Sonntagsgruß zum 21. April 2024

[19.04.2024]

Pfarrer Peter Gabriel

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde!

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5,17) – das biblische Wort für diesen Sonntag Jubilate, das bedeutet „jubelt, lobt Gott“, macht deutlich:

Nach Ostern, durch die Auferweckung Jesu Christi, ist auch mein Leben verändert worden! Ich bin schon neu, das bedeutet Gott gemäß, so wie Gott mich erschaffen hat.

Das gilt auch in schwierigen Zeiten, wenn ich manchmal verzagt bin, verhaftet in den üblichen Verhaltensmustern, gefangenen in den Beschwerlichkeiten des Alltags.

Der nachstehende Sonntagsgruß stärkt meinen Mut – gerade in den nicht einfachen Zeiten.

Das Tagesgebet des Sonntags soll euch durch die neue Woche begleiten:

„Jesus Christus, du schenkst uns Leben aus deiner Auferstehung, Kraft, Lasten zu tragen, Mut, Grenzen zu überschreiten,
Hoffnung gegen allen Augenschein, Glauben mitten im Zweifel, Leben über den Tod hinaus. Amen!“

Wir wünschen euch die Erfahrung von neuer Kraft und Mut gegen alle Widrigkeiten und das Vertrauen: Gott ist bei euch und begleitet euch!

Euer Pfarrer Peter

Sonntagsgruß zum Sonntag Jubilate

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Halleiner Pfarrgemeinde!

„Darum lassen wir den Mut nicht sinken. Auch wenn unsere äußeren Kräfte aufgezehrt werden, bekommen wir innerlich Tag für Tag neue Kraft.“ (2. Korinther 4,16 nach der Basisbibel) – das ist für mich der Kernsatz aus dem Predigttext für diesen Sonntag.

Eigentlich hätte Paulus guten Grund, verzagt zu sein: In Korinth wird seine Autorität als Apostel in Frage gestellt und seine Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi und der Hoffnung auf Auferweckung der Christ*innen angezweifelt. In Ephesus droht ihm Gefahr durch Verfolgung und Verleumdung. Auch körperlich fühlt er sich schwach.

Auch in meinem Leben läuft es nicht immer nur gut. Ich bin geplagt von Krankheiten und körperlichen Beeinträchtigungen. Ich bin beruflich im Stress, setze mich durch hochgeschraubte Erwartungen selber unter Druck, leide darunter, was andere von mir wollen, dass ich tun soll.

Dazu kommt die Traurigkeit über den Verlust lieber Menschen, die Enttäuschung über mich selbst, wenn ich anders handle und spreche, wie ich es als Christ eigentlich tun sollte… Manchmal ist nur so wenig zu spüren von dem „neuen Menschen“, dem Neusein in Christus, das Paulus doch verheißen hat.

Aber Paulus wirft dennoch nicht alles hin, versinkt nicht in Depression und Trübsal, sondern er erlebt, wie er innerlich wieder neue Kraft bekommt und gestärkt wird.

Wodurch geschieht das? Paulus hält sich fest an der Hoffnung, die in der Auferweckung Jesu Christi begründet liegt. Er „versteht“, wenn Jesus nicht im Tod geblieben ist, dann haben Not und Leid, dann haben die Widrigkeiten des Lebens und auch Menschen und Mächte, die Tod und Verderben bringen wollen, nicht mehr das letzte Wort.

Das verändert seinen Blickwinkel, das schenkt ihm eine neue Sichtweise. Er schaut nicht auf seine äußerliche Schwäche, auf das Negative in seinem Leben, sondern er schaut nach innen – in sein Herz, in seinen Geist.

Er erlebt, wie das Vertrauen auf Gott ihm Kraft und Mut schenkt, wie die Hoffnung auf Veränderung und Verbesserung stärker wird als Enttäuschung und Niedergeschlagenheit.

Das ist für mich eine wichtige Botschaft von Ostern: Es geht nicht nur um das Leben nach dem Tod, sondern um gutes, gelingendes Leben im Hier und Jetzt. Es geht um Kraft und Mut gerade in schwierigen Zeiten.

Das lässt mich Gott Danke sagen – auch wenn nicht alles super läuft – ja, das lässt mich einstimmen in das Lob Gottes an diesem Sonntag Jubilate!

Euer Pfarrer Peter Gabriel