Sonntagsgruß zum 13. Oktober 2024

[11.10.2024]

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

Herzlich grüßen wir euch mit dem biblischen Wort für diesen Sonntag (Micha 6,8): „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“

Wie gut, dass Gott mir zusagt, was mir guttut und zu einem erfüllten und gelingenden Leben hilft! Ich bin eingeladen, mich Gott anzuvertrauen – er ist letztlich der Herr meines Lebens und dieser Welt. Wie entlastend, wenn ich nicht selber alles regeln muss. Aber ich kann in seinem Namen, respektvoll mit meinen Mitmenschen umgehen und Gottes Schöpfung bewahren, für Frieden und Gerechtigkeit eintreten – Gottes Wort hilft mir dabei.

Gott will mich durch meinen Alltag begleiten, mein ganzes Leben kann und darf Gottesdienst sein – davon handelt der angehängte Sonntagsgruß!

Einen Text von Andrea Schwarz möchten wir euch mitgeben:

„Möge Gott die unstillbare Sehnsucht ausgießen in unsere Herzen. Möge Gott uns Mut zum Träumen geben und die Kraft, jeden Tag neu den Aufbruch zu wagen. Möge Gott uns voranziehen und zugleich unser Schutz sein, und möge Gott uns ein Leben in Fülle schenken, damit wir das Lied der Erlösung singen.“

Euch ein gesegnetes Wochenende, an dem ihr Gottes Liebe erleben dürft, und eine neue Woche, in der ihr Gottes Begleitung spürt!

Eure Pfarrer Peter und Jens-Daniel


20. Sonntag nach Trinitatis

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

Am Wochenende war ich mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden unserer Gemeinde für 4 Tage in einem evangelischen Freizeitheim in Bad Goisern – gemeinsam mit anderen Pfarrpersonen, Jugendmitarbeitenden und Konfis aus weiteren 4 Gemeinden, insgesamt über 90 Personen.

In diesen Tagen wird gesungen, gebetet, viel gespielt und Gemeinschaft erlebt. Wir leiten die Jugendlichen an, sich selbst besser kennenzulernen und auch einander zu begegnen, neue Freundschaften zu knüpfen, sich als Gruppe der vielen Evangelischen zu erleben.

Wir waren eine gute, harmonische Truppe, hatten viel Spaß miteinander und haben auch Gott und Jesus in unserer Mitte erfahren. Die Jugendlichen wären am liebsten noch länger geblieben – oder möchten möglichst bald wieder dorthin fahren.

Ja, solche spirituellen Hochzeiten tun einfach gut! Mir geht es seit Jugendtagen nach jedem Kirchentag so. In einer solchen Ausnahmesituation möchte man am liebsten für immer bleiben. Ganz ähnlich ergeht es den drei Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes, die mit Jesus auf einen Berg gestiegen sind (Markus 9,2-10). Sie erleben, wie Mose und Elia, Propheten des Volkes Israel, mit Jesus sprechen, und begreifen: Jesus ist mehr als ein Mensch. Petrus schlägt daraufhin vor: „Rabbi, hier ist für uns gut sein; wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine.“ Petrus möchte das religiöse Erlebnis festhalten, nicht wieder hinabsteigen zu den anderen Menschen. Doch dann hören sie Gottes Stimme, der ihnen klarmacht, worauf es ankommt: „Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!“

Sie spüren, die besondere Stimmung lässt sich nicht konservieren und so gehen sie wieder zurück in die Niederungen des Alltags.

Für mich macht diese Geschichte deutlich: So wichtig religiöse oder spirituelle Spitzenerlebnisse sind und mir neue Impulse geben, so sehr soll sich mein Glaube, meine Gottesbeziehung im Alltag finden, ihn gestalten und mir Kraft für mein Leben geben. Die Geschichte macht mir Mut, in meinen alltäglichen Arbeiten, meinem Denken und Reden immer wieder auf Jesus zu hören, mich an seinem Reden, seinem Leben zu orientieren. Zugleich vertraue ich darauf: Jesus ist nicht nur an besonderen spirituellen Orten oder zu bestimmten Zeiten wie z.B. am Sonntag, sondern immer, jede Minute meines Tages bei mir. Mein ganzes Leben kann so Gottesdienst sein – getragen von Gottes Liebe, ausgerichtet an seinem Wort.

So freue ich mich auf ein nächstes besonderes religiöses Erlebnis, auf den Gottesdienst am Sonntag und will zugleich mit Gott im Hier und Heute leben!

Euer Pfarrer Peter Gabriel

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