Die Christrose

[11.12.2024]

Ursula Brandweiner

Nur wenige Blütenpflanzen nutzen den Winter für die Fortpflanzung und blühen in der kalten Jahreszeit. Eine dieser ungewöhnlichen Pflanzen ist die Schneerose (Helleborus niger), deren schneeweiße Blüten man ab Jänner in kalkreichen Wäldern entdecken kann, da ein natürliches Frostschutzmittel sie vor dem Erfrieren schützt.

Wegen dieser ungewöhnlichen Blütezeit galt die Schneerose als heilig und man schrieb ihr besondere Kräfte zu. So soll sie böse Geister vertreiben und auch gegen die Pest wirken. Nach frühen Frostperioden im Herbst und anschließendem warmen Wetter öffnen sie ihre Blüten bereits um die Weihnachtszeit und ist deshalb auch unter dem Namen Christrose bekannt.

Tatsächlich bietet der ungewöhnliche Fortpflanzungszyklus auch Vorteile, da die Bäume nicht belaubt sind und dadurch viel Licht und Wärme auf den Waldboden gelangen. Die wenigen Insekten, die zu dieser Jahreszeit unterwegs sind, werden durch die großen, duftenden Blüten angelockt und sorgen für die Bestäubung. Sind aufgrund der Witterung keine Blütenbesucher unterwegs, kann sich die Pflanze auch selbst bestäuben.

Die auffälligen Blüten der zu den Hahnenfußgewächsen zählenden Pflanze sind ungewöhnlich aufgebaut. Bei den 5 weißen Blütenblättern handelt es sich um die Kelchblätter. Die Kronblätter sind zu kleinen, gelbgrünen Nektarblättern umgebildet, die den Bestäubern reichlich Nektar als dringende Nahrung anbieten.

Bild: Kerstin Dupont
In: Pfarrbriefservice.de

Nach der Befruchtung entwickeln sich die typischen Balgfrüchte, die im Frühsommer reif sind und durch Ameisen verbreitet werden. Während der Entwicklung der Früchte übernehmen die grünen Kelchblätter die Fotosynthese, um die Reifung zu ermöglichen. Erst nach Samenreife werden neue Laubblätter gebildet.

Die Schneerose ist in Österreich teilweise geschützt. Daher sollten nicht mehr als ein paar Blüten gepflückt werden. Besser noch ist es, sie in der Natur stehen zu lassen.

Ursula Brandweiner

… zum weiterlesen …

Allgemein

Sonntagsgruß zum 12. April 2026

[10.04.2026] Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! Quasimodogeniti, auf deutsch „Wie die neu geborenen Kinder“ – so lautet der Name des ersten Sonntags nach dem Osterfest. Der Name erinnert an das Neuwerden, das wir im […]

Kultur

19:19 im April 2026

[08.04.2026] Die Kunst der Fuge Kooperationsveranstaltung mit Gruber&More in der katholischen Stadtpfarrkirche! Eines der berühmtesten Instrumentalwerke Johann Sebastian Bachs, das bis heute die Aura des Geheimnisvollen, Rätselhaften und Verborgenen ausstrahlt und mit dem sich der […]

Kinderclub

Der tanzende David

[08.04.2026] Wie sieht es bei euch mit Tanzen aus? Tanzt ihr gerne? Und zu welcher Musik? Die jungen Leute unter euch werden tanzen wie in den neuesten Musikclips, also zu moderner Musik. Und die Älteren […]

Allgemein

Danke für den Kirchenbeitrag

[07.04.2026] Ganz, ganz herzlichen Dank an alle, die auch in den immer teurer werdenden Zeiten ihrer Kirche die Treue halten und ihren Kirchenbeitrag wie jedes Jahr sofort eingezahlt haben! Das hilft uns sehr für unsere […]

Gedanken

Ostern – ein Tanz setzt ein

[06.04.2026] „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“, lautet die frohe Botschaft! Ostern ist mit Recht das höchste Fest im Christentum, denn die Auferstehung Jesu Christi symbolisiert den Sieg des Lebens über den Tod. […]

Allgemein

Gruß zum Ostersonntag, 5. April 2026

[03.04.2026] Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde! „In einer fernen Zeit gehst du nach Golgatha, erduldest Einsamkeit, sagst selbst zum Sterben ja. Du weißt, was Leiden ist. Du weißt, was Schmerzen sind, der du mein […]