Außergewöhnliches im Religionsunterricht

[14.01.2025]

Quelle: gemeindebrief.de

Für gewöhnlich sind unsere evangelischen Schülerinnen im Tennengau so stark in der Unterzahl, dass wir uns in klassen- und stufen-, manchmal sogar schulübergreifenden Gruppen zum konfessionellen Unterricht versammeln. Das ermöglicht außergewöhnliche Beziehungsarbeit, die gerade im Themenhorizont der Religion unglaublich wertvoll ist. Allerdings kommen zunehmend Lerngruppen nicht zustande, weil Religion an die Ränder der Stundenpläne gedrängt wird und daraufhin Eltern und religionsmündige Schülerinnen von ihrer Freiheit zur Abmeldung Gebrauch machen.

In einigen (vor allem) höheren Schulen reagieren wir bereits seit ein paar Jahren mit ökumenischen Unterrichtsmodellen. Als evangelische Lehrkräfte unterrichten wir im gesamten Klassenverband – teilweise im Team mit katholischen Kolleginnen. Dabei schärft die Wahrnehmung des Unbekannten das Verständnis der eigenen konfessionellen Prägung der Lernenden. Die Erkenntnis der Gemeinsamkeiten unseres christlichen Glaubens überwiegt jedoch. Trotz des Mehraufwandes empfinde ich solche Bemühungen als zukunftsweisend und freue mich, mich in diesem Jahr auch bei einzelnen Volksschulen vorstellen zu dürfen, die nur ein evangelisches Kind haben.

In Zukunft wird es vermehrt dazu kommen, dass vereinzelte evangelische Kinder, für die kein evangelischer Religionsunterricht organisiert werden kann, mit Kooperationsvereinbarungen am katholischen Religionsunterricht teilnehmen. Für diese werden Gemeindemitglieder gesucht, die bereit sind, die evangelische Kirche im katholischen Religionsunterricht vorzustellen. Wenn Sie sich dafür interessieren, merken Sie sich Samstag, 26. April 2025, vor: Im Rahmen des „Tages des Ehrenamtes“ wird es dazu einen Workshop geben.

Jens-Daniel Mauer und Peter Pröglhöf

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