensboot, ich brauche mich nicht zu fürchten. Davon bin ich zutiefst überzeugt!

Euer Pfarrer Peter Gabriel

… zum weiterlesen …

solidarisch

Halleiner Friedensgebet

[20.09.2026] Einladung zum Halleiner Friedensgebet am 1. Oktober In einer Welt, in der Konflikte zunehmen und Versöhnung oft schwerfällt, wollen wir ein klares Zeichen des Miteinanders setzen. Wie bereits im vergangenen Jahr kommen wir auch […]

Presse

Religionsunterricht als eine „Oase im Schulalltag“

[17.09.2026] Religiöse Bildung und Sprachfähigkeit als wichtiger „Hoffnungsdiskurs“ Der evangelische Religionsunterricht ist nach Überzeugung des Wiener Superintendenten und Schulamtsleiters Matthias Geist ein wichtiger Ort für Persönlichkeitsbildung, Dialog und demokratische Kultur. „Der evangelische Religionsunterricht ist eine […]

Gedanken

Du sollst nicht lügen (3/7)

[16.09.2026] Cybermobbing ist ein großes Problem in unserer heutigen digitalen Welt. Soziale Medien und digitale Kommunikation gehören mittlerweile fest zu unserem Alltag. Über Plattformen wie Instagram, TikTok oder WhatsApp bleiben wir mit Freunden und Familie […]

Wir suchen | Wir bieten

Sachspendenaufruf

[14.09.2027] Für eine junge Erwachsene, die erstmals in ihre eigene Wohnung zieht, ersuchen wir um Unterstützung zur Ausstattung der Wohnung. Folgende Ausstattung würde sie noch benötigen: Erstausstattung an Geschirr (Je 4x: Tassen groß-klein; Suppen-, große […]

Gedanken

Du sollst nicht lügen (2/7)

[14.09.2026] Falsches Zeugnis – aus der Sicht einer Journalistin „Du sollst Wahrheit redn und Wahrheit tuan“, sangen André Heller und Wolfgang Ambros einst und stellten in Aussicht, so bleibe man „Für immer jung“. Ob das […]