Wenn Hoffnung belohnt wird

[10.07.2025]

Eine Geschichte zum Vorlesen

Manchmal wiegt eine Situation und ein Zustand so schwer, dass man entweder die Hoffnung verliert, oder man klammert sich an die letzte Hoffnung. Wie geht es Euch dabei? Mein Vater hat immer zu mir gesagt: „Aufgegeben wird nur ein Brief“ Für mich gilt das auch heute noch. Zumindest in manchen Dingen weigert sich mein Inneres etwas aufzugeben oder gar die Hoffnung zu verlieren. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Gott mir immer wieder einen Ausweg gezeigt und mich geleitet hat. Mal sehen, wie unsere Geschichte heute ausgeht:

Text zum Kopieren:

Katholische Kirche St. Vitus / Projekt Bibelgarten

Ein schlechter Tag war heute, Sven fühlte sich überhaupt nicht gut. ‚Was war nur los mit ihm?‘, fragte sich seine Mutter. Sie fuhren schnell ins Krankenhaus. Nach einigen Stunden war das Ergebnis schließlich da und unwiderlegbar: Leukämie. Svens Eltern und Geschwister waren fassungslos, was sollten sie jetzt nur tun? Der Arzt, Dr. Schneider, war sehr einfühlsam und erklärte die weiteren Schritte. Er erklärte ihnen, worauf es jetzt ankam und was alles wichtig war, wie z. B. Ernährung, Medikamente und was zu tun ist während einer Grippewelle usw. Aber das Wichtigste war, einen Spender zu finden. Einen Menschen, dessen Blut und Blutplasma mit dem ihres Sohnes zusammenpasst, und zwar so, dass ihm geholfen werden kann. Es gibt zwar ein internationales Netzwerk und viele Menschen kommen schon dorthin, um sich testen und registrieren zu lassen, dennoch gibt es nie eine Garantie, dass es funktioniert.

Die Familie war in Tränen aufgelöst und wusste nicht, was nun schlussendlich passieren wird. Natürlich ließen sich alle testen, aber es gab keine Übereinstimmung, leider. Die Mutter von Sven ging am folgenden Sonntag in die Kirche und betete, wie sie noch nie gebetet hatte. Sie war ein gläubiger Mensch, aber sie hatte Zweifel daran, ob ihr Glaube stark genug war, dass Gott ihr helfen würde. Einige der Menschen in der Gemeinde erfuhren von ihrer Geschichte und ließen sich schließlich auch testen, aber leider wieder ohne Erfolg.

Valentina, die Mama von Sven, wollte aber ihre Hoffnung nicht aufgeben, und nachdem sie öfter gebetet hatte und ihre gesamte Hoffnung auf Gott gelegt hatte, wurde sie mit der Zeit innerlich immer ruhiger, während ihr inneres Gefühl und ihr Herz wussten, dass sie das Richtige tat, nämlich auf Gott zu vertrauen.

Einige Zeit davor, ein paar hundert Kilometer weiter in Bayern, gab es einen Soldaten namens James Stuart. Er war am US-Stützpunkt in Hohenfels stationiert. Er und seine Freunde gingen eines Abends in eine Bar, um die Ankunft und die erfolgreich absolvierte erste Woche zu feiern. Etwas betrunken verlor James eine Wette, und der Wetteinsatz war, eine Probe beim Krankenhaus zu machen, ob man als Spender für Leukämiepatienten in Frage kam. Also begab er sich Tage später ins Krankenhaus, um eine Probe abzugeben.

Einige Zeit später, als die Daten ins Netz eingespeist wurden, ergab sich schon ein „Match“, also eine Übereinstimmung – und es war Sven! Wochen später und viele Untersuchungen später war es schließlich so weit. Um es kurz zu machen: James rettete das Leben von Sven!

Mittlerweile sind 4 Jahre vergangen. Sven geht es sehr gut und er ist geheilt. James erkundigt sich zeitweise bei ihm und ist froh, dass er dem „jungen Kerl“ helfen konnte.

Auch wenn das Leben dunkel erscheint, gibt es immer irgendwo ein Licht der Hoffnung, findet Ihr nicht? Manchmal muss man es suchen, manchmal erscheint es plötzlich vor einem, oder man dreht sich einfach nur um und es ist da. Wenn es Euch schlecht geht, dann haltet einfach mal danach Ausschau! Das Schöne ist, dass es sich in ganz verschiedenen Facetten zeigen kann: durch Familie, Freunde, Fremde oder nur Gegenstände. Jeder hat eben eine andere Weise, ‚Hoffnung‘ zu schöpfen, aber auch ‚Hoffnung‘ zu geben.

Wenn jetzt bei jemandem von Euch auch Interesse geweckt wurde, sich testen zu lassen, dann informiert Euch gerne unter:

https://participate.roteskreuz.at/stammzellen

oder unter:

https://gebenfuerleben.at

Die betroffenen Menschen werden es Euch danken.

Ich wünsche euch einen schönen, kräftebringenden Sommer und ganz viel Spaß im Urlaub.

Eure Yvonne

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